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Naila

Die Bibel ist wie eine Taschenlampe

In der evangelischen Schule Naila ist bis 18. Juli die Bibel-Ausstellung "Abgestaubt" zu sehen. Sie beleuchtet das "Buch der Bücher" aus ungewöhnlichen Perspektiven.



Martin Baidinger, Annika Lieder und Stefanie Hildner (von links), Studierende der Bibelschule Brake, führten durch die Bibelausstellung. Foto: Hüttner
Martin Baidinger, Annika Lieder und Stefanie Hildner (von links), Studierende der Bibelschule Brake, führten durch die Bibelausstellung. Foto: Hüttner  

Naila - Sechs Stationen laden ein, der Bibel auf die Spur zu kommen, mit vielen Bildern, alten Ausstellungsstücken, Dingen zum Anfassen, zum Herstellen und Entdecken. Die mobile Bibelausstellung "Abgestaubt" ist bis Donnerstag, 18. Juli, in der evangelischen Schule in Naila zu Gast.

Gut zu wissen

Die Ausstellung in der evangelischen Schule Naila ist täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Sie ist für Besucher ab zehn Jahren konzipiert und besonders für Schulklassen (Führungen sind auch für Grundschulklassen möglich), Konfirmandengruppen, Jugendgruppen, Erwachsenenkreise, Seniorenkreise und interessierte Einzelpersonen gedacht. Der Eintritt und die Führung sind frei. Gruppenführungen sind auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten möglich; um vorherige Terminabsprache wird unter der Telefonnummer 09282/932788-0 oder im Internet unter abgestaubt@evangelische-schule-naila.de gebeten.

Die Bibelschule Brake in Lemgo-Brake bietet seit 1959 eine dreijährige theologische Ausbildung für haupt- oder nebenberufliche Tätigkeiten in Gemeinde und Mission an.

www.bibelschule-brake.de

 

Sie ist für jedermann offen und wird von Studierenden der Bibelschule Brake, Annika Lieder, Stefanie Hildner und Martin Baidinger, im Rahmen eines Praktikums betreut. Ihnen steht zur theologischen Betreuung Michael Kotsch zur Seite. Die unterschiedlichen Schwerpunkte der Ausstellung orientieren sich an dem jeweiligen Alter der Besucher.

 

Bevor sie offiziell eröffnet wurde, fand in der Mensa der evangelischen Schule ein Einführungsprogramm statt. Schulleiterin Annette Weirich begrüßte zahlreiche Ehrengäste und tat dies nach dem Alphabet, beginnend mit André Adam und den weiteren Mitgliedern des Schulträgers; es folgten Dekan Andreas Maar mit Pfarrern und weiteren Mitarbeitern des Dekanats, stellvertretender Bürgermeister Adolf Markus, Schulamtsdirektor Stefan Stadelmann und viele weitere, nicht zu vergessen die Schülerinnen und Schüler der sechsten und achten Jahrgangsstufe, die musikalisch und informativ die Feierstunde umrahmten.

Alle zusammen stimmten in den Kanon "Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn" ein. Dekan Andreas Maar bekannte, dass er sich schon den ganzen Tag über Gedanken über eine Taschenlampe gemacht habe. Also verglich er die Bibel mit einer Taschenlampe; beides mache Licht und zeige, wie man Aufgaben und das Leben meistern kann. "Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege", lautete der von Dekan Maar auserwählte Bibelspruch.

Stellvertretender Bürgermeister Adolf Markus erinnerte an seine Zeit in dem Schulhaus, erst als Auszubildender, dann als Lehrer, und auch daran, dass man als Kind zwangsweise in der Bibel habe lesen müssen. "Aus meiner jetzigen Erfahrung weiß ich aber, dass die Psalmen trösten und Kraft geben können." Auch die in der Bibel zu findenden Grundwerte sprach Markus an; Menschen, die die Grundwerte leben und pflegen, würden gebraucht.

Der Chor der Dritt- und Viertklässler begeisterte mit einem fetzigen Bibellied, Sechstklässler überreichten an Ehrengäste deren künstlerisch gestalteten Konfirmationsspruch, und Achtklässler gaben mit einer Präsentation Einblick in die Ausstellung, erläuterten die Themen und auch ihre Interviews mit Nailaer Bürgern, die gefragt wurden, ob sie eine Bibel besitzen und darin lesen. 93 Prozent der Befragten gaben an, in der Bibel zu lesen, 33 Prozent sogar wöchentlich, manche auch täglich.

Schulleiterin Annette Weirich berichtete von vielen Interessenten, die sich durch die Bibelausstellung führen lassen wollen. "Aber es sind natürlich noch Termine frei", unterstrich sie.

Die Ausstellung ist multimedial unterstützt, man kann berühren und entdecken. Sie zeigt auch wertvolle Stücke, zum Beispiel Exemplare der ersten gedruckten Bibeln und einige verzierte Bibeln des Mittelalters. Sie behandelt zahlreiche Themen wie die Entstehung und Überlieferung der Bibel, Einflüsse auf Literatur, Kunst und Film, natürlich auch Martin Luther, Bibel-Rekorde, Verbreitung der Bibel und vieles mehr. Zu all dem gibt es Informationen an großen Bildtafeln.

Für die Kleinen gibt es eine Spielecke mit der "Arche Noah", die Möglichkeit, aus Papyrus Lesezeichen zu erstellen und in einer großen Kiste, gefüllt mit Gips, nach Schätzen zu schürfen. Die kleinste Bibel kann unter dem Mikroskop bestaunt werden, und per Kopfhörer kann man in Luthers Tagebuch hineinhören. Per QR-Codes auf den Bildertafeln lassen sich auf einem Laptop Videos abrufen.

Die Bibel ist das erfolgreichste Werk der Weltliteratur, das meistgedruckte, am häufigsten übersetzte und am weitesten verbreitete Buch. Doch wie ist sie überhaupt entstanden, wer hat bestimmt, welche Bücher dazugehören, und warum löst die Bibel so viele Diskussionen aus? Diese und viele weitere Fragen beantwortet die Wanderausstellung, und auch die Studierenden stehen für Fragen und Antworten parat.

Autor

Sandra Hüttner
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
10. 07. 2019
18:06 Uhr

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Sandra Hüttner

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10. 07. 2019
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