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Münchberg

Fußballer setzen Zeichen für Toleranz

Die Jusos freuen sich über die starke Teilnahme am Helmbrechtser Hallenturnier gegen Rassismus: 40 Kicker sind diesmal dabei.



Acht Hobby-Fußballmannschaften haben beim Turnier in der Göbel Halle für einen guten Zweck gespielt. Den ersten Platz holte das Team Boss Lounge aus Helmbrechts, den zweiten Platz die THW-Hackfleischfreunde aus Weißdorf und den dritten Platz das Team DITIB aus Münchberg. Foto: Schmidt
Acht Hobby-Fußballmannschaften haben beim Turnier in der Göbel Halle für einen guten Zweck gespielt. Den ersten Platz holte das Team Boss Lounge aus Helmbrechts, den zweiten Platz die THW-Hackfleischfreunde aus Weißdorf und den dritten Platz das Team DITIB aus Münchberg. Foto: Schmidt  

Helmbrechts - Zum siebten Mal ist der Ball in Helmbrechts für Toleranz gerollt. Rund 40 Hobby-Fußballer kickten am Sonntag mit einem gemeinsamen Ziel: Respekt in der Gesellschaft. Die oberfränkischen Jusos hatten das Hallenturnier unter dem Motto "Gemeinsam sind wir stark" organisiert. Acht Hobby-Mannschaften setzten erneut ein Zeichen gegen Rassismus.

"Wir möchten alle mit ins Boot holen. Die Mannschaften sind bunt gemischt", sagte Sophia Fischer, stellvertretende Unterbezirksvorsitzende der Jusos Hochfranken. In den Mannschaften, die aus vier Feldspielern, einem Torwart und beliebig vielen Auswechselspielern bestanden, kickten verschiedene Nationalitäten gemeinsam für einen guten Zweck. Einige Teams bestanden aus Mitgliedern verschiedener Vereine und Verbände aus dem Landkreis.

Mit dabei war Halilcan Cebeci im Team "Ditib" des türkisch-islamischen Vereins für Münchberg und Umgebung. Der 29-Jährige ist in Münchberg geboren, seine Wurzeln liegen in der Türkei. "Ich bin von Anfang an bei dem Turnier hier in Helmbrechts mit meinem Team dabei", sagte der Münchberger. Das Team "Ditib" habe sich in den letzten Jahren immer wieder verändert, aber die Stammspieler seien immer mit dabei. "Ich spiele seit über 20 Jahren Fußball und habe schon auf vielen Turnieren mitgespielt; dieses hier ist aber schon besonders", meint Cebeci. Für ihn sind die Werte, die bei dem Hallenturnier in Helmbrechts vermittelt werden, sehr wichtig. "Zwar haben wir hier in den oberfränkischen Kleinstädten nicht so sehr mit Ausländerhass zu kämpfen wie in Großstädten. Trotzdem finde ich es wichtig, immer wieder neu ein Zeichen zu setzen."

Der Fußballsport ist für den 29-Jährigen eine Leidenschaft. Er spielt seit vielen Jahren beim FC Eintracht Münchberg und kickt auch gerne in seiner Freizeit. In seiner Kindheit gab es für ihn nur den Fußball, er interessierte sich für keine andere Sportart.

Das Turnier sei für die oberfränkischen Jusos und für alle Hobbyfußballer in der Region ein Highlight, sagt die stellvertretende Vorsitzende Sophia Fischer. Sie ist jedes Jahr überwältigt, wie viele Fußballfreunde sich für das Turnier anmelden. "Vor ein paar Jahren hatten wir noch zwölf Mannschaften, nun haben wir uns auf acht verkleinert. Das mussten wir machen, damit das Turnier nicht endlos lange dauert", erklärte sie. "Wir haben sehr viele Teams, die schon jahrelang dabei sind, ein paar sogar von Anfang an."

"Wir leben in Zeiten, in denen die rechten Faschisten wieder in unsere Parlamente eingezogen sind", sagt Ali-Cemil Sat, Unterbezirksvorsitzender der Jusos Hochfranken. "Gemeinsam setzen wir ein Zeichen gegen Fremdenhass, gegen Ausgrenzung und für ein gemeinsames, tolerantes Leben in unserer Demokratie." Ein Vorhaben, das schon seit sieben Jahren gelingt und gut ankommt.

Alle Einnahmen aus dem Getränke- und Essensverkauf werden wie im letzten Jahr an die Aussteigerorganisation Exit und an die EJSA für die Arbeit mit Flüchtlingen, Migrantinnen und Migranten gespendet. "Wir finden es sehr wichtig, auch eine Organisation zu unterstützen, die sich um Menschen kümmert, die von selbst die rechte Szene verlassen möchten", sagte Sophia Fischer. Sarah Schmidt

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Sarah Schmidt
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Veröffentlicht am:
02. 12. 2019
18:06 Uhr

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Sarah Schmidt

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Veröffentlicht am:
02. 12. 2019
18:06 Uhr



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