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Blick in den neuen Stollenabschnitt

Im Friedrich-Wilhelm-Stollen ist ein neuer Abschnitt freigelegt. Darüber können sich die Besucher eines Fests am 16. September genauer informieren.



Es hat fast den Anschein, als würde der Felsen bluten: Stollenführerin Helga Lamprecht zeigt einer Besuchergruppe im Friedrich-Wilhelm-Stollen die bunten Mineralsinter, die sich auf dem Alaunschiefer gebildet haben.	Foto: Rost
Es hat fast den Anschein, als würde der Felsen bluten: Stollenführerin Helga Lamprecht zeigt einer Besuchergruppe im Friedrich-Wilhelm-Stollen die bunten Mineralsinter, die sich auf dem Alaunschiefer gebildet haben. Foto: Rost  

Lichtenberg - Der Förderverein des Friedrich-Wilhelm-Stollens hat in diesem Jahr gleich zwei Gründe zum Feiern: Der Verein begeht sein 25. Jubiläum und das jüngste Sanierungsprojekt ist erfolgreich abgeschlossen. Wie berichtet, hatten tschechische Bergleute durch einen seit vielen Jahrzehnten verbrochenen Abschnitt einen Stollen getrieben und diesen mit Stahlausbau gesichert.

Besuchersaison

Die reguläre Besuchersaison im Friedrich-Wilhlem-Stollen geht bis Ende Oktober. Jeweils samstags, sonn- und feiertags finden um 11, 13 und 15 Uhr Führungen statt. Eine Ausnahme besteht am 16. September. Um 11 Uhr findet eine normale Führung statt, die Termine um 13 und 15 Uhr entfallen. Um 16 und 17 Uhr präsentiert der Verein Foto-Impressionen vom neu erschlossenen Stollenabschnitt. Bei den anschließenden Führungen können die Teilnehmer einen Blick in den freigelegten Stollenabschnitt werfen, der für Besucher noch nicht zugänglich ist.

 

Zur Feier haben sich die Lichtenberger Bergbaufreunde einen ganz besonderen Tag herausgesucht: den bundesweiten Tag des Geotops am 16. September. Unter Geotopen versteht man Relikte der Erdgeschichte - also Mineralien, Fossilien oder Gesteine, die an Felsen, in Steinbrüchen oder in Bergwerken sichtbar sind und die für Wissenschaftler einen besonderen Wert haben.

 

An diesem 16. September, dem ersten Sonntag nach Ende der Sommerferien, ändert sich der Zeitplan für die regulären Stollenführungen. Außerdem gibt es zusätzliche Attraktionen. Von 11 bis 17 Uhr findet eine Mineralienbörse statt. Der Erlös aus dem Verkauf geht als Spende an den Förderverein für den weiteren Ausbau des Besucherbergwerks. Für Kinder bietet der Verein über Tage ein Edelsteinwaschen an. Ebenfalls von 11 bis 17 Uhr können die Kinder in Goldwaschpfannen ein Gemisch aus Kies und einigen rundgeschliffenen Mineralien durchsuchen und die dabei gefundenen Edelsteine behalten. Um 11 Uhr findet eine reguläre Stollenführung statt. Wegen einer vereinsinternen Veranstaltung entfallen die regulären Führungen um 13 Uhr und um 15 Uhr. Dafür bietet der Verein um 16 Uhr und um 17 Uhr zwei Sonderführungen an, die jeweils eineinhalb Stunden dauern. Dabei zeigen die Verantwortlichen des jüngsten Sanierungsprojektes in einer Bildpräsentation Impressionen vom neu erschlossenen Stollenabschnitt. Bei den anschließenden Führungen können die Besucher vom Ende der bisherigen Führungstrasse in diesen hinteren Abschnitt des Friedrich-Wilhelm-Stollens hineinblicken.

Dieser Bereich ist für Besucher jedoch noch nicht begehbar, weil längs des Stollens ein Graben verläuft, durch den das Wasser abfließt. Immerhin ließ Alexander von Humboldt als preußischer Bergbeamter den Friedrich-Wilhelm-Stollen von 1793 an zur Entwässerung der Lichtenberger Kupfer- und Eisenerzbergwerk vortreiben. Im Bereich der bisherigen Führungstrasse des Besucherbergwerks fließt dieses Grubenwasser unter Stahlgitterplatten, teilweise auch durch Abwasserrohre.

Während der Verein sein 25. Jubiläum feiert, ist das Lichtenberger Besucherbergwerk etwas jünger. Im Jahr 1995 fanden die ersten Führungen auf einer nur 50 Meter langen Strecke statt. Im Herbst 1995 sanierte der Verein einen 30 Meter langen Abschnitt und baute 1996 einen weiteren aus. Nach der Freigabe durch das Bergamt dürfen die Stollenführer ihre Gäste auf einer insgesamt 190 Meter langen Strecke führen. Die größten Sehenswürdigkeiten entlang der bisherigen Trasse sind bunte Mineralausscheidungen auf einem erzhaltigen Alaunschiefergestein und fluoreszierende Mineralien.

Autor

Werner Rost
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Veröffentlicht am:
29. 08. 2018
17:12 Uhr

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95192 Lichtenberg
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Werner Rost

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17:12 Uhr



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