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Münchberg

Stammbach zieht positive Jahresbilanz

In der Bürgerversammlung spricht der Bürgermeister darüber, was die Gemeinde beschäftigt hat. Wichtig war etwa die Sanierung des Gemeindezentrums und der Breitbandausbau.



Dieses Modell zeigt, wie das Feuerwehr- und Gemeinschaftshaus Gundlitz aussehen soll. Die Arbeiten beginnen 2019.	Foto: Gemeinde Stammbach
Dieses Modell zeigt, wie das Feuerwehr- und Gemeinschaftshaus Gundlitz aussehen soll. Die Arbeiten beginnen 2019. Foto: Gemeinde Stammbach   » zu den Bildern

Stammbach - Die Kommune ist auf einem guten Weg: In Stammbach werden die Schulden, trotz großer Investitionen, bald die Millionengrenze unterschritten haben und die Einwohnerzahl ist gestiegen. Das geht aus den Zahlen hervor, die Bürgermeister Karl Philipp Ehrler bei der Bürgerversammlung bekannt gab.

Die Zahl der Einwohner wuchs im Laufe des Jahres um zwölf Bürger auf 2354 Personen an, obwohl es auch in Stammbach mehr Todesfälle als Geburten gab. Laut Bürgermeister Ehrler hat Stammbach alles dafür getan, junge Familien in die Gemeinde zu locken. Ein Plus für Stammbach sei die offene Ganztagsschule mit kostenloser Betreuung bis 16 Uhr.

Auch deshalb sind von den 21 Bauplätzen im Neubaugebiet "Weißensteinblick II" nur noch zwei übrig. Die Gemeinde sucht deshalb nach Baulücken, um interessierten Bauwilligen - "wir haben im Rathaus immer wieder Anfragen" - einen Bauplatz anbieten zu können. Aus diesem Grund appelliert die Verwaltung an Besitzer von Bauplätzen, die selbst nicht darauf bauen wollen, der Gemeinde die Flächen zu melden, damit sie diese an Bauwillige weitervermitteln kann. In der Neulandstraße hat die Gemeinde durch den Abriss eines alten Hauses mithilfe der Förderoffensive Nordostbayern selbst wieder einen Bauplatz geschaffen.

Bürgermeister Ehrler gab einige Haushaltszahlen bekannt, schickte aber vorweg: "Wir haben sehr vorsichtig kalkuliert, deshalb werden sie besser ausfallen." Bei den Gewerbesteuereinnahmen waren 530 000 Euro angesetzt. Die Kreisumlage würde um ungefähr 100 000 Euro auf 970 000 Euro steigen. Dem Vermögenshaushalt können etwa 380 000 Euro zugeführt werden. Während der Schuldenstand am Anfang des Jahres knapp 1,15 Millionen Euro betrug, werde er zum Jahresende an der Millionengrenze kratzen.

Die wichtigsten Maßnahmen im laufenden Jahr waren die Sanierung des Gemeindezentrums, der Breitbandausbau, die Planungen für die Objekte Bahnhofstraße 10, 12, 21 und 23 im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern, die Vorbereitung eines Verkehrskonzeptes für den Zentrumsbereich, das kommunale Förderprogramm zur Sanierung von privaten Leerstandsimmobilien sowie die Generalsanierung der Straße von Gundlitz nach Ziegenburg.

"Wir haben das Gemeindezentrum zukunftssicher gemacht", berichtete Ehrler, der das Projekt nochmals vorstellte. Insgesamt seien 1,2 Millionen Euro in den Treffpunkt geflossen, fast die Hälfte, 520 000 Euro, kamen aus dem kommunalen Investitionsprogramm. In den Veranstaltungsräumen sei es möglich, Feiern und Feste aller Art zu feiern. Vereine fänden beste Rahmenbedingungen vor. Außerdem habe eine Praxis für Physiotherapie Platz gefunden.

Fast abgeschlossen ist laut Ehrler der erste Teil der Breitbanderschließung. Mit Restmitteln aus dem ersten Teil werden Lücken im Ortskern geschlossen. Auch diese Arbeiten seien fast fertig. Mit dem Höfeprogramm werden letzte weiße Flecken beseitigt. Zusätzlich baut die Telekom den Innenbereich Stammbachs in Eigenregie aus. Trotzdem ist Ehrler sauer auf die Telekom. Im März 2017 sollte die Breitbanderschließung für Stammbach und Dörfer ursprünglich abgeschlossen sein. Dieser Termin sei auf November 2017 verschoben worden und jetzt seien Bereiche in Fleisnitz, Tennersreuth und Mitteleinzel immer noch nicht fertig. "Die Telekom ist eineinhalb Jahre in Verzug."

Eine "echte Sauerei" aber sei es, dass seit Mittwochvormittag vergangener Woche ein Teil Stammbachs ganz vom Breitbandnetz abgehängt ist. Bei Arbeiten am Netz ging etwas kaputt und die Telekom-Techniker seien nicht imstande, den Fehler zu beheben. Betroffen war auch das Rathaus. Am Montag brachte ein privates Unternehmen aus Münchberg das Internet im Rathaus wieder zum Laufen. "Wir überlegen, ob wir Schadensersatzansprüche gegen die Telekom geltend machen", donnerte der Bürgermeister. Zudem erwartet die Gemeinde, dass auch alle Schäden, die von den ausführenden Firmen verursacht wurden, beseitigt werden.

Hohe Zuschüsse vom Freistaat gibt es auch für die Dorferneuerung von Gundlitz. Ein altes und marodes Haus sei bereits abgebrochen und im Frühjahr 2019 sollen die Arbeiten am Feuerwehr- und Gemeinschaftshaus beginnen. Fördermittel dafür seien bewilligt.

Bei der Aussprache wollte ein Besucher wissen, wie es mit dem Straßenausbau weitergeht. Dazu erklärte der Bürgermeister, dass die Planungen für die Straße von Stammbach nach Oelschnitz und weiter nach Querenbach fertig sind. Im Frühjahr soll der Bau beginnen. Für die Straße von Förstenreuth über Weickenreuth zur Kosermühle seien die Planungen vergeben, um den Förderbescheid beantragen zu können.

Autor

Helmut Engel
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Veröffentlicht am:
06. 12. 2018
19:54 Uhr

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Helmut Engel

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06. 12. 2018
19:54 Uhr



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