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Münchberg

Münchbürger fördern das "Fachwerkhaisla"

Die Münchbürger werden als Förderverein für das Fachwerkhaus fungieren. Die Unterstützung wird nicht finanzieller Natur sein. Vielmehr möchte man tatkräftig anpacken.



Das Münchberger "Fachwerkhaisla" wurde 1701 erbaut, und ist eines der ältesten Egerländer Fachwerkhäuser Oberfrankens.	Foto: Schobert
Das Münchberger "Fachwerkhaisla" wurde 1701 erbaut, und ist eines der ältesten Egerländer Fachwerkhäuser Oberfrankens. Foto: Schobert  

Münchberg - Lange war das älteste Gebäude der Stadt Münchberg bei den Bürgern umstritten. Einige forderten den Abbruch des historischen "Fachwerkhaislas" an der Bahnhofstraße. Eine Bürgerinitiative gegen den Abriss war erfolgreich. Jetzt herrscht seit einiger Zeit Stillstand. Das soll sich aber bald ändern.

"Wir werden künftig als Förderverein für das Fachwerkhaus fungieren", berichtet Adrian Roßner, Vorsitzender der Münchbürger. Schon seit einem guten Dreivierteljahr habe man vereinsintern über dieses Thema gesprochen. "Bei der Jahreshauptversammlung am Dienstag waren dann alle 60 Mitglieder einstimmig dafür", sagt Roßner. Die Unterstützung des Vereins werde jedoch nicht von finanzieller Natur sein. "Kein Ehrenamtler wäre in der Lage, das zu stemmen", stellt der Vorsitzende klar. Aber man wolle in Zukunft tatkräftig mit anpacken. "Der Verein hat viele Kontakte. Von diesem breiten Netzwerk soll das Fachwerkhaus jetzt profitieren." Finanziell sei der Ausbau schließlich bereits weitgehend in trockenen Tüchern. "Münchberg hat für das 'Haisla' die Zusage für die Förderoffensive Nordostbayern", erklärt Roßner. Trotzdem könne man in Zukunft auch Spendenaktionen planen, um den Ausbau zu unterstützen.

Das "Fachwerkhaisla" ist eines von vier Projekten, das Münchberg für die Förderoffensive Nordostbayern angemeldet hatte. "Der Götz sowie das Schützenhaus hatten erstmal Priorität", erklärt Roßner. Aber jetzt sei es an der Zeit, in Sachen Fachwerkhaus Konzepte zu entwickeln. "Schließlich muss die Stadt für die Förderung auch ausgearbeitete Pläne vorlegen", stellt der Vorsitzende der Münchbürger klar. Ideen gebe es viele, konkret sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts. "Die nächsten Schritte werden Gespräche sein", sagt Roßner. Beispielsweise wolle man das Denkmalnetz kontaktieren, um für eine Zusammenarbeit zu werben. "Es ist schließlich wichtig, dass der Denkmalstatus des Gebäudes erhalten bleibt", führt Roßner aus. Das Haus sei nämlich nicht nur das älteste Gebäude in Münchberg, "sondern auch eines der ältesten Egerländer Fachwerkhäuser in ganz Oberfranken". Deshalb wollen die Münchbürger jetzt ihren Beitrag leisten und die Stadt ehrenamtlich unterstützen.

Bürgermeister Christian Zuber, der ebenfalls Mitglied bei den Münchbürgern ist, zeigte sich erfreut, über die Unterstützung seiner Vereinsmitglieder. "Um finanzielle Mittel geht es hier nicht. Mitmachen vor Ort, das zählt", sagt Zuber. Der Bürgermeister äußerte die Idee, das Thema "Münchberg als Genussort" im Fachwerkhaus aufzugreifen.

Auch viele andere Pläne für eine mögliche Nutzung stehen bereits im Raum. "Das Konzept einer Touristen-Information im Erdgeschoss schwebt mir vor", berichtet Roßner. Schließlich liege Münchberg an zentraler Stelle zwischen Frankenwald und Fichtelgebirge. Dort könnten die Münchbürger dann auch aushelfen, indem sie - je nach Konzept - die Tourist-Info aufsperren, oder sich ein Freiwilliger am Wochenende für einige Stunden dort um die Touristen kümmert. "Auch die stadtgeschichtliche Ausstellung könnte man ins 'Fachwerkhaisla' verlegen." Momentan befinde sich diese noch in der Lutherschule. "Im obersten Stockwerk habe ich an einen Vereinsraum gedacht, das würde sich anbieten", schlägt Roßner vor.

An Ideen mangelt es laut dem jungen Heimatforscher auf keinen Fall. Ein endgültiges Konzept gebe es aber noch nicht. "Letztendlich können wir das auch nicht allein tun", erklärt er. Es seien Experten nötig, um konkret zu planen und aktiv zu werden. "Wir werden zu gegebener Zeit Architekten hinzuziehen. So ist es auch in der Vorgaben der Förderoffensive Nordostbayern vorgesehen."

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Nadine Schobert
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Veröffentlicht am:
29. 08. 2018
19:52 Uhr

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29. 08. 2018
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