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Münchberg

Stadt Selbitz weiht neues Herzstück ein

Über 1,9 Millionen Euro kostet die Umgestaltung des Selbitzer Angers. Allein 750 000 Euro bringt die Stadt selbst auf.



Als der Regen endlich nachließ, versammelten sich die Ehrengäste am Selbitzer Anger für ein Erinnerungsfoto. Unser Bild zeigt (von links): Pfarrer Gerhard Stintzing, Bürgermeister Frank Stumpf, Naila, MdB Dr. Hans-Peter Friedrich, Architektin Susanne Augsten, den Selbitzer Bürgermeister Stefan Busch, Pfarrer Gerald Zimmermann, Bürgermeister Reiner Feulner, Schwarzenbach am Wald, Karin Töpfer von der Regierung von Oberfranken, Pastor Markus Gumpfer, MdL Klaus Adelt, Pastoralreferent Herbert Punzelt und Landrat Dr. Oliver Bär. Foto Nauck
Als der Regen endlich nachließ, versammelten sich die Ehrengäste am Selbitzer Anger für ein Erinnerungsfoto. Unser Bild zeigt (von links): Pfarrer Gerhard Stintzing, Bürgermeister Frank Stumpf, Naila, MdB Dr. Hans-Peter Friedrich, Architektin Susanne Augsten, den Selbitzer Bürgermeister Stefan Busch, Pfarrer Gerald Zimmermann, Bürgermeister Reiner Feulner, Schwarzenbach am Wald, Karin Töpfer von der Regierung von Oberfranken, Pastor Markus Gumpfer, MdL Klaus Adelt, Pastoralreferent Herbert Punzelt und Landrat Dr. Oliver Bär. Foto Nauck  

Selbitz - Das Millionenprojekt Selbitzer Anger ist gelungen: Im Rahmen des fünften Jubiläums des Tags der Städtebauförderung weihte die Stadt die "Neue Mitte Selbitz" offiziell ein. Viele Bürger sprechen hier auch vom "Wiesenfestplatz". Der ergiebige Regen am Samstagvormittag tat sicherlich den Bäumen, Sträuchern und dem Rasen am Anger gut, für die Gäste der Einweihungsfeier war das Wetter dennoch kein Debakel: Sie wichen in den neu geschaffenen Gemeinschaftsraum aus, der im einstigen alten Kino, der späteren Elektrowerkstatt, entstanden ist. Damit zeigte sich am Samstag einmal mehr, dass es die richtige Entscheidung war, den Raum neben den modernen öffentlichen Toiletten auszubauen und nicht wie ursprünglich geplant, ein Sanitärgebäude mit Aufenthaltsraum auf dem Luitpoldplatz. Fast 60 Gäste waren geladen, darunter auch unmittelbare Nachbarn, die die Bauarbeiten hautnah miterlebt hatten.

Zahlen und Daten

Umgestaltung Anger:

Baukosten: 1 298 503,97 Euro

Planungsarbeiten-Nebenkosten: 199 478,98 Euro

Grunderwerb-Rückbau Kulmbacher Straße 4: 67 256,65 Euro

Grunderwerb - Umbau Kulmbacher Straße 2 (Gemeinschaftsraum und Toilettenanlage): 397 441,43 Euro

Gesamtkosten: 1 962.681,03 Euro

Voraussichtliche Förderung: 1 211.400,00 Euro


Bürgermeister Stefan Busch sprach in seiner Rede von einem ganz besonderen Tag, bekomme die Stadt doch ihr "Herz" zurück. Groß sei die finanzielle Anstrengung gewesen, um den einst so beliebten, aber unattraktiv gewordenen "Anger" wieder zu einem Aushängeschild für die Stadt zu machen, betonte Busch. Dank des Stadtumbauprogramms West flossen Fördermittel in Höhe von 1 210 000 Euro. Dennoch habe die Stadt selbst noch 750 000 Euro aufbringen müssen, erinnerte Busch. Aber: "Der Aufwand hat sich gelohnt", zog der Bürgermeister Bilanz. Und: "Dieser Platz ist jetzt schöner, als er einmal war", sagte er mit Blick auf die Arbeit der Planerin, Landschaftsarchitektin Susanne Augsten.

MdL Klaus Adelt, der als langjähriger Selbitzer Bürgermeister die Umgestaltung des Angers vorangetrieben hatte, wusste vieles über den Platz zu erzählen, in dessen unmittelbarer Nähe sein Elternhaus steht. So erinnerte er an die Bepflanzung ab 1920, an die Aufschüttung des Angers im Zuge der Hochwasserfreilegung mit ungeeignetem Mineralbeton und nicht zuletzt an die engen Verbindungen zur daneben liegenden Zwirnerei Heinrich Bodenschatz. Erst mit dem Städtebauförderungsprogramm aus dem Jahr 1988 habe der Umbau unter Einbeziehung der Wünsche und Anregungen der Bürger eingeleitet werden können. "Jetzt ist der Anger ein extrem schöner Platz geworden", sagte Adelt. Der evangelische Pfarrer Gerald Zimmermann, der katholische Pastoralreferent Herbert Punzelt und der methodistische Pastor Markus Gumpfer stellten dann den Anger als neue Mitte unter den Segen Gottes. MdB Dr. Hans-Peter Friedrich gratulierte zu dem großartigen Projekt und dankte allen, die mitgewirkt hatten, besonders auch den ehrenamtlichen Kommunalpolitikern. Anerkennung gab es zudem für die Städtebauförderung. "Freut euch, es ist eure Stadt", waren seine Schlussworte. Landrat Dr. Oliver Bär freute sich über die Entwicklung von Selbitz, auch hinsichtlich der Gewerbeansiedlung. Dankbar solle man für das Förderprogramm sein. Als Beispiele nannte er den Bahnhof Naila und das Philipp-Wolfrum-Haus in Schwarzenbach am Wald. In seinen Dank schloss er Stadtrat und Nachbarn ein, um dann festzustellen: "Es ist wirklich eure Mitte." Zum Abschluss dankte Bürgermeister Stefan Busch allen Firmen und den städtischen Mitarbeitern für ihren Einsatz, auch bei der Vorbereitung. Anlässlich der Einweihung waren verschiedene Aktivitäten im Freien auf dem Anger geplant, mussten aber wetterbedingt abgesagt werden. Dank großer Biergarten-Schirme war es aber wenigstens möglich, sich draußen mit Bratwürsten, Bier vom Fass und anderen kulinarischen Spezialitäten zu stärken.

Autor

Hans-Dieter Nauck
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
12. 05. 2019
22:46 Uhr

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Hans-Dieter Nauck

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12. 05. 2019
22:46 Uhr



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