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Münchberg

Marathon soll seinen Charme behalten

Wanderer aus ganz Deutschland starten am 22. September in Helmbrechts. Viele Helfer und der Blick fürs Detail machen das Großereignis zum Magneten.



Ein Garant für gute Stimmung: Die Frankenwald-Weiber erfreuen auch heuer die Wanderer. Unser Bild entstand beim Wandermarathon 2015, der ebenfalls in Helmbrechts stattfand. Foto: Frankenwald-Tourismus/Maximilian Gröger
Ein Garant für gute Stimmung: Die Frankenwald-Weiber erfreuen auch heuer die Wanderer. Unser Bild entstand beim Wandermarathon 2015, der ebenfalls in Helmbrechts stattfand. Foto: Frankenwald-Tourismus/Maximilian Gröger   » zu den Bildern

Frankenwald - "Das Wandern ist der Massen Lust" - so sollte man das beliebte Volkslied umtexten. Denn kaum eine Veranstaltung findet derart Resonanz wie der Frankenwald-Wandermarathon. Innerhalb von Sekunden - kein Schreibfehler - sind die Tickets ausverkauft. Wenn Markus Franz das beim Pressegespräch im Helmbrechtser Rathaus erzählt, ist der Stolz in seiner Stimme unüberhörbar. "Wir haben die Verkaufszeit im Internet sogar schon auf 24 Uhr in der Silvesternacht gelegt und trotzdem waren alle Karten sofort weg. Die Leute haben erst geklickt, dann Raketen abgeschossen", berichtet der Chef des Frankenwald-Tourismus-Verbandes.

Fakten zum Wandermarathon

Jedes Jahr richtet ein anderer der drei Landkreise Hof, Kulmbach und Kronach den Marathon aus. Alle drei Jahre ist somit der Landkreis Hof an der Reihe. Helmbrechts hat sich nach 2015 zum zweiten Mal als Veranstaltungsort beworben und kam zum Zug, andere Bewerber gab es nicht.

Start ist um 7 Uhr an der Göbel-Halle. Es wird keine Zeit genommen. Die Teilnehmer werden zwischen 15.30 und 20.30 Uhr im Ziel ankommen. Ab 16 Uhr herrscht Festbetrieb mit dem Freien Fränkischen Bierorchester, von 17 bis 19 Uhr sind in der Happy-Hour Preise für Getränke und Bratwürste reduziert.

Auch wer kein Ticket besitzt, kann dabei sein und mitwandern. Allerdings bekommen nur Teilnehmer mit einem Armband die Verpflegung an den Stationen und in der Göbelhalle.

Die Wanderer kommen voraussichtlich zu folgenden Zeiten an folgenden Punkten an:

7 Uhr Start an der Göbelhalle, 8 bis 9 Uhr Sportheim Gösmes/Walberngrün; 8.45 bis 10. 15 Uhr Enchenreuth; 11 bis 14.15 Uhr Döbraberggipfel; 11.30 bis 14.45 Uhr Döbra; 12.45 bis 17.:15 Uhr Schauenstein; 13.15 bis 17.45 Uhr Neudorf; 14 bis 19.45 Uhr Günthersdorf; 15 bis 21 Uhr Helmbrechts.

Der nächste Frankenwald-Wandermarathon findet am 4. Mai 2019 in Marktleugast statt.

 

Auch für den anstehenden Termin am 22. September war das so. Hier verkaufte der Verband die Karten auf drei Etappen zu kuriosen Zeiten, etwa am 2. Februar um 2.02 Uhr.

 

Laut Franz könnte man die Teilnehmerzahl locker von 600 auf 2000 erhöhen. Doch das unterlässt er tunlichst. "Dann wird es eine Massenveranstaltung, die ihren Charakter verliert", befürchtet er. "Es wäre für alle Beteiligten nicht mehr leistbar."

Den Charme und somit den Erfolg verdankt der Marathon nämlich seiner Meinung nach den vielen Helfern, allen voran den Vereinsmitgliedern. Sie legen sich auch heuer wieder ins Zeug. Auf einer Strecke von 44 Kilometern bieten sie den Wanderern 25 Erlebnis- und 15 Verpflegungsstationen - so viele wie noch nie. "Es ist also jeden Kilometer etwas geboten." Und was? Das will Franz nicht verraten. Aber er verspricht, dass die beliebten Frankenwald-Weiber, die stets die Wanderer zum Lachen bringen, wieder mit von der Partie sind. Ansonsten werden die Programmpunkte nur spärlich angekündigt, zum Beispiel mit dem Satz: "Stimmung an der Orter Alm." Es soll spannend bleiben.

