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Junge Stimmen singen von Zuversicht

Lieder vom Vertrauen, das die Angst besiegt, erklingen in Döbra. Chor und Band des Evangelischen Freundeskreises Hof haben sie mitgebracht.



Die Sängerinnen und Sänger begeistern in Döbra mit ihren mitreißenden Songs und authentischen Stellungnahmen.	Foto: Schoberth
Die Sängerinnen und Sänger begeistern in Döbra mit ihren mitreißenden Songs und authentischen Stellungnahmen. Foto: Schoberth  

Schwarzenbach am Wald/Döbra - Pfarrer Thomas Hohenberger hat das junge Ensemble des Evangelischen Freundeskreises Hof und die Besucher im vollbesetzten Gotteshaus der Frankenwaldgemeinde Döbra begrüßt. Mit ihrem neuen Programm "Stärker als die Angst" greifen die 25 überwiegend jungen Chormitglieder und die vierköpfige Band aus Hof Erfahrungen von Ängsten in der Gegenwart auf.

Es geht um Angst, zu versagen oder davor, nicht akzeptiert zu werden, Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes oder vor dem Abschied von Familienangehörigen, vor Armut, vor Krankheit und davor, zum Pflegefall zu werden. Dazu kommen globale Zukunftsängste: Werden die Kinder noch eine intakte, gesunde Natur erleben können? Wie werden wir mit selbst gemachten Krisen fertig? Heidrun Seiferth, die Leiterin des Ensembles, weiß aus Lebenserfahrung, dass Ängste totgeschwiegen werden, denn in der Gesellschaft zählt Stärke. Verdrängte Angst und verdrängte Schuld jedoch, so wüssten Therapeuten, können lähmen und krank machen. Es sei an der Zeit, der um sich greifenden Angst die christliche Botschaft von Gottes Liebe entgegenzusetzen und in Liedern den zu besingen, der stärker ist als die Angst.

Die geschmackvoll arrangierten Songs nehmen behutsam Sorgen und tiefgreifende Lebensfragen auf und bringen sie mit der Heiligen Schrift ins Gespräch. Die Texte sind dort am stärksten, wo sie die Sprache der Bibel sprechen: Seesturm und Feuer, Heilung und Rettung, Christus, der am Kreuz alle Angst der Welt durchlitt. Immer wieder klingt die Zusage des Kirchenliedes an: "Du kannst nicht tiefer fallen als in Gottes Hand". Das Ensemble hat eingängige Lobpreislieder aus dem Englischen teilweise ins Deutsche übertragen und singt oft zweisprachig. Neben Balladen, die Geschichten von Abschied und Hoffnung über den Tod hinaus erzählen, wirken die gesungenen Gebete und selbst geschriebenen Songs besonders eindringlich. Atemberaubend der Rap von Attila Landgrafe: Wahrnehmungsfetzen, intelligente Sprachspiele und pochender Rhythmus nehmen die Hörer mit auf einen Zug ins Abseits und lassen ahnen, was die geglückte Lebenswende dem jungen Künstler bedeutet. Wie er sprechen auch andere Mitglieder des Ensembles authentisch über ihre persönlichen Erfahrungen. Dazu werden Stellungnahmen von Menschen auf der Straße auf die Video-Leinwand in den Kirchenraum eingespielt. Ein Höhepunkt des Abends ist das Kirchenlied "So nimm denn meine Hände" aus dem 19. Jahrhundert, dessen Strophen im Wechsel mit einem modernen Lied vorgetragen werden.

Mit langem Beifall dankte das Publikum den jungen Künstlern und der Chorleiterin.

Autor

Margret Schoberth
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Veröffentlicht am:
01. 10. 2019
00:00 Uhr

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Margret Schoberth

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Veröffentlicht am:
01. 10. 2019
00:00 Uhr



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