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Hausbesitzer erhalten Zuschüsse für Sanierung

Der Stammbacher Bürgermeister Karl Philipp Ehrler erklärt das neue Förderprogramm. "Wir haben lange darum gekämpft.



Wer innerhalb des Stammbacher Sanierungsgebietes leer stehende oder "untergenutzte" Häuser saniert, bekommt Förderungen durch Gemeinde, Freistaat und Finanzamt. Grafik: Marktgemeinde Stammbach
Wer innerhalb des Stammbacher Sanierungsgebietes leer stehende oder "untergenutzte" Häuser saniert, bekommt Förderungen durch Gemeinde, Freistaat und Finanzamt. Grafik: Marktgemeinde Stammbach  

Stammbach - In der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres hat Bürgermeister Karl Philipp Ehrler das neue kommunale Förderprogramm zur Beseitigung von Leerständen vorgestellt. "Seit einem Jahr haben wir darauf gewartet und lange darum gekämpft, dass auch private Hausbesitzer öffentliche Zuschüsse für die Renovierung ihrer leer stehenden oder extrem untergenutzten Häuser im Sanierungsgebiet bekommen. Die Gemeinde kann schließlich nicht alles machen", sagte der Bürgermeister. Die Marktgemeinde Stammbach habe immerhin schon drei Häuser gekauft, die in diesem Jahr abgerissen werden. Das Sanierungsgebiet umfasst den gesamten alten Ortskern, "in dem die wahnsinnige Förderungsmöglichkeit greift".

Der Frankenpost erklärte Ehrler, warum er sich über dieses neue Programm, ein Teil der Förderoffensive Nordostbayern, so freut. "Das ist der absolute Durchbruch, so können Hausbesitzer, für die die Sanierung bisher unwirtschaftlich war, ihre leer stehenden Häuser günstig sanieren." Die staatliche Förderung beträgt 30 Prozent, bis zu 50 000 Euro je Projekt. 90 Prozent des Förderbetrags kommen vom Land, zehn Prozent von der Gemeinde. Dazu gehört auch eine kostenfreie Erstberatung durch einen Architekten. Bisher habe es Förderung nur für das Fassadenprogramm gegeben, erklärt Ehrler, "jetzt kann man damit alles sanieren, innen und außen".

Das Interesse bei den Bürgern sei vorhanden, "wir hatten schon einige Anfragen, die Interessenten haben darauf gewartet". Deshalb habe er es auch zur Chefsache gemacht. "Interessierte sollen sich bei mir melden." Zusätzlich zur Förderung greife Paragraf 7h des Einkommenssteuergesetzes. "Damit können gleichzeitig zwei Instrumente eingesetzt werden, was die Sanierung günstig werden lässt", erklärt der Bürgermeister.

Ehrler erklärt das Prozedere: An erster Stelle steht die gemeindliche Beratung, "in Stammbach übernehme ich das persönlich". Dann folgt eine kostenfreie Erstberatung durch einen Architekten, dieser verfasst ein Berichtsprotokoll und stellt einen ebenfalls kostenlosen Masterplan auf, wenn möglich gleich mit einer kleinen Kostenschätzung.

Dann wird mit der Gemeinde eine Sanierungsvereinbarung abgeschlossen, die sich am Masterplan orientiert. Dieser ist für die Gemeinde verbindlich, der Bauherr kann sich aber immer noch anderes entscheiden, dann allerdings ohne Zuschuss. Wenn er sich an die Vereinbarung hält, legt er nach Abschluss der Arbeiten der Gemeinde die Rechnungen zur Prüfung vor und bekommt den gesamten Zuschuss ausbezahlt. Die Gemeinde bekommt den Anteil des Landes erstattet. Die geprüften Rechnungen können dann dem Finanzamt zur Förderung nach Paragraf 7h vorgelegt werden.

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Helmut Engel
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Veröffentlicht am:
22. 01. 2019
00:00 Uhr

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Helmut Engel

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22. 01. 2019
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