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FDP fordert gute Konzepte für Brücken-Tourismus

Der Kreisverband plädiert für Strategien, die Besucher längere Zeit in der Region halten. Außerdem machen sich die Liberalen für eine Akku-Fabrik stark.



Helmbrechts - Unter dem Motto "Ökologie und soziale Marktwirtschaft versöhnen" haben sich die Mitglieder des FDP-Kreisverbandes Hof-Land in Helmbrechts zur Hauptversammlung getroffen. Schwerpunkt war die Debatte um die Positionierung für die Landtagswahl.

Die FDP Hof-Land fordert einen Modell-Landkreis für autonomes Fahren. Vorsitzender Klaus Horn führte aus, dass autonomes Fahren viele Mobilitätsprobleme lösen könnte und dass gerade im Landkreis mit seiner demografischen Struktur die Mobilität im Alter eine der größten Herausforderungen sei.

Die Kreis-FDP fordert weiter, dass sich die zuständigen Stellen im Landratsamt um den Standort für eine Akku-Fabrik bemühen sollen. Mit der Entscheidung der Staatsregierung, an der Universität Bayreuth ein Batterieforschungszentrum anzusiedeln, steige die Attraktivität der Region als Standort für Investitionen im Bereich der Akku-Herstellung. Der Landkreis Hof habe zudem noch die benötigten Rohstoffe mit den größten Lithiumvorkommen in Tschechien quasi vor der Haustür. "Hier muss der Weg konsequent weiter fortgeführt werden und auch die Hochschule Hof muss mit Fachbereichen ausgestattet werden." Technologische Leuchtturmprojekte mit qualifizierten Arbeitsplätzen könnten die Region auch für junge Menschen attraktiv machen.

Den Bau der Höllentalbrücke begrüßt der Kreisverband grundsätzlich. Allerdings müsse das Landratsamt auch hier Tempo machen. Bisher fehle eine Vorstellung, wie die Besucher zur Brücke kommen, wie die Gäste für längere Zeit in der Region gehalten werden und wie eine nachhaltige Finanzierung aussehen könne. Auch für Leuchtturmprojekte wie Höllentalbrücken, Arte Noah in Rehau/Neuhausen oder Mountain-Bike-Park am Kornberg, müsse es tragfähige finanzielle Konzepte geben. "Es darf nicht passieren, dass die Steuerzahler im Landkreis auf unkalkulierbaren Kosten sitzen bleiben, nur weil es gerade Fördergelder gibt."

Zudem mahnt die Kreis-FDP den Lückenschluss durch die Bahn nach Thüringen an. Als Alternative zum Lückenschluss der ehemaligen Höllentalbahn fordert sie eine Machbarkeitsstudie und eine Trassenprüfung über Bad Steben hinaus nach Blankenstein. "Eine Vollendung des Lückenschlusses ist im Hinblick auf die geplante touristische Erschließungen im Frankenwald zu fordern."

Die FDP Hof-Land will sich außerdem für Kinderbetreuung an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr stark machen, die auf Kreisebene koordiniert werden müsste. Dazu Klaus Horn: "Wer passt auf das Kind einer Krankenschwester oder Altenpflegerin auf, wenn sie in der Sommerferienzeit Nachtdienst hat? Wir müssen jungen Familien Hilfen anbieten, um Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen."

Das Thema Insekten- und Bienenschutz spielte ebenfalls eine wichtige Rolle. Auch die Gemeinden vor Ort können nach Meinung des Vorsitzenden geeignete Maßnahmen durchführen, wie die Pflanzung von Obstbäumen statt Ahorn. Auf kommunalem Grund könnten Wildwiesen stehen gelassen oder Insektenhotels aufgestellt werden. Mit LED-Beleuchtung würden weniger Insekten sterben.

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Veröffentlicht am:
15. 07. 2018
18:28 Uhr

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15. 07. 2018
18:28 Uhr



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