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Münchberg

Zell legt sich auf einen Plan fest

Die Marktgemeinde hat sich für eine Variante entschieden: Im Freibad sollen Badegäste künftig in vier Becken planschen können. Jetzt geht es an die Planung der Details.



Das marode Schwimmerbecken und das Nichtschwimmerbecken werden verkleinert. Zwei weitere Becken sollen im Zeller Freibad entstehen. Foto: Schobert
Das marode Schwimmerbecken und das Nichtschwimmerbecken werden verkleinert. Zwei weitere Becken sollen im Zeller Freibad entstehen. Foto: Schobert  

Zell - Ein Baby- und Kleinkinderbecken, ein Nichtschwimmer-, ein Schwimmer- und ein Sprungbecken: Künftig soll es im Freibad der Markgemeinde Zell vier Becken geben - zwei mehr als bisher. Dafür hat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am Dienstag ausgesprochen. Mit zwei Gegenstimmen entschieden sich die Räte für die Vier-Becken-Variante des Ingenieurbüros Albrecht aus Helmbrechts und gegen die Sanierungsvariante, bei der Schwimmer- und Nichtsschwimmerbereich in einem Becken zusammengelegt werden sollten.

Neues Landesprogramm soll Bäder erhalten

Auch der Freistaat hat ein Förderprogramm für Bäder ins Leben gerufen. Laut einer Mittleilung des Landtagsabgeordneten Alexander König will man so dafür sorgen, dass Kinder "wohnortnah das Schwimmen lernen können". Insgesamt 120 Millionen Euro stellt der Freistaat bereit, bei sechs Jahren Programmlaufzeit. Der Mittelbedarf in Bayern betrage 480 Millionen Euro. Der Fördersatz werde entsprechend der individuellen Leistungsfähigkeit der Kommunen bei etwa 25 Prozent liegen.

 

Zell bekommt für die Sanierung des Bades einen Zuschuss von 1,7 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur (die Frankenpost berichtete). 2,4 Millionen Euro soll das neue Bad kosten. Damit bleiben rund 750 000 Euro bei der Gemeinde. "Eine Summe, die wir in Kauf nehmen, um am Ende wieder ein attraktives Freibad zu haben", betonte Kämmerer Werner Kreil.

 

Vor allem, weil die Waldsteingemeinde mit dem sanierten Bad künftig Kosten sparen möchte. "Das alte Bad verursachte uns jährlich ein Defizit von rund 120 000 Euro", informierte Kreil. Mit dem neuen Bad wolle man zirka die Hälfte sparen.

"Mit 2,4 Millionen Euro ist die Vier-Becken-Variante rund 140 000 Euro teurer als die Variante mit einem gemeinsamen Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken", sagte Bürgermeister Horst Penzel. "Das sollten wir in Kauf nehmen." Auch Gemeinderat Matthias Bloß betonte, dass bei einer Sanierung eine Lösung gefunden werden müsse, die alle zufriedenstellt. "Und wenn Kinder im gleichen Becken Ball spielen, in dem Schwimmer ihre Bahnen ziehen, wäre das vermutlich nicht der Fall."

Nach der Ausarbeitung des Ingenieurbüros wird es ein Baby- und Kleinkinderbecken geben, dessen Größe und Form noch nicht feststeht. Das neue Nichtschwimmerbecken wird 20 Meter mal 15 Meter groß und einen Meter tief sein. Das Schwimmerbecken wird auf 25 Meter mal 12 Meter verkleinert und 1,50 Meter tief sein. Für das Sprungbecken wird die bestehende Grube des maroden Schwimmerbeckens beibehalten. Das Becken wird zwölf Meter mal acht Meter groß sein. Die Becken werden nicht wie bisher mit Folien ausgestattet, sondern es werden stabile Edelstahlbecken entstehen.

"Die vorhandene Technik ist knapp 50 Jahre alt und muss deshalb ebenfalls komplett erneuert werden", informierte Kreil außerdem. Eine Ultrafiltrationsanlage, die das Wasser von allen Keimen befreien soll sowie ein sogenanntes Schwallwasserbecken werden angeschafft und in einem neuen Technikgebäude untergebracht. "Das alte Gebäude werden wir wohl abbrechen." Zum Beheizen des Wassers wolle man entweder auf eine Absorberanlage oder auf Photovoltaik zurückgreifen. "Diese Details werden jetzt ausgearbeitet", sagte der Kämmerer.

Im September steht ein Treffen in Bonn mit dem zuständigen Ministerium an. Deshalb müssen die Räte zeitnah über die Detailplanung abstimmen. Dann heißt es abwarten. Werner Kreil sagt: "Nach dem Treffen warten wir auf den Bewilligungsbescheid. Dann kann es losgehen."

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Nadine Schobert

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Veröffentlicht am:
12. 06. 2019
20:40 Uhr

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Nadine Schobert

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12. 06. 2019
20:40 Uhr



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