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Münchberg

Viele Bauvorhaben im Fokus

Götz-Areal, Schützenhaus, Schulen, Fachwerkhaisla, Klinik: In Münchberg tut sich was. Bürgermeister Zuber präsentiert in der Bürgerversammlung einen umfangreichen Bericht.



Viele Bauvorhaben im Fokus
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Münchberg - Sehr gut besucht war die Bürgerversammlung der Stadt Münchberg im Barbaraheim, zu der Bürgermeister Christian Zuber auch fast den gesamten Stadtrat willkommen heißen konnte. In seinem Bericht zeigte der Rathauschef nochmals die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres auf und richtete den Blick dabei auch in die Zukunft.

Bürgeranfragen

Eine Anfrage hatte Jürgen Seidel eingereicht. Er monierte den Lärmschutz an der Autobahn und die neue LED-Straßenbeleuchtung. Zum Lärmschutz teilt die Autobahndirektion mit, dass dieser trotz der starken Zunahme des Lastwagenverkehrs noch ausreichend sei. Zuber erklärte, dass die Stadt, wenn bald eine dritte Münchberger Ausfahrt kommt, auf einen vernünftigen Lärmschutz drängen werde.

Heinz Walter fragte, warum auf dem Gehweg zum Gewerbegebiet Nord Lampen fehlen. Frank Müller vom Bauamt erklärte, dass es sich bei den Lampen um ein neues Produkt handle, das die Firma weiterentwickle. Deshalb habe die Firma die Lampen zur Auswertung abmontiert.

Thomas Willemsen beklagte sich, dass beim Blumenladen in der Friedhofstraße fast kein Durchkommen mehr sei. Ständig sei alles zugeparkt. Zuber kritisierte, dass jeder glaube, er müsse in den Laden fahren. In Halteverbotsschilder sieht er keinen Nutzen. "Man kann nur an den gesunden Menschenverstand appellieren."

Alexander Zink fragte nach, was die Stadt unternimmt, damit ein richtiger Halteplatz für den Fernbus eingerichtet wird. Himmelkron werde in diesem Bereich investieren und Münchberg müsse nachziehen. Der Bürgermeister erklärte, dass zunächst einmal die Verkehrssituation bei der Autobahnausfahrt geklärt werden müsse. Außerdem liege dies nicht in der Hand der Stadt, weil sie keine Grundstücke habe, auf denen eine Haltestelle eingerichtet werden könne. Zudem wollte Zink den aktuellen Stand in Sachen Frei- und Hallenbad wissen. Dazu sagte Zuber, dass die Stadt auf das Förderprogramm des Bundes warte.

Reinhard Pöhlmann hat festgestellt, dass in den Parks Bänke zum Ausruhen fehlen und es zu wenige Radwege gibt. Dazu erklärte der Bürgermeister, dass die alten Bänke ausgewechselt werden. Wo welche fehlen, sollten das die Bürger der Stadt mitteilen. Bei den Radwegen seien an den übergeordneten Straßen der Landkreis, das Land oder der Bund zuständig. Oft scheitere es daran, dass Grundstücksbesitzer ihr Land nicht verkaufen wollen.


20 Jahre ist es heuer her, dass das ehemalige Kaufhaus "Götz" in Münchberg seine Pforten geschlossen hat. Seitdem stand das Gebäude leer. Mit Unterstützung aus der Förderoffensive Nordostbayern ließ die Kommune den "Guten Laden" im Februar vergangenen Jahres abreißen. Den Architektenwettbewerb gewann ein Stuttgarter Büro. Der Neubau, der bis Ende 2021 fertiggestellt sein soll, wird auch eine Tiefgarage bekommen.

Auch schon seit 20 Jahren ist das Schützenhaus ein Thema im Stadtrat. "Und jetzt hatten wir Glück, dass wir auch damit ins Förderprogramm gekommen sind", sagte Zuber. Die Stadt warte nun nur noch auf die Freigabe der Regierung von Oberfranken. "Das Bauamt scharrt schon mit den Hufen, um endlich loslegen zu können." Realistisch gesehen werde die Bauzeit zwei Jahre betragen. Auch das "Fachwerkhaisla" und das ehemalige Schlecker-Gebäude seien bei der Förderoffensive angemeldet.

