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Humboldthaus als Vorbild für Engagement

Die Denkmalschutzstiftung erinnert mit einer Tafel an die privaten Förderer der Fassadenrestaurierung. Damit will sie auch andere zur Unterstützung anregen.



Das Humboldthaus in Bad Steben gehört zu über 460 Projekten in Bayern, welche die Denkmalschutzstiftung unterstützt hat. Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Das Humboldthaus in Bad Steben gehört zu über 460 Projekten in Bayern, welche die Denkmalschutzstiftung unterstützt hat. Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz  

Bad Steben - Mit 30 000 Euro hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank der Lotterie Glücksspirale die Fassadenrestaurierung des Humboldthauses in Bad Steben unterstützt. Nun hat Ina Blohm, Eigentümerin des Denkmals, eine Bronzetafel bekommen, die auf die Förderung hinweist, wie die Denkmalschutz-Stiftung mitteilt. Die Plakette soll nach der Sanierung an die Unterstützung durch die privaten Förderer erinnern und andere zum Engagement für Denkmäler ermuntern.

Heute gehört das Humboldthaus, eines der schönsten Häuser des Staatsbades und touristischer Anziehungspunkt, zu über 460 Projekten allein in Bayern, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden, Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Glücksspirale fördern konnte, heißt es in der Mitteilung. Das 1781 von dem Wildmeister Johann Leonhard Och errichtete frei stehende Wohnhaus besitzt zwei Vollgeschosse, einen Fachwerkgiebelteil und ein ausgebautes verschiefertes Mansarddach. Die Fensterrahmung und Eckquaderung des massiven Putzbaus der ausgehenden Barockzeit ist in rotem Mainsandstein gehalten. Die Umfassungsmauern bestehen aus Zyklopenfeldstein-Mauerwerk. Vollständig erhalten sind die Fachwerkinnenwände mit Lehmausfachungen. Auch viele bauzeitliche Ausstattungsdetails haben sich bewahrt, insbesondere die Deckenbemalung in der Wohnstube.

In dem Haus, das 1792 in den Besitz des preußischen Staats kam, wohnte Alexander von Humboldt. Als Geologe war er im selben Jahr zum Oberbergmeister der Fürstentümer Ansbach und Bayreuth berufen worden und insbesondere für den Bergbau im Fichtelgebirge und Frankenwald verantwortlich. Deshalb lag als Wohnort Bad Steben günstig. Auf ihren später Weltruhm erlangenden Mitbürger sind die Bad Stebener so stolz, dass sie dem Haus seinen Namen gaben. In den 1840er Jahren kam das Haus in private Hände. 1852 gehörte es einem Apotheker. In den 1870er Jahren besaß der Bürgermeister das Haus, das er wesentlich veränderte und teilweise umgestaltete, etwa durch den Anbau eines Pferdestalls. Für den Fremdenverkehr richtete der Bürgermeister an der Nord- und Westseite des Humboldthauses zudem Fremdenzimmer und Unterkünfte für Kurgäste ein. Im Innern entstand die neue Holztreppe. 1937 erwarb Dr. Frieda Oberlies, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Otto Hahn in Berlin, das Anwesen. red

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Veröffentlicht am:
23. 06. 2020
20:24 Uhr

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23. 06. 2020
20:24 Uhr



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