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Bad Stebener melden sich rege zu Wort

Die Bürgerversammlung ist gut besucht. Viele Besucher äußern Anregungen oder Kritik. Ihre Themen reichen von Baumfällungen bis Tourismus.



Bad Steben - Gut besucht war die Bürgerversammlung für Bad Steben und den Ortsteil Obersteben im katholischen Pfarrsaal. Die Bürger hatten zahlreiche Fragen und Anregungen. Bürgermeister Bert Horn hielt zunächst ausführlich Rückschau. Er erwähnte unter anderem die Wahl der Vertreter für das Kreisjugendparlament mit Max Egelkraut und Jonas Horn, die Investition von 20 000 Euro für neue Spielgeräte auf drei Spielplätzen und die Unterschreibung des Vertrags bis 2022 mit den Landfestwirten für das Heimat- und Wiesenfest. Weiter erwähnte Horn die konstanten Einwohnerzahlen, die Thermenerweiterung und das Freibad. Die Dorferneuerung Carlsgrün mit dem Projekt "Dorfgemeinschaftshaus mit Feuerwehrstellplatz" ist angelaufen, die Poststraße soll in der kommenden Woche eine Tragschicht erhalten, sodass die Befahrbarkeit über die Wintermonate sichergestellt ist. "Es gab hier Verzögerungen durch nicht ordnungsgemäß verlegte Leitungen seitens der Firmen Telekom und Bayernwerk, die letztlich zehn weitere Wochen nach sich zogen", erläuterte Horn.

Als Vorhaben 2020 und darüber hinaus listeter der Bürgermeister auf: die Aufstellung eines Sanierungskonzeptes für die Bachwiesenstraße, die Erstellung eines Kanalkatasters und den Bau eines Regenüberlaufbeckens an der Höller Straße sowie die Sanierung kommunaler Anwesen und auch der Aussegnungshalle im Friedhof.

 

Bei den zahlreichen Wortmeldungen ging es unter anderem darum, dass sich der Marktgemeinderat Bad Steben neben dem Gemeinderat Berg gegen einen sechsten Einkaufsmarkt in Naila ausgesprochen hat. "Wir haben nach Aussage von Bürgermeister Horn rund 50 000 Gäste im Jahr und 3405 Einwohner - und da besteht keine Möglichkeit einen weiteren Lebensmittelmarkt anzusiedeln?", fragte Rainer Söllner. Horn erläuterte, dass er schon mehrfach bei potenzielle Betreibern angefragt habe. "Lediglich Aldi erteilte eine klare Absage, andere äußerten sich ausweichend." Auch Vertreter von Rewe seien beim ihm im Büro gesessen. Horn sprach sich "im Sinne einer gedeihlichen Entwicklung für die gesamte Region" gegen einen weiteren Lebensmittelmarkt in Naila aus. "Der angedachte sechste Markt in Naila sollte in einer anderen Kommune angesiedelt werden", betonte der Bürgermeister. In Geroldsgrün und Lichtenberg sei kein Markt etabliert, und auch Bad Steben hätte gerne einen zweiten Lebensmittelmarkt. Entsprechende Grundstücke an gut befahrenen Straßen gebe es.

 

Eine Frage gab es bezüglich der unterschiedlichen Straßenbeleuchtung von Gelblicht und LED. Horn erklärte, dass sich im Gemeindegebiet zirka 1000 Straßenleuchten befinden und eine Umrüstung nur Zug um Zug stattfinden könne.

 

Ein Bürger beschäftige sich mit den Leerständen und der Frage, wie es in fünf Jahren aussehen wird. "Es ist ja gut, wenn man Bad Steben positiv darstellt - aber trotzdem sollte man die Gegebenheiten nicht außer Acht lassen", stellte der Besucher fest. Horn stimmte zu, dass manche Bereiche optisch verbesserungswürdig und Leerstände nicht von der Hand zu weisen seien. "Die Marktgemeinde ist aktiv, aber wir können nicht alle leer stehenden Gebäude aufkaufen und durch Sanierung dem Wohnungsmarkt zuführen", betonte der Bürgermeister. Er erinnerte an das vom Marktgemeinderat im Sommer beschlossene kommunale Förderprogramm zur Modernisierung von Wohnraum und zur Revitalisierung von Geschäftsraum, dass den innerörtlichen Leerständen entgegenwirken soll. "Die mögliche Förderung beträgt bis zu 30 Prozent der anrechenbaren Kosten", erklärte Horn. Diese Finanzspritze sollte auch genutzt werden.

 

Zum Thema Tourismus: Hans Diezel bewertete das geplante Hotel in Oberkotzau und die genannten Motive des Investors mit touristischen Fortschritten im Fichtelgebirge und Frankenwald - Bikepark auf dem Kornberg, Hängebrücken im Frankenwald - als positiv. "Da sollten die Verantwortlichen auch etwas nach Bad Steben holen", unterstrich Diezel.

 

Die Baumfällarbeiten im unteren und oberen Kurpark kritisierte Diezel scharf, wissend, dass diese nicht durch die Gemeinde erfolgt sind. "Auf Deutsch gesagt, ist das eine Sauerei, was da passiert ist. Es kann weder als Baumpflege bezeichnet werden noch dem Borkenkäfer zugeschoben werden, da nicht nur Fichten der Aktion zum Opfer fielen." Horn merkte dazu lediglich an, dass dies in staatlicher Zuständigkeit liege.

 

Ein Bürger wollte wissen, was denn mit dem unter Denkmalschutz stehenden alten Bobengrüner Rathaus passiere, wenn die Krippe auszieht. Bürgermeister Bert Horn erklärte, dass auch nach dem Auszug der Krippe das Gebäude nicht leerstehen werde. "Im ersten Obergeschoss befinden sich das Heimatmuseum und die Darstellung des Planetenweges, und auch Archivmaterial ist gelagert", erläuterte der Bürgermeister. Es sei Aufgabe des künftigen Marktgemeinderates, sich über die weitere Nutzung des Gebäudes Gedanken zu machen. "Ob das Museum ins Erdgeschoss umzieht und in den Obergeschossen Wohnungen entstehen, muss man abwarten. Möglich ist vieles." Den Vorschlag, das alte Rathaus zum Dorfgemeinschaftshaus umzufunktionieren, favorisiert Bürgermeister Horn nicht; diese Möglichkeit sieht er eher beim Feuerwehrhaus.

Ein weiterer Bericht folgt.

Autor

Sandra Hüttner
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Veröffentlicht am:
15. 11. 2019
17:34 Uhr

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Sandra Hüttner

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Veröffentlicht am:
15. 11. 2019
17:34 Uhr



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