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Münchberg

Projekte an der B 289

Für die Ortsumgehung von Münchberg läuft bereits das Planfeststellungsverfahren. In Weißdorf dagegen liegt das Vorhaben schon seit mehr als zehn Jahren auf Eis.



Die Planungen für die Trassenführung der B 289 für die Umgehung in Münchberg sind weit gediehen. Das Planfeststellungsverfahren läuft bereits. Bürgermeister Thomas Fein rechnet mit dem Erörterungstermin "zeitnah in 2013". Die Kosten für den Neubau belaufen sich inklusive Grunderwerb auf mindestens 5,2 Millionen Euro. Baulastträger ist die Bundesrepublik Deutschland.
Die Planungen für die Trassenführung der B 289 für die Umgehung in Münchberg sind weit gediehen. Das Planfeststellungsverfahren läuft bereits. Bürgermeister Thomas Fein rechnet mit dem Erörterungstermin "zeitnah in 2013". Die Kosten für den Neubau belaufen sich inklusive Grunderwerb auf mindestens 5,2 Millionen Euro. Baulastträger ist die Bundesrepublik Deutschland.   » zu den Bildern

Münchberg/Weißdorf - Die Planungen zum vierten Bauabschnitt der Südumgehung Münchberg stehen vor dem Abschluss. "Zeitnah in 2013" erwartet Bürgermeister Thomas Fein den Erörterungstermin für das Anhörungsverfahren. Einwendungen betroffener Anlieger oder Träger öffentlicher Verfahren seien im Zuge der bisherigen Planung nicht bekannt geworden. Geht alles glatt, verlängert sich die Südumgehung dann in Richtung Poppenreuth.

Laut Fein sind Bauabschnitt und Trassenführung aufgrund einvernehmlicher Verhandlungen der Stadt mit der Regierung von Oberfranken als Teilstück der künftigen B 289 vom Staatlichen Bauamt Bayreuth geplant worden. "Der Lückenschluss der Südumgehung kostet 5,2 Millionen Euro", sagt Fein. Baulastträger ist die Bundesrepublik Deutschland.

Noch aber liegt kein Baurecht für den etwa 1,7 Kilometer langen Streckenabschnitt vor. Das gibt es erst mit dem Planfeststellungsbeschluss. So ist das neue Teilstück der B 289 geplant: Der Trassenverlauf schließt am Baubeginn etwa 200 Meter westlich von Poppenreuth an die B 289 an. Im weiteren Verlauf schwenkt die Trasse in nördlicher Richtung vom bisherigen Verlauf ab und führt in einem Rechtsbogen in Richtung Bahnstrecke. Hier überquert sie auf einer neu zu bauenden Brücke die Bahnlinie Bamberg-Hof. Im weiteren Verlauf führt sie nach Unterquerung der A 9 auf Höhe der Stammbacher Straße in die bereits bestehende Südumgehung.

Momentan schlängelt sich die B 289 von Weißdorf kommend mitten durch die Stadt. Dieses Teilstück, weiß Bürgermeister Fein, wurde Ende der Neunzigerjahre im Rahmen gemeindlicher Sonderbaulast gebaut. Die Stadt muss für den Unterhalt aufkommen. "Leider", sagt Fein. Doch sei die Umgehung erst einmal fertig, würde die Unterhaltspflicht für die gesamte Südumgehung auf den Bund übergehen. Im Gegenzug wird der bisherige Streckenverlauf durch die Stadt zur Staats- und Ortsstraße herabgestuft.

Doch noch ist es nicht soweit. Nach dem Planfeststellungsbeschluss gilt es, weitere Voraussetzungen für den Bau zu schaffen. Neben dem Erwerb der Grundstücke, auf dem die neue Trasse geplant ist, muss auch die Finanzierung gesichert werden. Welche Summe der Bund für die Projekte im Bundesverkehrswegeplan 2015 bereithalten wird, ist zurzeit noch offen.

Im noch aktuellen Bundesverkehrswegeplan 2003 sind längst noch nicht alle insgesamt 242 Projekte, die der Freistaat Bayern angemeldet hatte, verwirklicht. Mehr als 120 sind laut einer Statistik der Obersten Baubehörde des Freistaats entweder noch im Bau, haben Baurecht oder sind - wie im Falle Münchberg - noch in der Planung.

Sorgen bereitet den Experten in der Obersten Baubehörde aber offenbar die Finanzausstattung: "Mit der gegenwärtigen und absehbaren Finanzausstattung im Bundesfernstraßenhaushalt müssen wir uns darauf konzentrieren, die vielen laufenden Maßnahmen planmäßig fertig zu stellen. Ein Spielraum für neue Baubeginne besteht derzeit nicht."

So wird sich wohl auch bei der Ortsumgehung für Weißdorf zunächst wenig tun. Die B 289 soll hier einmal über einen etwa 2,8 Kilometer langen Bogen zwischen Wulmersreuth und Bug an der Gemeinde vorbeigeführt werden. Recht detaillierte Pläne dazu liegen seit 2001 vor. Die Umgehung Weißdorf war damit schon Bestandteil des vorigen Bundesverkehrsplans. Eine Abwägung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses hat die Dringlichkeit des Vorhabens jedoch nicht erhärtet. Das Projekt wurde nicht in den "vordringlichen Bedarf" aufgenommen.

Laut Bürgermeister Herbert Gebhardt hat der Durchgangsverkehr auf der B 289 in der Vergangenheit stetig zugenommen. Aktuelle Zahlen liegen jedoch nicht vor. Das soll sich aber ändern. Laut Gebhardt plant die Oberste Baubehörde in München in 2015 eine aktuelle Verkehrszählung, um das Projekt einstufen zu können.

Der Bundesverkehrswegeplan 2015

Die Bundesstraße 289 führt in Ost-West Richtung beginnend an der A 93 von Rehau aus quer durch den Landkreis Hof über Kulmbach und endet südlich von Coburg bei Untersiemau an der Bundesstraße 4.

An mehreren Teilabschnitten soll es zu Veränderungen der Trassenführung im Landkreis Hof kommen. Es handelt sich dabei um Ortsumgehungen: für Rehau, Seulbitz, Weißdorf und Münchberg.

Diese Ortsumgehungen stehen momentan in einer Liste für angehende Vorhaben im Zuge der Erstellung des Bundesverkehrswegeplans 2015.

Ob alle Projekte Eingang in den Bundesverkehrswegeplan finden - vor allem hinsichtlich ihrer Dringlichkeitsstufe -, ist momentan noch völlig offen.

Münchberg, Weißdorf und Seulbitz waren auch schon Bestandteil des vorherigen Bundesverkehrswegeplans, doch nur für Münchberg führten die Planungen bereits weiter. In Weißdorf und Seulbitz sahen die Verkehrsplaner noch keine Dringlichkeit. Rehau hofft auf eine erstmalige Aufnahme.

Bundesverkehrswegepläne werden jeweils für einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren vom Bundesverkehrsministerium aufgestellt und vom Bundeskabinett beschlossen. Der letzte Bundesverkehrswegeplan datiert aus dem Jahr 2003 und sieht für den Zeitraum bis 2015 Investitionsvorhaben von rund 150 Milliarden Euro vor.


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Von Thomas Schuberth-Roth
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Veröffentlicht am:
24. 11. 2012
00:00 Uhr

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