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Hängebrücken ja - aber nur mit Reißleine

Die SPD im Hofer Land sieht das Projekt im Höllental positiv. Doch es gebe noch viele Fragezeichen.



Zwei Hängebrücken über das Lohbach- und das Höllental sollen Einheimischen und Touristen den Blick über die Schönheit des Frankenwalds aus einer einmaligen Perspektive ermöglichen.
Zwei Hängebrücken über das Lohbach- und das Höllental sollen Einheimischen und Touristen den Blick über die Schönheit des Frankenwalds aus einer einmaligen Perspektive ermöglichen.  

Landkreis - Die SPD im Hofer Land hat in ihren jüngsten Sitzungen ausführlich das Thema "Hängebrücken im Höllental" diskutiert. Klaus Adelt wies dabei darauf hin, dass er der Sache zwar grundsätzlich aufgeschlossen gegenüberstehe, ein abschließendes Urteil über die Brücken aber aufgrund zu vieler offener Fragen unseriös wäre. "Die CSU ist einfach dafür, dabei gibt es noch keine belastbaren Aussagen zum Beispiel zur Infrastruktur, zum Naturschutz und zur Sicherung regionaler Wertschöpfung. Bisher wurde nur die technische Seite geprüft."

Daniel Hohberger unterstrich, dass die Idee sicher eine große Chance sein könne. Aber wenn man mit den Menschen in den betroffenen Ortschaften rede, dann wisse man, dass es auch große Bedenken gibt. Die Bevölkerung sei mittlerweile gespalten. Das müsse man unbedingt beachten und ernst nehmen. "Ich fordere einen echten Beteiligungs-Prozess, der auf Augenhöhe stattfindet", so der Vorsitzende der Nailaer SPD. Er begrüße die Bereitschaft der Planer zu Veränderungen im Projekt und ist gespannt auf den weiteren Prozess. "Als Kreis-SPD werden wir den auch weiterhin intensiv - und wenn nötig auch kritisch - begleiten."

Uli Scharfenberg machte die Meinung der Kreistagsfraktion deutlich: Der weitere Prozess sei stets "auf Reißleine" zu sehen. Sollten sich im Zuge der Gutachten und der Bürgerbeteiligung Probleme ergeben, die nicht oder unzureichend geklärt werden können, müsse man jederzeit aus dem Projekt aussteigen können. "Alles andere wäre fatal." Besonders liege ihm dabei die Umweltverträglichkeit des Projektes am Herzen. Er machte außerdem deutlich, dass es ohne die Mahnungen aus der SPD-Fraktion wohl noch viel weniger Beteiligung gegeben hätte.

Sebastian Fischer betonte, dass so ein Leuchtturmprojekt nur Sinn mache, wenn es mit anderen Highlights der Region verknüpft würde. Diese Synergieeffekte müssten unbedingt genutzt werden. Adelt abschließend: "Dieses Projekt kann eine echte und große Chance sein. Das wollen wir detailliert prüfen. Aber wenn es nicht geht, dann geht's nicht. Dann ziehen wir die Reißleine."

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Veröffentlicht am:
14. 11. 2017
18:24 Uhr

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