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Münchberg

Neuartiger Schuh aus Recycling-Material

Die Helmbrechtser Firma Bleed sammelt Geld für die Produktion ihres Schuhes "ECO4 Sneaker". Der soll vegan und klimaneutral sein.



Die Sneakers der Firma Bleed.
Die Sneakers der Firma Bleed.  

Helmbrechts - "Walking without footprints" - "Laufen ohne Fußabdrücke", lautet die Devise bei der Firma Bleed in diesem Jahr. Damit ist der CO2-"Fußabdruck" gemeint, den der Mensch mit seinen Aktivitäten setzt und dabei das Klima schädigt. Die Firma will ein Produkt erschaffen, das keinen "Fußabdruck" hinterlässt, das also klimaneutral hergestellt wird. Es ist ein Schuh, ein Sneaker, und er heißt ECO4.

Wie die Firma Bleed, die seit rund zehn Jahren ökologische und vegane Mode anbietet, mitteilt, hat am Sonntag das Crowdfunding - die "Schwarmfinanzierung" - zur Herstellung dieses Schuhs begonnen. Man kann sich vorab Schuhe bestellen oder geringerpreisige Produkte der Firma - oder Geld spenden. Ein Blick auf die Plattform Startnext am Dienstag zeigte, dass bis zu diesem Zeitpunkt bereits 219 Unterstützer 25 103 Euro beigesteuert haben. Damit ist das erste Ziel von 15 000 Euro, das die Produktion des Schuhs ermöglicht, erreicht. Als nächstes Ziel hat sich die Firma 100 000 Euro gesetzt. Dazu heißt es: "Die zweite Fundingschwelle ermöglicht es uns, individualisierte Schnürsenkel mit einer Endkappe aus recyceltem Metall produzieren zu lassen." Die Aktion läuft bis 17. März.

Die Schuhindustrie gelte - so schreibt die Firma Bleed in ihrer Pressemitteilung - als einer der schmutzigsten und unfairsten Industriezweige überhaupt. Die Firma beweise, dass es bessere Alternativen bei Materialien, Produktion und Emissionsreduzierung gibt. Sie nennt vier Kriterien:

Bleed verzichte auf Leder - verursache also kein Tierleid - und auf krebserregendes Chrom III oder andere giftige Chemikalien.

Produziert würden die Sneaker von Hand in einer kleinen portugiesischen Schuhmanufaktur mit fairen Arbeitsbedingungen.

Die Materialien seien fast alle recycelt. Für die Außensohle kommen recycelte Autoreifen zum Einsatz, für Ferse und Zunge schwarzes Kork und für den Oberstoff ein Materialmix aus 75 Prozent recycelten Baumwollreste aus der Textilindustrie und 25 Prozent wiederverwertetes PET.

Bleed kompensiere mit der Organisation Climate-Partner das durch Produktion und Lieferwege entstandene CO2 mit der Unterstützung eines Klimaschutzprojekts in Kenia.

Bleed-Gründer Mario Spitzbarth erklärt: "Eine ressourcenschonende Produktion, gekoppelt mit einer vernünftigen CO2-Bepreisung, muss zum Industriestandard werden. Mit unserem Sneaker zeigen wir erstmalig, dass das funktionieren kann."

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www.startnext.com

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Veröffentlicht am:
05. 02. 2019
20:56 Uhr

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Produktion und Herstellung Schuhe Unternehmen Veganismus
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