Langweilig wird auch die Strecke nicht, verspricht Franz, obwohl der Marathon bereits zum zweiten Mal auf Helmbrechtser Terrain stattfindet. Weder er noch Bürgermeister Stefan Pöhlmann sehen darin einen Nachteil. Denn Robert Popp hat als Chef des Stadtsportverbandes eine völlig neue Route erarbeitet. Sie führt von Helmbrechts aus über Schwarzenbacher und Schauensteiner Gebiet. Start und Ziel sind gleich geblieben: Die Göbel-Halle. "In ihr herrscht beim Marathon immer eine ganz besondere Atmosphäre, einige Helfer schlafen sogar dort", berichtet Pöhlmann von 2015.

Die Vorbereitungen für das Großereignis laufen seit einem Jahr und steuern langsam in die heiße Phase. So gilt es zum Beispiel, ein Frühstücks- und Abend-Buffett für 600 Leute auf die Beine zu stellen. Die Faschingsgesellschaft Helmbrechts stemmt diese Aufgabe und will weit mehr auffahren als Brötchen mit Marmelade. "Schon allein Rühreier für so viel Mann sind eine Herausforderung", weiß Franz und meint scherzend: "Die Wanderer kommen meist schwerer zurück als sie gestartet sind".

Zum Erfolgsrezept des Marathons gehört es nämlich auch, mit den Augen eines Wanderers die Strecke zu sehen und entsprechend zu bestücken. "Nach einem Anstieg muss eine kleine Belohnung warten - und wenn es nur ein Bonbon ist", findet Franz, "so merkt der Teilnehmer, dass hier jemand mitgedacht hat".

Dieses Mitdenken, das herzliche Willkommen von Seiten der Helfer und Zaungäste, gepaart mit der wunderschönen Landschaft des Frankenwaldes sieht er als beste Werbung für die Region. "Wir bekommen hier die Chance, uns als gute Gastgeber zu präsentieren", findet auch Pöhlmann. Schließlich reist die Hälfte der Teilnehmer aus ganz Deutschland an, es wandern sogar Schweden, Schweizer und Belgier mit.

Die andere Hälfte stammt aus einem Umkreis von 150 Kilometern. Auch für diese Bürger aus der Metropolregion Nürnberg sei der Marathon wichtig, findet der Bürgermeister. "Weil man positiver auf die Heimat schaut und Ecken oder Firmen entdeckt, die man vorher nicht kannte." So will sich zum Beispiel die Helmbrechtser Firma Bleed-Clothing präsentieren und das Textilmuseum wird den längsten Schal der Welt ausrollen. Schwarzenbach am Wald will mit Aktionen für die Mountainbike-Strecken werben und Schauenstein öffnet Schloss und Feuerwehrmuseum für die Besucher.

Pöhlmann hofft, dass die Helmbrechtser die Wanderer wieder anfeuern und ihnen auch am Ziel einen herzlichen Empfang bereiten. "Die Leistung ist wirklich einen Applaus wert." Durch den Festbetrieb und mithilfe des Bierorchesters, das ab 16 Uhr aufspielt, soll an der Göbelhalle richtig was los sein. Von Seiten der Vereine ist die Resonanz auf jeden Fall überwältigend, freut sich Pöhlmann. Bis zu 200 Helfer packen am 22. September mit an. "Davon lebt diese Veranstaltung."

Sie findet übrigens bei jedem Wetter statt. Wer die Strecke nicht schafft, kann auf einen Shuttlebus zurückgreifen, sich zur nächsten Station oder zum Ziel fahren lassen. "So einen Service gibt es woanders nicht", betont Franz. Genau darauf setzt der Tourismus-Experte: Einzigartigkeit und Qualität. Deshalb will er die Zahl der Tickets nicht erhöhen. Lieber nimmt er den Zusammenbruch des Computerprogramms in Kauf. Auch das ist schon passiert, als zu viele Wanderer gleichzeitig ihre Karten sichern wollten.

Autor

Claudia Sebert
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
03. 09. 2018
18:30 Uhr

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Claudia Sebert

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03. 09. 2018
18:30 Uhr



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