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Issigau putzt sich für die Jury heraus

An diesem Donnerstag startet die Bewertung im Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Die Prüfer nehmen den Ort und das Dorfleben ganz genau unter die Lupe.



Letzte Absprachen, bevor am heutigen Donnerstag die Jury des Landeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" in Issigau eintrifft: Vereinsvertreter und Bürger diskutieren mit Bürgermeister Dieter Gemeinhardt (links) noch einige Ideen. Foto: Sandra Hüttner
Letzte Absprachen, bevor am heutigen Donnerstag die Jury des Landeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" in Issigau eintrifft: Vereinsvertreter und Bürger diskutieren mit Bürgermeister Dieter Gemeinhardt (links) noch einige Ideen. Foto: Sandra Hüttner  

Issigau - Am Donnerstag ist ein wichtiger Tag für Issigau: Denn am Donnerstag nimmt die Bewertungskommission im Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" den Ort unter die Lupe. Viel Vorarbeit ist dazu geleistet worden. Kristina Bayreuther hat die knapp 50 Seiten umfassende Präsentation überarbeitet und aktualisiert. Einige Dorfrundgänge haben mit Bürgern und Vertretern von Vereinen sowie Bürgermeister Dieter Gemeinhardt stattgefunden. Dabei wurden Ideen gesammelt, aber auch Kritikpunkte aufgezeigt - alles ist in die Präsentation eingeflossen. Ziel ist, Issigau mit seinen Vorzügen vorzustellen, dabei aber nicht die kleinen Schwächen zu verheimlichen, sondern Lösungen aufzuzeigen.

Die Jury von "Unser Dorf hat Zukunft"

Die Jury wird am Donnerstag um 13 Uhr in Issigau eintreffen. Nach der Begrüßung am Feuerwehrgerätehaus in der Ortsmitte startet der Rundgang dann an der Streuobstwiese oberhalb des ehemaligen Festplatzes. Die Jury setzt sich zusammen aus Vertretern von Behörden, Ministerien, aus Architekten und Kommunalpolitikern.

Leitung und Organisation auf bayerischer Ebene: Ministerialrat Günter Knüppel, Vorsitzender der Landesbewertungskommission vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium, Stephan Schmöger vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium und Babette Menz von der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau.

Vertreter des Bundesentscheids: Dr. Michael Heut vom Bundeslandwirtschaftsministerium, Carola Wießmann vom Kompetenzzentrum für Ländliche Entwicklung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

Bewertung der Entwicklungskonzepte und wirtschaftlichen Initiativen: Bürgermeister Elmar Henke aus Sommerach für den Bayerischen Gemeindetag, Bürgermeister Karl Fleschhut aus Wolfertschwenden für den Bayerischen Gemeindetag und Jakob Oberpriller von der Bayerischen Architektenkammer.

Bewertung der sozialen und kulturellen Aktivitäten: Landesbäuerin Anneliese Göller vom Bayerischen Bauernverband, Beate Wolters von der Kultur- und Heimatpflege des Bezirks Oberpfalz und Wolfram Vaitl, Präsident des bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege.

Bewertung der Grüngestaltung und Grünentwicklung: Johannes Bayer und Brigitte Goss von der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege und dem Bayerischen Landkreistag sowie Landschaftsarchitekt Klaus Neisser von der Bayerischen Architektenkammer.

Bewertung der Baugestaltung und Bauentwicklung: die Architekten Professor Nikolaus Neuleitner, Brigitte Sesselmann und Thomas Lauer von der Bayerischen Architektenkammer.

Bewertung von "Das Dorf in der Landschaft": Landschaftsarchitekt Bernd Carl von der Bayerischen Architektenkammer und Guido Romor vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern.

Zu den Schwachpunkten gehören zum Beispiel die drei dem Verfall preisgegebenen Anwesen in der Ortsmitte. Sie sollen mithilfe der Förderoffensive Nordostbayern und der hohen Bezuschussung von 90 Prozent erworben und abgebrochen werden. Auf den frei werdenden Plätzen soll Neues entstehen. "Die Pläne stehen", unterstreicht Bürgermeister Dieter Gemeinhardt.

Dass die Gemeinde im Wettbewerb auf Bezirksebene "Gold" geholt hat, hat die Verantwortlichen noch einmal angespornt, alle haben sich reingehängt. Dabei hat man die Kritiken der Jury vom Bezirkswettbewerb aufgegriffen, sich Gedanken gemacht und Lösungen ausgearbeitet und umgesetzt. Neues ist entstanden wie die Streuobstwiese oberhalb des früheren Wiesenfestplatzes, die der Obst- und Gartenbauverein Issigau-Reitzenstein mit seiner Vorsitzenden Ute Spengler-Jansen anlegte. Die Idee ist, dass alle Kinder, die vom Jahr 2017 an geboren sind, einen Obstbaum auf der Streuobstwiese geschenkt bekommen. Die Einweihung ist für den Herbst geplant.

Auch der Garten der Kita Christophorus erhielt ein neues Gesicht mit mit vielen neuen Pflanzen, einem Weidengang und Himbeeren, Stachelbeeren und Heidelbeeren. Auch auf dem Gelände des Vereines für Leibesübungen sind Pflanzungen durchgeführt worden, um den Wall ein ansprechendes Gesicht zu geben. Viele kleinere weitere Projekte fanden statt, wie der Bau und das Aufhängen von Nistkästen als Jugendaktion oder auch das Anlegen eines Insektenhotels mit umgebender Bienenweide sowie die Schwalbennistkästen am Feuerwehrgerätehaus. Bei allen Aktionen und Projekten stand im Mittelpunkt, das Dorf für den Landeswettbewerb fit zu machen, um auch hier punkten zu können. Zugleich sollen die Projekte natürlich auch das Dorf noch lebens- und liebenswerter machen.

Eine 72-Stunden-Aktion der Dorfjugend steht noch aus. Doch die Pläne dafür sind schon fertig und können vorgestellt werden. Geplant ist zudem eine Erweiterung des bereits bestehenden offenen Wasserspielbereichs am Issigbach sowie ein "Naschgarten" mit essbaren Früchten und Holzknobelspielzeugen.

Die Jury wird viel zu sehen bekommen, etwa den idyllischen Weiher in der Dorfmitte, den eine schnatternden Entenschar bevölkert, die Streuobstwiese des Obst- und Gartenbauvereins und die Soccer-Anlage des VfL, geöffnet für die Dorfjugend und die Kita. Finanziert wurde er unter anderem durch dem Erlös aus dem Dorffest 2016.

Die älteste Bewohnerin des Dorfes Gertrud Wachter spendierte anlässlich ihres 100. Geburtstags im Vorjahr einen Gingko-Baum, und das im Ort als "Milchhäusle" bekannte kleine Gebäude am Brunnen ist nun gekennzeichnet. Auch die Fahrzeughütte in der Kita hat eine farbenprächtige Verschönerung erhalten - Graffitikünstler Johannes Engelhardt hat sein Talent eingebracht.

All das sind Beispiele, die der Bewertungskommission am Donnerstag gezeigt und erläutert werden. Doch noch etwas kann zum guten Abschneiden der Gemeinde beitragen - und daran kann sich am Donnerstag jeder Issigauer beteiligen: Ein reges Treiben im Ort soll herrschen, um die lebendige Dorfgemeinschaft zu zeigen. Am Rundgang kann jeder Interessierte teilnehmen.

Autor

Sandra Hüttner
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Veröffentlicht am:
13. 06. 2018
19:32 Uhr

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Sandra Hüttner

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13. 06. 2018
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