Endlich habe auch die Brandruine am von Helmbrechts kommenden Ortseingang abgerissen werden können. Inzwischen habe schon das an dieser Stelle neu gebaute Lungen- und Schlafzentrum eröffnet. Daneben entsteht das "Grüne Zentrum".

Die Großbaustelle der Zukunft werde der Klinikneubau sein, sagte Zuber. Ein schmerzlicher Moment für viele Münchberger werde der Abriss der Parkschule sein, vermutete er. "Vielleicht sollten wir auch mit einem Tag der offenen Tür Abschied nehmen." Der Neubau werde für drei bis vier Jahre massiv Beeinträchtigungen des Verkehrs mit sich bringen, weshalb die Stadt auf ein Verkehrskonzept pocht.

Am neuen Karbon- und Vliesstoffzentrum der Hochschule Hof habe sich die Parkplatzsituation zugespitzt. Zuber werde auf einen neuen Parkplatz drängen. Möglichkeiten gebe es: Die Stadt habe der Hochschule Flächen angeboten.

Ein Fest schloss die Dorferneuerung in Laubersreuth ab. In Biengarten wurden die Versorgungsleitungen verlegt, in diesem Jahr folgt der Straßenbau. Beim Neubau der Bahnhofstraße und der Pocksbrücke wurde der zweite Bauabschnitt fertiggestellt. Der Bürgermeister dankte den Gewerbetreibenden in der Bahnhofstraße, dass sie alle im August zwei Wochen Urlaub gemacht haben. "Damit hat die Baufirma zwei Wochen Arbeitszeit eingespart." In der Pilsener Straße ist der Straßenbau abgeschlossen, das Neubaugebiet ist voll bebaut. Viele junge Familien hätten dort gebaut. Nun muss die Stadt eine weiteres Neubaugebiet suchen.

Sorgen bereitet die Bayreuther Straße. Schon im vergangenen Jahr war nach einem Kanaleinbruch schnelles Handeln nötig. Dabei habe sich herausgestellt, dass der Kanal in sehr schlechtem Zustand sei. Er muss nun ab Herbst komplett erneuert werden. Die Kosten werden voraussichtlich im Bereich zwischen 800 00 Euro und einer Million liegen; dazu kommen die Straßenbauarbeiten. Denn auch die Straße muss komplett erneuert werden, was wohl 2,5 Millionen Euro und bis zu zwei Jahre Bauzeit in Anspruch nehmen wird. Zudem erneuert das Staatliche Bauamt von Mitte Juni bis Mitte August die Teerdecke der Kulmbacher Straße.

Bezahlt mache sich die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED. Am Geh- und Radweg zum Gewerbegebiet Nord hat die Stadt Solarleuchten errichten lassen. Auch die Weihnachtsbeleuchtung ist umgestellt.

Der Schlauchturm des Feuerwehrgerätehauses ist saniert. Das neue Feuerwehrauto soll Mitte des Jahres ausgeliefert werden. Vorausschauend habe die Stadt das Gelände der ehemaligen Firma Stölzel und das Eckhaus an der Stammbacher Straße gekauft, um dort Platz zu schaffen für ein neues Feuerwehrhaus.

14 neue Kinderkrippenplätze gibt es im Montessori-Kinderhaus. Die Umbaukosten betrugen mehr als eine Million Euro, seien aber hoch gefördert worden. Außerdem gibt es nun ein 180-seitiges Konzept mit verschiedenen Varianten für die Schulentwicklung. Ob es einen Schulhausneubau geben werde oder die alten Schulen renoviert werden, müsse man sehen, sagte Zuber.

Sehr aktiv sei der Jugendstadtrat gewesen, unter anderem mit Spielplatzaktionen, einer Debatte vor der Landtagswahl, einem Fußballturnier und der langen Sportnacht. Verabschiedet hat die Stadt die bisherige Seniorenbeauftragte. Ihre Nachfolgerin ist Sabine Hahn, die Leiterin des städtischen Alten- und Pflegeheims. Sie beabsichtige, einen Senioren-Beirat einzurichten.

Ein Wasserschaden im obersten Geschoss hat in der Lutherschule großen Schaden angerichtet. Im Zuge der Reparatur habe sich herausgestellt, dass auch die Balken Schäden aufweisen. Am Bürgerzentrum und am Rathaus seien die Fassaden saniert und neu gestrichen worden.

Autor

Helmut Engel
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Veröffentlicht am:
04. 04. 2019
19:48 Uhr

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Helmut Engel

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