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Münchberg

SPD will in Jugendarbeit investieren

Genossen und Freie Wähler wollen für die Jugendarbeit der Stadt einen Profi einstellen. Sie stützen ihren Antrag auf das Ergebnis der Sozialraumanalyse. Der Kreisjugendpfleger soll nun weiter informieren.



Nix los für die Jugend in Schwarzenbach? Die Vereine halten dagegen - wie etwa die Bergwacht mit einer nagelneuen Kletterwand in ihrer Rettungswache. Möglich gemacht haben die Anschaffung zahlreiche Gönner. Wer Interesse an der Arbeit der Bergwacht hat, kann sich bei Bereitschaftsleiter Herbert Friedrich (Telefon: 0170/5366498) melden. Unser Bild zeigt die Jugendleiter Tobias Pastor (links) und Matthias Barth (rechts) mit Kletterin Helena. Foto: Rittweg
Nix los für die Jugend in Schwarzenbach? Die Vereine halten dagegen - wie etwa die Bergwacht mit einer nagelneuen Kletterwand in ihrer Rettungswache. Möglich gemacht haben die Anschaffung zahlreiche Gönner. Wer Interesse an der Arbeit der Bergwacht hat, kann sich bei Bereitschaftsleiter Herbert Friedrich (Telefon: 0170/5366498) melden. Unser Bild zeigt die Jugendleiter Tobias Pastor (links) und Matthias Barth (rechts) mit Kletterin Helena. Foto: Rittweg  

Schwarzenbach am Wald - Seit einigen Jahren ist das Thema im Schwarzenbacher Stadtrat präsent, in der jüngsten Sitzung im Philipp-Wolfrum-Haus kam die Frage erneut zur Sprache: Braucht die Stadt einen hauptberuflichen Mitarbeiter für die Betreuung der Kinder und Jugendlichen?

Stadt investiert 3,5 Millionen Euro für neue Kita auf ehemaligem Witt-Gelände

Seit 50 Jahren hat die Stadt Schwarzenbach am Wald den Kindergarten "Arche Noah" in der Schützenstraße. Im Mai hat der Stadtrat einstimmig beschlossen, eine neue größere Kita zu bauen, die den Anforderungen der aktuellen Kinderbetreuung gerecht wird und Platz für mehr Gruppen zur Betreuung der Kinder bietet.

Unklar war bis vor Kurzem nur, wo dieses auf etwa 3,5 Millionen Euro veranschlagte Projekt mit fünf Gruppen entstehen soll. Drei mögliche Standorte auf stadteigenem Gelände standen zur Diskussion: das ehemalige Bahnhofgelände mit mehr als 6000 Quadratmetern Fläche bietet ebenso wie das ehemalige Rewe-Grundstück mit 12 000 Quadratmetern Fläche und die frühere Witt-Fabrik mit 14 500 Quadratmetern genügend Platz für die Betreuung der Schwarzenbacher Kinder.

Bei einem Ortstermin haben sich die Mitglieder des Stadtrats über die Gegebenheiten vor Ort informiert und sind dabei zu einer Standortentscheidung gekommen, die das Gremium in der Sitzung am Donnerstag einhellig unterstützt hat: Die neue Heimat der "Arche Noah" soll auf dem Gelände der früheren Witt-Fabrik entstehen. Damit folgte der Stadtrat der ersten Standorteinschätzung aus der Mai-Sitzung, Demnach bietet dieses Gelände, eingebettet in einen großen Baumbestand und in der Nähe zum Döbraberg, die besten Voraussetzungen für die Entwicklung der Kinder.

Die Stadt als Bauherr und die Kirche als bewährter Träger der Einrichtung sind die Basis für die Kinderbetreuung in den nächsten Jahrzehnten. Der Haushalt 2020 sieht 50 000 Euro für erste Planungsarbeiten vor.


Die SPD/FW-Fraktion hat dazu einen Antrag formuliert, in dem sie die Frage in eine Forderung verwandelte: "Wir brauchen dringend eine Fachkraft für die gemeindliche Jugendarbeit." Das betonte SPD-Sprecher Fredi Häßler mit Nachdruck und verwies auf Ergebnisse der Sozialraumanalyse und den deutlichen Hinweis des bisherigen Kreisjugendpflegers Robert Sandig, der bereits vor drei Jahren als Gast im Schwarzenbacher Sitzungssaal vom damaligen Stadtrat gefordert hatte: "Wir müssen in diesem Bereich aktiv werden." Nun wurde Sandig in dieser Woche in den Ruhestand verabschiedet (die Frankenpost berichtete). Dabei forderte Sandig erneut, dass Schwarzenbach reagieren müsse und auch einen Jugendtreff mit qualifiziertem Personal aufbauen solle.

Die SPD/FW-Fraktion ergänzte die dringende Empfehlung des Landkreises in ihrem Antrag und verwies zudem auf das Sozialgesetz sowie die Gemeindeordnung: "Die kreisangehörigen Gemeinden sollen demnach in den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit dafür sorgen, dass entsprechende Einrichtungen für die Jugendlichen der Kommune zur Verfügung stehen." Häßler betonte, dass diese Vorgaben als "Muss" für die Stadt und den Stadtrat zu verstehen sei. Die Einstellung einer Fachkraft und die Errichtung eines Jugendtreffs habe in Gemeinden in vergleichbarer Größe "positive Veränderungen bei der Jugend bewirkt".

Bürgermeister Reiner Feulner sprach von zahlreichen Aktivitäten zur Förderung der Jugendarbeit, die in Schwarzenbach am Wald seit Langem funktionierten. "Von der Jungbürgerversammlung bis hin zu einem Ferienprogramm, für das wir viel Zuspruch erhalten, passiert bei uns einiges zum Wohl unserer Kinder. Hinzu kommt die hervorragende Jugendarbeit unserer Vereine." Außerdem, so betonte der Bürgermeister, sei ein zentraler Jugendtreff in der Stadt nur schwer zu etablieren: "Wir müssen berücksichtigen, dass wir in unserer großflächigen Stadtstruktur mit 42 Ortsteilen kaum alle Kinder und Jugendlichen in einen zentralen Treff bringen können." Die Einstellung einer Fachkraft bedeute für die Stadt zudem eine große finanziellen Verantwortung. Gleichzeitig verwies der Bürgermeister auf die Ergebnisse der aktuellen Sozialraumanalyse: "Die belegen, dass sich der Belastungswert in Schwarzenbach am Wald verbessert hat."

Zweiter Bürgermeister und CSU/ÜHL-Sprecher Matthias Wenzel sprach von "vielen offenen Fragen zu diesem Thema, die vor einer Entscheidung noch zu klären sind". Deshalb favorisiere seine Fraktion eine eigens zur Jugendarbeit terminierte Sitzung mit dem neue Kreisjugendpfleger Johannes Wurm, um Informationen aus erster Hand zu erhalten. "Auf dieser Basis sollten wir ein Konzept für die Jugendarbeit in unserer Stadt erstellen." Diesem Vorschlag folgte das Gremium geschlossen.

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Lothar Faltenbacher

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Veröffentlicht am:
27. 06. 2020
00:00 Uhr

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Lothar Faltenbacher

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Veröffentlicht am:
27. 06. 2020
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