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"Nicht verraten, dass es hier schön ist!"

Eigentlich wollten die Ecksteins eine Tour durch Franken unternehmen. Doch der Helmbrechtser Badeweiher hat ihre Pläne gründlich durchkreuzt. Sie werden Stammgäste.



Flötentöne an der Quelle in Wüstenselbitz: Barbara Eckstein spielt inmitten des Waldes - "in einer einzigartigen Oase". Die Urlauber aus Wendelstein sind schon weit herumgekommen, doch hier gefällt es ihnen am besten. Foto: pirvat
Flötentöne an der Quelle in Wüstenselbitz: Barbara Eckstein spielt inmitten des Waldes - "in einer einzigartigen Oase". Die Urlauber aus Wendelstein sind schon weit herumgekommen, doch hier gefällt es ihnen am besten. Foto: pirvat  

Helmbrechts - Was bleibt übrig von einem schönen Sommerurlaub? Fotos, Erinnerungen - und manchmal sogar ein Dankesbrief. Den hat der Helmbrechtser Bürgermeister Stefan Pöhlmann kürzlich erhalten. Die Absender sind Barbara und Helmut Eckstein aus Wendelstein im Landkreis Roth. Das Ehepaar reist seit zehn Jahren mit dem Wohnmobil umher, war schon in der Schweiz, in England, Schottland, Frankreich - und heuer im August zum ersten Mal am Badeweiher in Wüstenselbitz. Eine echte Entdeckung, für die das Paar nun schriftlich Danke sagen will: "Noch nie zuvor haben wir so eine besondere Oase inmitten von Natur finden können", schreiben die beiden Rentner, "ganz besondere Menschen haben uns aufgenommen wie in eine Familie."

Der Badeweiher hat die Pläne der Ecksteins durcheinander gebracht: Eigentlich sollte die Reise mit dem Wohnmobil eine Themenfahrt durch Franken werden. Die Urlauber wollten die eigene Heimat näher erkunden, Franken und Thüringen besser kennenlernen. "Man braucht gar nicht so weit zu reisen, weil es vor der Haustür auch wunderschön ist", findet Helmut Eckstein.

Geschafft haben der 68-Jährige und seine Frau schließlich nur Bad Staffelstein und Bad Steben. "Helmbrechts hat verhindert, dass wir weitergefahren sind." Denn durch Zufall landete das Paar am Badeweiher. "Wir konnten es nicht glauben, diesen glasklaren See vorzufinden."

Von diesem Zeitpunkt an wollten die Urlauber nur noch eines: Bleiben! In ihrem Brief beschreiben sie, was ihnen besonders gefallen hat: "Herrliche Wiesen, wunderschöner Wald, Wahnsinns-Bewirtung, reizende Stadt." Für Bürger und Touristen sei hier etwas Einmaliges entstanden. "Dass wir Wohnmobilfahrer dort so stehen dürfen, baden können und die Duschen benutzen dürfen, ist nirgendwo zu finden."

Wie sie berichten, erging es nicht nur ihnen so: "Unsere Wohnmobilnachbarn kamen aus Zwickau und haben jeden Tag aufs Neue ihre Heimfahrt verschoben."

Dass der Badeweiher ein "wunderschönes Fleckchen Erde" ist, dessen sind sich nach Meinung der Ecksteins die Einheimischen durchaus bewusst. Das haben sie aus etlichen Gesprächen mit Helmbrechtsern herausgehört. Schon in den frühen Morgenstunden trafen sie stets die "Kneippgruppe" und kamen auch mit den anderen Badegästen ins Plaudern. "Einige sagten uns, wir sollten lieber nicht weitersagen, dass es hier so schön ist."

Schon im Oktober wollen die Ecksteins die 150 Kilometer weite Strecke erneut auf sich nehmen und wiederkommen. Im nächsten Jahr dann auch mit den Enkelkindern. "Für sie sind der Spielplatz und der See ein wahres Paradies. Man kann sie dort frei laufen lassen, ohne sich Sorgen zu machen."

Eine lustige Begegnung bleibt den Rentnern besonders im Gedächtnis. Als sie mit dem neuen Pächter des Imbisses, Wolfgang Fichtner, ins Gespräch kamen, stellte sich heraus, dass er jedes Jahr in Wendelstein beim Glühwein-Fest dabei ist, weil er dort Zelte aufstellt. "So klein ist die Welt", bemerkt der Urlauber. Und hier in Helmbrechts hält er sie für besonders ursprünglich und schön. "Wir trauen uns nicht, es vielen zu verraten. Denn Ihre Oase hat nicht jeder verdient", so beendet Helmut Eckstein seinen Dankesbrief an den Bürgermeister. Claudia Sebert

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Veröffentlicht am:
23. 09. 2019
21:38 Uhr

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Veröffentlicht am:
23. 09. 2019
21:38 Uhr



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