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Münchberg

Hauptgewinn für Helmbrechtser Familie

Bei einem Preisausschreiben gewinnt die Familie einen Traktor im Wert von knapp 100.000 Euro. Die Übergabe findet am Donnerstag statt.



Helmbrechts-Ort - Zumindest auf einen Buchgewinn hatte die Landwirtsfamilie Seuchz-Wirth gehofft, als sie sich im vergangenen Jahr am traditionellen Weihnachtspreisausschreiben der im deutschen Landwirtschaftsverlag erscheinenden Wochenblätter beteiligte. Als Lektüre gibt es jetzt statt eines Buches nur eine auf wenigen Seiten zusammengefasste Betriebsanleitung. Die jedoch gehört zum Hauptgewinn, nämlich einem Traktor. Genauer gesagt handelt es sich um einen Lintrac 90 des Herstellers Lindner. Und der besitzt einen Wert von knapp 100 000 Euro.

Familie Seuchz-Wirth betreibt im Helmbrechtser Ortsteil Ort einen Milchvieh- und Ackerbaubetrieb. Heute Mittag bekommt sie ihr neues, 102 PS starkes Fahrzeug offiziell von David Lindner, Geschäftsführer der Herstellerfirma, und Sepp Kellerer, Chefredakteur des Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblattes, überreicht. Angeliefert wurde das gute Stück bereits gestern. Fahrer Peter Schoner brachte die Maschine in den Frankenwald und fuhr dann mit weiteren bestellten Geräten auf seinem Anhänger weiter nach Berlin und an die Ostsee.

Landwirt Klaus Seuchz-Wirth und seine Familie freuen sich natürlich riesig über den Preis, stand doch ohnehin die Investition in einen neuen Schlepper für diverse Pflegemaßnahmen auf dem Plan. Deshalb informierte sich die Familie auch über die Erzeugnisse der im österreichischen Kundl ansässigen Firma Lindner, die seit über 70 Jahren Landwirtschaftsmaschinen produziert. Auch in Kulmbach hat sie einen Vertriebspartner. Das Kennzeichen KU am Transporter, der den neuen Traktor nach Ort lieferte, steht allerdings für Kufstein.

Mit dem kleinen, kompakten und dank Allradlenkung extrem wendigen Traktor, der für Hanglagen bestens geeignet ist, hat der landwirtschaftliche Familienbetrieb nun ein ideales Gerät erhalten, das sofort nach der Zulassung zum Einsatz kommt.

Die Nachricht vom Hauptgewinn erhielt die Familie bereits vor Weihnachten. Als am 14. Dezember, elf Tage nach Einsendeschluss, der Anruf vom Chefredakteur des Landwirtschaftlichen Wochenblattes kam, glaubte Klaus Seuchz-Wirth, er sei bei einem Radioscherz oder in einer Sendung wie "Verstehen Sie Spaß?" gelandet. Doch es war kein Traum, auch wenn ein solcher wahr wurde.

"Als ich heimkam und mir mein Mann sagte, ich hätte wieder etwas angestellt, glaubte ich zunächst, ich hätte einen Unfall gebaut und den nicht bemerkt", berichtet Claudia Seuchz-Wirth. Tatsächlich meinte er aber die Beteiligung am Quiz. Die Mitteilung über einen Gewinn, konnte auch die Frau erst mal nicht glauben: "Wir haben ja noch nie was gewonnen."

Dabei ist die Teilnahme am Advents-Preisausschreiben des Wochenblattes schon seit Generationen eine Selbstverständlichkeit in der Familie. "Das Adventskranzbinden und die Teilnahme an diesem Gewinnspiel. Das waren schon für meine Schwiegereltern wichtige Tätigkeiten in der Vorweihnachtszeit", erzählt die Bäuerin. Bei über 100 000 Einsendungen rechnete man sich aber kaum Gewinnchancen aus. "Vielleicht gibt es ja mal einen kleinen Preis", hoffte die Familie bisher.

Dass sie eines Tages einen Traktor gewinnen würde, daran habe eigentlich niemand geglaubt. Aber das Glück war den Ortern diesmal hold. Deshalb dürfen sie heute den Hauptpreis im von der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Organisationsgebundene Landpresse (AOL) jährlich veranstalteten Gewinnspiel entgegennehmen. Der Gesamtwert aller Preise beträgt 140 000 Euro.

Autor

Werner Bußler
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
06. 03. 2019
13:26 Uhr

Aktualisiert am:
06. 03. 2019
20:28 Uhr

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Autor

Werner Bußler

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Veröffentlicht am:
06. 03. 2019
13:26 Uhr

Aktualisiert am:
06. 03. 2019
20:28 Uhr



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