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Münchberg

Haus und Zuhause in einem

Die Evangelische Jugendhilfe Münchberg baut ein Wohnhaus für eine neue Wohngruppe um. Mit Nachbarn und Gästen feiert sie den Einzug.



Münchberg -Seit 136 Jahren gibt es in Münchberg eine heilpädagogische Jugendeinrichtung für Kinder, die nicht zu Hause bei ihren Familien leben können. Die Einrichtung ist seitdem kontinuierlich gewachsen. Inzwischen kümmern sich 45 Mitarbeiter der evangelischen Kinder- und Jugendhilfe um mehr als 35 Kinder und Jugendliche. Als Träger der Einrichtung arbeitet der Verein für Gemeindediakonie, dem Dekan Erwin Lechner vorsteht, erfolgreich zum Wohl der betreuten Kinder in Münchberg.

Am Freitag haben die Kinder mit den Mitarbeitern der Jugendhilfe den Abschluss eines zukunftsträchtigen Investitionsprojektes gefeiert: Im Münchberger Kopernikusweg 1 ist in eineinhalb Jahren in einem Wohnhaus Platz für eine neue Wohngruppe entstanden. Hier sollen nun sieben Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwei und 14 Jahren ein neues Zuhause finden.

Zur Einweihung waren nicht nur die jungen Bewohner der Jugendhilfehäuser und die Belegschaft eingeladen, sondern auch viele Nachbarn. Mehr als 100 Münchberger und Ehrengäste freuten sich mit den neuen Hausbewohnern über den gelungenen Umbau. Das betonte auch Friedemann Hopp, Leiter der Einrichtung, in seiner Rede, als er ins Jahr 2017 zurückblickte: "Damals haben wir das Haus von der Familie Pruschwitz gekauft, die das Haus mehr als 40 Jahre lang mit viel Herzblut gehegt und gepflegt hat." Er betonte, dass dieses neue Haus in das Konzept der evangelischen Kinder- und Jugendhilfe optimal hineinpasse. Neben zwei Jugendgruppen im Haupthaus in der Dr.-Martin-Luther-Straße gehören zwei familiengerechte Außenwohngruppen sowie eine jugendliche Wohngruppe zu den Heimstätten der betreuten Kinder. "Für unsere Arbeit steht ein gemeinsamer Ausgangs- und Endpunkt als Basis: "Lasst alle Kinder eine Heimat finden! Das ist unser Ziel. Wir wollen die Kinder und Jugendlichen dabei unterstützen, Perspektiven und Vertrauen ins Leben zu entwickeln, und in dieses Konzept passt dieses Haus bestens. Nach einer Reihe von Umbau- und Abrissarbeiten im vergangenen Jahr sei dank der hervorragenden Arbeit der beauftragten Handwerksbetriebe in kürzester Zeit viel entstanden.

Begleitet von Liedern weihte Dekan Erwin Lechner die neuen Gebäude für die heilpädagogische Jugendarbeit in Münchberg. Auf die Arbeit mit Kindern eingehend sagte der Dekan: "Kinder sind auch Vorbilder für uns Erwachsene. Das gilt dann, wenn es um Vertrauen oder das Interesse füreinander geht." Ohne Vorurteile gingen Kinder auf andere junge Leute zu , "egal ob sie aus Timbuktu, Mali oder Schweinsbach kommen". Davon könnten alle lernen. Es sei deshalb eine wichtige Aufgabe, den Kindern ein stabiles Heimatgefühl zu bieten, um diese Unbekümmertheit zu erhalten. "Und dafür arbeiten wir in der Kinder- und Jugendhilfe in Münchberg", betonte Lechner.

Landrat Dr. Oliver Bär gratulierte den Verantwortlichen der evangelischen Kinder- und Jugendhilfe zum Startschuss und erinnerte an die wichtige Zusammenarbeit zwischen der heilpädagogischen Einrichtung und den Jugendämtern des Landratsamtes sowie den Kommunen in der Region. "Es geht vielen Kindern bei uns sehr gut, aber es gibt auch Fälle, bei denen externe Hilfen zwingend erforderlich sind. Deshalb sind wir froh darüber, dass es Einrichtungen wie die Kinder- und Jugendhilfe in Münchberg bei uns gibt", lobte der Landrat das Engagement der Jugendhilfe-Mitarbeiter. "Neben gut ausgebildeten Fachleuten brauchen wir die passenden Gebäude für eine erfolgreiche Jugendarbeit - hier ist mit dem Einzug der Wohngruppe in ihr neues Haus alles in bester Ordnung."

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Veröffentlicht am:
10. 06. 2019
17:14 Uhr

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