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Aus dem Gemeinderat Issigau

"Eine Ablehnung ist nicht möglich, nur eine Stellungnahme", fasste Bürgermeister Dieter Gemeinhardt die Diskussion zur 27. Änderung des Flächennutzungsplanes und Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Sonderbaugebiet PV-anlage Berg-Süd an der A9" zusammen.



Issigau - Frevel an der Natur, Schizophrenie, da Ackerflächen als Ausgleichsflächen genommen werden sollen und ökologischer Unsinn waren nur einige wenige, teils schon verärgerte, Äußerungen der Räte bezüglich des Bauvorhabens auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Berg. Bürgermeister Dieter Gemeinhardt informierte, dass der B-Plan, unter anderem zur Vermeidung einer Gefährdung des Grundwassers, um die Einteilung der Flächen in drei unterschiedliche Anforderungsstufen gemäß des hydrogeologischen Risiko verlas die Stellungnahme der Gemeinde und erklärte, dass die Autobahn A9 auf einer Anhöhe verläuft und als Wasserscheide zu sehen ist und zudem in westlicher Richtung das Speise- und Einzugsgebiet des Issigbaches liegt. Die Gemeinde verweist auf die zurückliegenden lokalen Starkregenereignisse in den Jahren 2001 und 2002, bei denen der Issigbach für nicht unwesentliche Überschwemmungen im Gemeindegebiet sorgte. "Issigau ist als hochwassergefährdet einzustufen, deshalb sieht die Gemeinde Issigau die Gefahr, dass sich durch die Rodung des Waldes im Einzugsgebiet des Issigbaches das Rückhaltevermögen des Regenwassers bei Starkregen negativ auswirkt und so weitere Überschwemmungen im Gemeindegebiet drohen", verlas das Gemeindeoberhaupt und erinnerte an die bereits durchgeführten Hochwasserentlastungsmaßnahmen im Ortskern und darüber hinaus auf die durchgeführten Baumaßnahmen wie Anlegung von Wasserschleifen zur Reduzierung der Fließgeschwindigkeit am oberen Lauf des Issigbaches. Zudem ist die Gemeinde durch das Hochwassermanagement Selbitz-Issigbach mit in die Verantwortung einbezogen. "Die Gemeinde sieht, unter Berücksichtigung der Sachverhalte die Abholzung der 40 Hektar großen Waldfläche für die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage als "kontraproduktiv" zu den bereits getätigten Hochwasserschutzmaßnahmen für das Gemeindegebiet von Issigau an", fasste Bürgermeister Gemeinhardt zusammen und nannte als weiteren Punkt erhebliche Bedenken die Entnahme von großen Waldflächen im Einzugsgebiet, der einzigen Trinkwassergewinnungsanlage von Issigau im Issigbachtal, die dadurch nachteilig beeinflusst wird.

Issigau - Bürgermeister Dieter Gemeinhardt berichtete über die geänderte Linienführung des Flüsseradweges, dessen Vertragsunterzeichnung für Planung, Finanzierung und Bau bereits stattfand. Übrigens ein 15-Millionen-Projekt. Zwölf Kommunen sind an dem großen Bauprojekt mit den Märkten Stammbach und Oberkotzau, den Städten Münchberg und Schwarzenbach an der Saale sowie den Gemeinden Weißdorf, Döhlau, Regnitzlosau, Köditz, Feilitzsch, Töpen, Berg und Issigau beteiligt, und auch dabei die Gemeinde Pottiga in Thüringen. "Der Flüsseradweg soll auf einem Teilstück auf dem früheren Plattenweg entlang der Grenze auf thüringischer Seite verlaufen", erläuterte Bürgermeister Gemeinhardt und berichtet von Planungen, diesen dann ab der Fußgängerbrücke auf Höhe der ehemaligen Blankenberger Papierfabrik weiter auf der so genannten "Pferdebahn" nach Blankenstein verlaufen zu lassen. "Dies ist aber noch nicht sicher", unterstrich Gemeinhardt und informierte, dass die Gemeinden für den jeweiligen notwendigen Grunderwerb zuständig sind. Die Gemeinde Issigau strebt den Bau eines Radweges von der Fußgängerbrücke Blankenberg entlang der Kreisstraße HO8 bis zur Abzweigung nach Issigau an. Hermann Feulner, SPD, fragte nach der Finanzierung und Bezuschussung dieses Radwegeteilstückes und auch, ob die beschlossene Finanzierung für die kommenden zehn Jahre für den Flüsseradweg trotz der geänderten Linienführung bestehen bleibt. Seiner Berechnung nach braucht es anstatt der geplanten 65000 Euro nur 42000 Euro. Auch wollte Ratsmitglied Feulner wissen, wie viel Grundstückseigentümer hinsichtlich des Radweges entlang der Kreisstraße angefragt werden müssten. Bürgermeister Dieter Gemeinhardt sprach von fünf und dass die Gemeinde froh sein müsse, dass der erstrebte Radweg Aufnahme gefunden hat und man über die Förderung und Bezuschuss noch nichts sagen könne, da noch keine konkrete Planung vorliegt. "Bisher gibt es lediglich einen Strich auf dem Plan", merkte Gemeinhardt an und informierte, dass entlang der Gemeindeverbindungsstraße von Kemlas nach Issigau kein separater Radweg entstehen wird, da die Verkehrsbelastung zu gering sei. Es erfolgte die Verlesung der umfangreichen Vereinbarung mit der Information, dass die Abrechnung und Ermittlung der tatsächlichen Kosten erst nach Abschluss der Investitionsmaßnahmen erfolgen wird. "Es ist noch viel offen und wir werden uns sicherlich noch öfter mit dem Thema Flüsseradweg beschäftigen", bilanzierte Bürgermeister Dieter Gemeinhardt. S.Hüttner

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11. 04. 2019
13:38 Uhr

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