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Naila

Heavy Metal ist Gesetz

Das dritte CFN-Fest in Naila bietet noch mehr bekannte Bands auf als bisher. Es gibt Heavy Metal von langsam bis schnell, von eingängig bis verspielt.



Berliner Spaß am Hamburger Hafen: Space Chaser dürften die Stimmungsgaranten beim dritten CFN-Fest sein.
Berliner Spaß am Hamburger Hafen: Space Chaser dürften die Stimmungsgaranten beim dritten CFN-Fest sein.   » zu den Bildern

Naila - Das CFN-Fest wird international: Dieses Jahr die Niederlande, 2018 Kanada und Großbritannien. Wenn am 17. März fünf Bands die Bühne in der Nailaer FT-Turnhalle erklimmen, steht im Hintergrund eine noch ambitioniertere Planung als bei den ersten beiden Auflagen. Die Veranstalter Sebastian Kaske und Florian Tomaschek haben Blut geleckt und wollen mehr: mehr Internationalität und mehr echten Metal-Spirit.

Tickets

Das mittlerweile dritte CFN-Fest steigt am 17. März in der Turnhalle der Freien Turner in

Naila an der Hofer Straße 31.

Los geht es um 17 Uhr; dann spielen fünf Bands.

 

Tickets gibt es unter anderem bei : Duhd & Deifl Tattoo an der Kronacher Straße 5 in Naila und bei der Sparkasse Selbitz am Marktplatz 6 in Selbitz.

 

Wer die Tickets lieber online bestellen möchte:

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Cowboysfromnaila.bigcartel.com

 

Für das dritte CFN-Fest haben sie nun Bands an Land gezogen, die zu den besten und interessantesten ihrer Subgenres zählen. Vier der fünf bestätigten Bands sind über die Grenzen der Region, zum Großteil über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Und in diesen Bands spiegelt sich der Geschmack von Tomaschek und Kaske: viel Old School, aber offen für neuere Bands mit eigenem Charme. "Wir sind als Fans sehr divers aufgestellt", sagt Tomaschek. Er und Kaske schätzen, dass ein Großteil der Fans das ebenfalls so sieht. Bestätigung finden sie darin, dass viele Festivals stilistisch immer mehr in die Breite gehen.

 

Das sind die Bands, die für den
17. März gebucht sind:

Cosmic Wasteland: Immer schön langsam - die Kulmbacher Doomer eröffnen den Abend mit zähen Riffs. Leidender Gesang, das Feiern der Langsamkeit und das Vermächtnis von Black Sabbath, Saint Vitus und Pentagram - für diese Zutaten steht die Band um Sänger Wizard, die den Musikfans aus Franken schon länger ein Begriff sein dürfte. Vielleicht gibt es ja auch wieder ein nettes Cover von "Born too late". Und: Etwas Mummenschanz dürfte es auf der Bühne auch geben.

Mit Lunar Shadow haben Florian Tomaschek und Sebastian Kaske eine Band in die Finger bekommen, die nicht so oft auftritt. Gitarrist und Bandkopf Max Birbaum sieht die Truppe nicht als Live-Band, hat sich nun aber doch überreden lassen, in Naila eines der seltenen Konzerte zu geben. Lunar Shadow spielen epischen Heavy Metal, der stark auf Birbaums Leadgitarren baut und sich in der Tradition der Szenegrößen Atlantean Kodex, Dark Forest und Solstice sieht. Dazu gesellt sich eigenwilliger Gesang, der dem Gesamtsound eine noch eigenere Note verleiht.

Nach den ernsteren Klängen zu Beginn des Abends wird es danach schneller, härter und ausgelassener: Space Chaser aus Berlin spielen Thrash Metal. Allein die Genre-Bezeichnung lässt bereits auf Tempo schließen. Wer die Band aber schon mal live gesehen hat, weiß: Das Hauptstadt-Quintett macht keine Gefangenen. Hier werden Riffs geschrubbt, dass es eine wahre Freude ist. Sänger Siegfried malträtiert seine Stimmbänder derart hysterisch, dass ihm die Fachpresse bisweilen Ähnlichkeiten mit Bruce Dickinson (Iron Maiden) oder Blitz (Overkill) bescheinigt. Eins gilt als sicher: Wenn die Retro-Thrash-Welle abebbt, könnten Space Chaser als eine der wenigen Bands mit Substanz übrig bleiben.

Danach dürften sich die Fans für eine ordentliche Dosis Psychedelik erwärmen können: mit Spell aus dem kanadischen Vancouver. Klangen Spell auf ihrem Debüt "The Full Moon Sessions" noch weitgehend "schwedisch", haben sich die psychedelischen, verspielteren Anteile auf dem Zweitling "For none and all" deutlich verstärkt. Der Schritt lohnte sich: Szene-Medien wurden auf die junge Band aufmerksam, und Kopf Cam Mesmer kann sich seinen Traum erfüllen. "Ich will schon auf Europa-Tournee gehen, seit ich 13 bin", sagt er. Für das nächste Album kündigt Mesmer eine weitere musikalische Entwicklung an. In welche Richtung, verrät er nicht.

Um sich ein Bild vom Headliner des nächsten CFN-Festes zu machen, muss man schon etwas tiefer in den Annalen des Heavy Metals kramen. Als sich Tokyo Blade 1982 gründeten, waren die Mitglieder schon durchaus gestandene Musiker, die mit Bands wie Genghis Khan, Killer oder Deep Machine seit Jahren in der englischen Heavy-Rock- und Metal-Szene aktiv waren und mit dazu beitrugen, dass der Begriff "New Wave of British Heavy Metal" in der Szene heute für eine entscheidende Phase in der Entstehung des Metals steht. Hier finden Tokyo Blade ihre eigene Nische. Zwar reicht es nie zu dem Erfolg, zu dem etwa Saxon oder Iron Maiden aufsteigen werden. Doch wer sich etwas mit traditionellem Heavy Metal auskennt und sich für einen warmen Sound begeistern kann, der kommt um Tokyo Blade nicht herum. Die ersten vier Alben, namentlich "Tokyo Blade", "Midnight Rendezvous", "Night of the Blade" und "Blackhearts & Jaded Spades", gelten nicht zu Unrecht als Klassiker des Heavy Metal, die unter gleichen Voraussetzungen ähnlich bekannt sein sollten wie die frühen Alben von Maiden. Von ihren Klassikern werden Tokyo Blade am 17. März eine ganze Reihe in die FT-Turnhalle feuern.

Autor
Patrick Gödde

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Veröffentlicht am:
03. 01. 2018
20:12 Uhr

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Patrick Gödde

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Veröffentlicht am:
03. 01. 2018
20:12 Uhr



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