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Münchberg

Imker warnen vor Honig-Importen

Die Amerikanische Faulbrut beschäftigt die Bienenfreunde aus Münchberg. Doch nicht die eigenen Tiere sind betroffen.



Unser Bild zeigt (von rechts) den neuen Vorsitzenden der Münchberger Imker, Robert Bayreuther, Jubilar Gerhard Renner, Ehrenvorsitzenden Richard Querfeld und Neumitglied Heinz Böhner.
Unser Bild zeigt (von rechts) den neuen Vorsitzenden der Münchberger Imker, Robert Bayreuther, Jubilar Gerhard Renner, Ehrenvorsitzenden Richard Querfeld und Neumitglied Heinz Böhner.  

Münchberg/Kleinlosnitz - Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Bauernhofmuseum Kleinlosnitz hat erstmals der neue Vorsitzende des Imkervereins Münchberg, Robert Bayreuther, seinen Jahresbericht - getrennt nach Vereinsjahr und Bienenjahr - abgeliefert. Dabei stellte er fest, dass es aufgrund des Klimawandels zu neuen Veränderungen komme, die die Honigernte entscheidend beeinflussten.

So wurde im vergangenen Jahr die Baumblüte um bis zu zwei Wochen früher festgestellt, was dazu führte, dass die neue Brut in den Stöcken noch sehr schwach war und wenig mit dem Überangebot der Natur anfangen konnte. Später kam es dann in hohem Maße zum sogenannten Mellizitose-Honig, der so hart in den Waben wird, dass er nicht geschleudert werden kann. Der durch einen eigens dafür angeschafften Honigerwärmer kann nur Honig für den Eigenbedarf oder als Bienenfutter erzeugen. Deshalb rät Bayreuther, die Melezitosewaben herauszunehmen und sie von den Bienen selbst auf andere Waben umtragen zu lassen.

Obwohl es 2018 im Landkreis Hof keinen Fall mit der "Amerikanischen Faulbrut" (AFB) gab, rief das Thema eine allgemeine Diskussion hervor mit dem Tenor, dass der Staat die Honigeinfuhr aus Ländern, die die AFB nicht bekämpfen, sofort verbieten müsse. Ähnlich, wie bei der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist sie für den Menschen unschädlich, aber nicht für die Tiere. Offensichtlich sei diese Gefahr den Großanbietern egal. Es stehe lediglich auf dem Etikett "Honig aus Ländern der EU und Nichtländern der EU" oder ähnlich, das heißt, sie mischen Honig aus der ganzen Welt zusammen, ohne Rücksicht darauf, ob der Honig Faulbrutsporen enthält oder nicht.

Nehmen nun heimische Bienen Honigreste beispielsweise aus schlecht geleerten Gläsern im Altglasbehälter auf, infizierten sie sich und ihr ganzes Volk, im schlimmsten Fall die ganze Bienenzucht mit der AFB, was dazu führe, dass der Imker diese Völker vernichten muss samt Honig, und auch das meiste an Gerät den Flammen übergeben muss. Außerdem bestehe dann eine monatelange Quarantäne, wie es im Vorjahr die drei Faulbrutfälle im Landkreis Bayreuth beweisen. Das Auftreten der AFB in Deutschland ließe sich per Einfuhr-Verbot vermeiden.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft überreichte Bayreuther die silberne Ehrennadel des Deutschen Imkerbunds an Gerhard Renner aus Weißenstadt. Außerdem begrüßte er als neues Mitglied Heinz Böhner.

Autor

Werner Schreiner
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Veröffentlicht am:
13. 03. 2019
21:14 Uhr

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Werner Schreiner

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13. 03. 2019
21:14 Uhr



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