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Münchberg

Ideen zu Rente, Pflege, Mobilität

In einer ersten Podiumsdikussion stellen sechs Kandidaten ihre Ziele vor. Wie sich zeigt, sind diese in vielen Bereichen gar nicht so unterschiedlich.



Münchberg/Landkreis - Vor den Landtagswahlen in Bayern veranstaltet der VdK in jedem Kreisverband unter dem Motto "Bayern muss sozialer werden" eine Podiumsdiskussion. In Münchberg hatte Matthias Will, Leiter der Wirtschaftsredaktion der Frankenpost und Neuen Presse, die Moderation übernommen. Alexander König (CSU), Klaus Adelt (SPD), Philipp Brammer (Bündnis 90/Grüne), Hans Martin Grötsch (Freie Wähler), Sebastian Körber (FDP) und Manuel Frisch (Die Linke) nahmen an der Diskussion teil.

31.08.2018 - VdK-Podiumsdiskussion in Münchberg zur Landtagswahl /Fotogra - Foto: Uwe von Dorn

VdK-Podiumsdiskussion in Münchberg zur Landtagswahl
VdK-Podiumsdiskussion in Münchberg zur Landtagswahl
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VdK-Podiumsdiskussion in Münchberg zur Landtagswahl
VdK-Podiumsdiskussion in Münchberg zur Landtagswahl
VdK-Podiumsdiskussion in Münchberg zur Landtagswahl

Über 400 Gäste kamen in die Vereinsturnhalle Münchberg; begrüßt wurden sie vom zweiten VdK-Kreisvorsitzenden, Bert Horn. Bürgermeister Christian Zuber erinnerte an ein Plakat von 1993, wo zu lesen war: "Wenn du dich nicht entscheidest, dann verlasse ich dich; deine Demokratie." Von der Diskussion erwarte er Antworten auf drängende Fragen. "Wir vor Ort brauchen eine vernünftige Ausstattung, um Lebensqualität zu schaffen und den Investitionsstau abzuarbeiten."

Robert Hümmer, im VdK-Landesverband zuständig für "Leben mit Behinderung", erklärte, die wichtigsten "Baustellen" seien die Bekämpfung der Armut und der Ausgrenzung. Er forderte eine gleiche Mütterrente für alle Mütter, bezahlbaren Wohnraum, die Familienförderung, die faire Entlohnung der Arbeit, die eine gute Alterssicherung ermöglicht, sowie die Bekämpfung der Armut. Die versprochene Barrierefreiheit, müsse endlich umgesetzt werden, und es müsse für gleich gute Lebensverhältnisse in Stadt und Land gesorgt werden. "Wir sind die größte Bewegung für die kleinen Leute", erklärte Hümmer.

Diskussionsleiter Matthias Will hatte vier Runden mit den Themen Barrierefreiheit und Inklusion, Rente, Gesundheit und Pflege sowie bezahlbarer Wohnraum vorgesehen. Jeder Diskussionsteilnehmer konnte 90 Sekunden lang zu jedem Thema seine Vorstellungen vortragen, anschließend ging es in die Diskussion.

- Barrierefreiheit: Alle waren sich einig, dass hier noch viel zu tun ist. Klaus Adelt meinte, die Ansprüche sollten nicht zu hochgeschraubt werden, sonst würde überhaupt nicht renoviert. Für große Heiterkeit im Saal sorgte Philipp Brammer beim Aspekt Mobilität. Er forderte: "Von 5 bis 24 Uhr sollte jeder Ort stündlich mit einem öffentlichen Verkehrsmittel angefahren werden." Manuel Frisch verlangte, dass im ländlichen Raum die Fahrgastzahlen keine Rolle spielen dürfen.

- Bezahlbarer Wohnraum: Manuel Frisch forderte, das Wohngeld zu erhöhen - und es dürfe nicht auf Hartz IV angerechnet werden. Körber, im Beruf Architekt, sieht im Staat den größten Kostentreiber. Die Bauvorschriften müssten eingedämmt werden. Für die Freien Wähler ist bezahlbarer Wohnraum für Studierende besonders wichtig; Familien müssten an anderer Stelle entlastet werden: "Weg mit den Kindergartengebühren." Brammer betonte, man dürfe Bauen, Naturschutz und Klimawandel nicht gegeneinander ausspielen. Sebastian Körber forderte, die Grunderwerbssteuer abzuschaffen und die Bürokratie, die das Bauen verteuern.

- Rente: Hans Martin Grötsch forderte: "Die Besteuerung der Rente muss abgeschafft werden" - und bekam Beifall. Die FDP bevorzugt einen flexiblen Renteneintritt; die Linke fordert mindestens 1050 Euro Rente netto im Monat. König erklärte, wichtig sei es, mehr hochwertige Jobs in der Region zu schaffen.

- Pflege und Gesundheit: Manuel Frisch sagte, dass allein in Bayern 10 000 Pflegekräfte in Krankenhäusern und Seniorenheimen fehlen. Sebastian Körber ebenso wie Alexander König forderten mehr Ärzte im ländlichen Raum; in der Pflege gehöre die Dokumentation sofort abgeschafft. Grötsch meinte, ein "verpflichtendes Gesellschaftsjahr" würde helfen. Klaus Adelt sieht es positiv, dass die Ausbildung in der Pflege jetzt kostenlos ist - jetzt sollte es auch eine Ausbildungsvergütung geben. König erklärte, dass Bayern viel in die Gesundheit investiert: in die drei Kliniken des Landkreises hundert Millionen Euro.

Autor

Helmut Engel
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Veröffentlicht am:
01. 09. 2018
00:00 Uhr

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Autor

Helmut Engel

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Veröffentlicht am:
01. 09. 2018
00:00 Uhr



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