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Naila

Gaudi für Groß und Klein: Eierwalchen in Naila

Jedes Jahr kullern Hunderte Ostereier den Hang am Ludelbach-Freitzeitgelände hinunter. Heuer nahmen 200 Menschen am beliebten Oster-Brauch in Naila teil.



Die elfjährige Maja Hader bedient die Startmaschine.
Die elfjährige Maja Hader bedient die Startmaschine.  

Naila - An Ostern herrschten sommerliche Temperaturen - deshalb haben die Teilnehmer des Eierwalchens am Ludelbach-Freitzeitgelände ihre Picknickdecken ausgepackt. So konnten sie in aller Ruhe die spannenden Wettkämpfe beobachten. Das Eierwalchen, das die Nailaer Ortsgruppe des Nailaer Frankenwaldvereins gemeinsam mit der Stadt Naila heuer zum 34. Mal veranstaltete, ist ein alter Brauch, den es nur in Naila gibt.

Die Gewinner

Kinder: 1. Anna Pickl, 2. Lea Gebelein, 3. Bea Böhme;

Feriengäste: 1: Lutz Braun aus Musberg bei Stuttgart, 2. Martin Stöcker aus Helmbrechts, 3. Tobias Beiergrößlein aus Bad Steben;

Nailaer: 1. Franziska Bauer, 2. Claudia und 3. Jochen Sauter.

 

Fast 200 Teilnehmer gingen in den drei Kategorien Kinder, Feriengäste und Nailaer an den Start, weit mehr beobachteten das Schauspiel der zu Tale rollenden bunt gefärbten Eier. Walchkönig in diesem Jahr wurde Lutz Braun aus Musberg bei Stuttgart, gefolgt von den Finalisten der Gruppe "Nailaer" mit Franziska Bauer und der Gruppe "Kinder" mit Anna Pickl.

 

Die Regeln sind einfach: Jeder, der Renn-Eier mitbringt, kann mitmachen. Wer keines dabei hat, bekommt "Noteier" vom Veranstalter. Die Eier werden in die Eierstartmaschine oben auf dem Hügel gelegt. Wenn die Trillerpfeife ertönt, öffnet der Starter die Maschine und die Eier rollen den Hügel hinunter. Derjenige, dessen Ei am weitesten rollt, darf die anderen Eier einsammeln, mitnehmen und an der nächsten Runde teilnehmen.

20.04.2019 - Eierwalchen in Naila - Foto: Sandra Hüttner

Eierwalchen in Naila Naila
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Die Sieger der drei Wertungsgruppen treten am Schluss gegeneinander an. Die drei Erstplatzierten jeder Kategorie erhalten je eine Urkunde und eine Medaille. Der Gesamtsieger ist ein Jahr lang der Eierwalch-König.

Wie das Ei beschaffen sein sollte, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen glauben, dass runde Eier schneller als ovale rollen, andere halten hartgekochte für die bessere Alternative zu weichgekochten Eiern. Es gibt zudem Diskussionen, ob sie naturbelassen, bemalt, verziert oder gar poliert werden sollten.

Das Geheimnis des perfekten Renn-Eies wurde bisher nicht gelüftet, denn Jahr für Jahr gibt es neue Geschichten und weitere Tüfteleien unter den Startern. Deshalb bleiben die Wettkämpfe Jahr für Jahr spannend - voller Emotionen und Dramatik.

Das Eierwalchen war früher nur den unverheirateten Männern der Stadt vorbehalten, die unter sich am Ostersamstag den Walchkönig suchten. Damals wie heute lautet das Ziel, das Osterei so geschickt wie möglich den Hang hinunterrollen zu lassen, sodass es für die anderen Mitstreiter nicht mehr einzuholen ist und vor allem am weitesten rollt. Zwischenzeitlich geriet der über 100 Jahre alte Brauch durch die Kriegswirren in Vergessenheit. Der Frankenwaldverein rief den Wettbewerb vor über 30 Jahren wieder ins Leben. Heute darf aber jeder starten - unabhängig von Geschlecht oder Alter. Seitdem kullern, hopsen und springen am Ostersamstag viele Ostereier den Hügel hinunter und werden mit Anfeuerungsrufen begleitet.

Starter war in diesem Jahr wieder Marco Hader; der neue Obmann der FWV-Gruppe, Wolfgang Schäfer, agierte als Vermesser. Er kam bei den nicht eindeutigen Fällen zum Einsatz, wenn etwa zwei Eier auf den ersten Blick an gleicher Stelle lagen. Dann spannte man ein Seil und maß aus.

Einen Wechsel gab es an der Startmaschine. Seit 2013 agierte hier Simon Hader, der darauf achtete, dass die Eier richtig eingelegt werden und nach dem Pfiff die Klappe öffnete. Er hatte das Amt nun an seine elfjährige Schwester Maja übergeben, die konzentriert ihres Amtes waltete.

Damit keiner einmal zu viel startete, kontrollierten Paul-Bernhard Wagner uns seine Frau Lena die "Tickets".

Der Walchkönig stand schon nach zwei Stunden fest. Er erhielt den "Ei-Pott", Medaille und Urkunde sowie jede Menge Eier. Denn dem Sieger gehören nicht nur die Walcheier der Konkurrenten, sondern auch die "Ketscha", also Eier, die auf dem Weg ins Ziel kaputt gegangen sind.

Autor

Sandra Hüttner
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Veröffentlicht am:
20. 04. 2019
21:32 Uhr

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Sandra Hüttner

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Veröffentlicht am:
20. 04. 2019
21:32 Uhr



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