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Münchberg

In Münchberg bröckeln Brücken

Die Stadt muss in den nächsten Jahren viel Geld in die Hand nehmen. Teilweise sind die Bauten schon für schwere Fahrzeuge gesperrt.



Seit Langem ist die Brücke Luitpoldstraße-Fischergasse nur noch für Fußgänger offen - das soll auch nach einem Neubau so bleiben. Foto: Patrick Findeiß
Seit Langem ist die Brücke Luitpoldstraße-Fischergasse nur noch für Fußgänger offen - das soll auch nach einem Neubau so bleiben. Foto: Patrick Findeiß  

Münchberg - Laut einer Studie des Hauptverbands der deutschen Bauindustrie sind 15 Prozent der 66 700 kommunalen Straßenbrücken in Deutschland marode. Nicht mitgerechnet die Bauwerke in Wald und Flur, für deren Zustand die Kommunen auch verantwortlich sind. Auch an Münchbergs Brücken bröckelt der Beton und die Bewehrungen rosten vor sich hin, wie Ingenieure während der Brückenhauptprüfung festgestellt haben.

Zuschlag

Bei der Ausschreibung für Arbeiten des Straßen- und Kanalunterhalts im Stadtgebiet von Münchberg hat die ortsansässige Firma Sinnig das wirtschaftlichste Angebot unterbreitet. Sieben Tiefbaufirmen beteiligten sich an der Ausschreibung. Die Unterhaltsarbeiten sind wie bereits in den vergangenen Jahren budgetiert. Für Straßen sind 100 000 Euro eingeplant, für Kanäle 40 000 und für Kanalhausanschlüsse 5000 Euro.


Bürgermeister Christian Zuber hat nun im Bauausschuss diese Nachricht überbracht. Demnach besteht bei sechs Bauwerken akuter Handlungsbedarf, wie Stadtbaumeister Lothar Wolfrum mit Bildern dokumentierte.

In Mussen hängt der Wellblechdurchlass der Gemeindeverbindungsstraße Mechlenreuth-Mussen durch und Verbindungsteile sind durchgerostet. Bürgermeister Zuber informierte, dass die Stadt im Rahmen der geplanten Dorferneuerung eine neue Konstruktion bauen wolle.

Einen sehr schlechten Zustand attestieren die Ingenieure der Brücke über die Pulschnitz bei der Poppenreuther Mühle. Laut Zuber handelt es sich hier zwar lediglich um einen Feldweg, Spaziergänger und Radfahrern nutzen ihn aber sehr häufig.

In Jehsen verschlechtert sich kontinuierlich der Zustand der Brücke, die aktuell auf 3,5 Tonnen Gewicht beschränkt ist. Eine komplette Sperrung werde wegen der zum Teil durchgerosteten Bewehrung in Erwägung gezogen, sagte Zuber.

Bei Geigersmühle ist die Brücke des Radwegs, der auch landwirtschaftlich genutzt wird, auch in keinem guten Zustand.

Unumgänglich ist der Neubau der Brücke in Markersreuth. Wie Bürgermeister Christian Zuber erläuterte, sei die Planung bereits fertig, 2021 soll der Neubau stehen.

In der Stadt selbst steht die Brücke Luitpoldstraße-Fischergasse im Fokus. Der Übergang ist schon seit Langem für Fahrzeuge gesperrt, nur noch Fußgänger dürfen die Brücke nutzen. Die Brücke aber bröckelt weiter. "Eine Erneuerung ist in spätestens fünf Jahren notwendig", machte Zuber deutlich. Da sich die Sperrung für den Fahrzeugverkehr etabliert habe, sollte aus Sicht der Bauverwaltung nur eine Fußgängerbrücke gebaut werden.

Wie Bürgermeister Zuber weiter ausführte, kommt es im Rahmen des Lückenschlusses der südlichen Entlastungsstraße zu einigen Umstufungen, bei denen Straßen im Stadtgebiet in die Verantwortung des staatlichen Bauamts übergehen. Dabei gehe es um die Fußgängerunterführung Richtung Eiben und die Holzbrücke über die südliche Entlastungsstraße. Dafür sei die Stadt Münchberg künftig für die Brücke über den Käsbach bei der Firma AGS am Eibenberg zuständig. Zuständig werde die Kommune auch für die Stützmauer bei der Firma AGS in der Kirchenlamitzer Straße an der Ecke Heinrich-Wirth-Straße und für die Brücke über das Reisbächlein in der Kulmbacher Straße bei der Autobahn-Talbrücke.

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Irene Gottesmann
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Veröffentlicht am:
21. 02. 2020
17:44 Uhr

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Autor

Irene Gottesmann

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Veröffentlicht am:
21. 02. 2020
17:44 Uhr



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