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Schulden werden wohl steigen

Bei der Vorberatung des Helmbrechtser Haushalts sagt der Bürgermeister aber: "Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen."



Helmbrechts - So früh wie nie zuvor liegt der Entwurf für den Haushaltsplan der Stadt Helmbrechts vor. Bevor die Fraktionen den Etat 2019 behandeln, hat sich der Hauptausschuss damit beschäftigt und dem Stadtrat Zustimmung empfohlen. "Auch wenn nicht alle Einflüsse planbar sind und nicht alle Wünsche erfüllt werden können, liegt hier ein schlüssig ausfinanziertes Zahlenwerk vor", lobte Bürgermeister Stefan Pöhlmann die Arbeit von Stadtkämmerer Peter Gareis.

Die Investitionen

Investitionen sind in Höhe von 7,757 Millionen Euro vorgesehen. Die größten Ausgabeposten sind: Umbau Alte Weberei (935 000 Euro), Rückzahlung Darlehen Bayern Grund (800 000 Euro), Sanierung Altes Schulhaus in Ort (770 000 Euro), Kanalbau Gösmes (500 000 Euro), Breitbandversorgung (450 000 Euro), Straßenbau Georg-Seidel-Straße (450 000 Euro), Kanalbau Georg-Seidel-Straße (400 000 Euro), Erweiterung Volkspark (400 000 Euro).


Um alle Investitionen stemmen zu können, ist voraussichtlich die Aufnahme eines Kredits in Höhe von zwei Millionen Euro notwendig, was eine Nettoneuverschuldung von 1,485 Millionen Euro bedeuten würde. Hier sei aber das letzte Wort noch nicht gesprochen, merkte Pöhlmann an. "Eine ähnliche Formulierung hatten wir auch in den letzten Jahren im Haushaltsentwurf, wir haben aber seit 2009 kein Fremdkapital aufgenommen. Warten wir die Ergebnisse des Haushaltsjahres ab."

Im Jahr 2018 konnte trotz einiger Investitionen, der Schuldenstand um rund 457 000 auf 1,781 Millionen Euro gesenkt werden. Ende dieses Jahres könnten die Verbindlichkeiten aber 3,516 Millionen Euro betragen. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 416,86 Euro gegenüber 211,43 Euro im Vorjahr. Der Berechnung zugrunde liegt die Bevölkerungszahl: Zum 30. Juni waren 8435 Menschen mit Hauptwohnsitz in Helmbrechts gemeldet. Der Landesdurchschnitt der Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 719 Euro.

Am Anfang des Jahres steht zwar ein negativer Finanzbestand. Dies ist aber nur eine Momentaufnahme und der Tatsache geschuldet, dass die Kreisumlage statt im Januar 2019 schon im Dezember überwiesen wurde, ansonsten wäre hier ein positiver Saldo zu vermelden.

Die Steuerkraftzahl der Stadt stieg im letzten Jahr auf 8,117 Millionen Euro. Damit belegt Helmbrechts Rang sechs aller 27 Gemeinden im Landkreis Hof und Rang 32 in Oberfranken. Die Steuerkraft liegt mit 961 Euro (2018: 905 Euro) pro Einwohner über den Landesdurchschnitt von 945 Euro.

Mit maßgeblichen Einnahmen ist aus der Grundsteuer (1,138 Millionen), der Gewerbesteuer (5,1 Millionen) und der geschätzten Schlüsselzuweisung von 1,5 Millionen Euro zu rechnen. Als Gewinnabgabe der Licht- und Kraftwerke sind 1,7 Millionen zu erwarten. Darauf sind allerdings Abgaben in Höhe von 270 000 Euro an die Finanzbehörden zu entrichten. Als größte Transferaufwendungen schlagen zu Buche: die Kreisumlage (vier Millionen Euro), die Personalkostenzuschüsse an Kindergartenträger (1,873 Millionen), die Gewerbesteuerumlage (975 000 Euro), die Abwasserverbandsumlage (680 000 Euro) und die Umlage für den Gewerbepark A 9 Mitte (255 000 Euro).

Insgesamt hat der Finanzplan ein Volumen von 26 Millionen Euro.

Der Bürgermeister stellte fest, die Finanzsituation sei solide, doch seien alle Posten extrem knapp kalkuliert. Fritz Sauerteig (SPD) wollte wissen, ob wichtige Projekte auf die Folgejahre verschoben wurden. Dies verneinten die Fraktionsvorsitzenden übereinstimmend. Man habe keinen Rotstift angesetzt, manche Maßnahmen aber auf mehrere Jahre aufgeteilt. Andererseits ist die Finanzierung der Sanierung der Georg-Seidel-Straße komplett im Haushaltsjahr 2019 vorgesehen. Die dort anstehenden Arbeiten sollen beginnen, sobald es das Wetter zulässt.

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Werner Bußler
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Veröffentlicht am:
10. 01. 2019
17:44 Uhr

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Werner Bußler

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10. 01. 2019
17:44 Uhr



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