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Kondrauer produziert komplett in Naila

Im März 2019 hatte das Waldsassener Traditionsunternehmen Kondrauer Mineralbrunnen angekündigt, seine komplette Produktion von der Oberpfalz nach Oberfranken zu verlagern, nämlich in den Landkreis Hof nach Naila.



Waldsassen/Naila - Das sorgte für Schlagzeilen. Ebenso sorgte kürzlich der Abgang von Ralf Brodnicki, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, für Aufsehen.

"Brodnicki abgesägt" titelte das Branchenmagazin "Inside" im Mai. Knall auf Fall hätte der Beirat des Kondrauer Mineralbrunnens seinen Vertriebsgeschäftsführer vom Hof geschickt. Brodnicki war 2015 zu dem Stiftländer Unternehmen gekommen. Vorher war er Vertriebschef bei Rhönsprudel.

Als einen Entlassungsgrund nennt das Fachblatt, dass die Kondrauer-Gesellschafter nicht mehr die strategische Version Brodnickis teilten. Unter dem Manager habe die zuletzt "deutlich unterbelichtete" regionale Marke einen Bayern-Switch vollführt, der sich "laut Insidern allerdings mehr auf den Etiketten und in diversen Imagekampagnen bemerkbar machte als bei den A-Marken-Absätzen. Die Marke Kondrauer kam auch mit der Anlehnung an Adelholzener-Alpenwelten nicht aus den Puschen." Unter anderem wirbt Kondrauer Mineralbrunnen mit dem Slogan "Erfrischend bayrisch".

Auf Nachfrage spricht geschäftsführender Gesellschafter Jonas Seidl von einer einvernehmlichen Trennung. Schließlich sei der Vertrag von Brodnicki ausgelaufen. Der ganze Vorgang habe nichts mit der Produktionsverlagerung nach Oberfranken zu tun. Wie des Öfteren kommuniziert, seien betriebswirtschaftliche Zwänge und die zu geringen Quellressourcen in Waldsassen die Hauptgründe für den Umzug nach Naila gewesen.

Ein Nachfolger für den Vertriebsgeschäftsführer gibt es nicht. "Diesen Aufgabenbereich habe ich mit übernommen", sagt Seidl. Kondrauer wird somit künftig nur mit ihm als alleinigen Geschäftsführer operieren.

Die Produktionsverlagerung sei fast wie geplant abgelaufen. "Natürlich hat es kleinere Verzögerungen gegeben. Da wir den Standort (Anm. der Red: Naila) massiv ausgebaut haben, war das alles in einem erträglichen Maße", sagt der Gesellschafter.

Momentan sind bei Kondrauer 85 Leute tätig. 25 in Waldsassen und 60 in Naila. Aus der Klosterstadt ist letztendlich ein fester Mitarbeiter mit nach Oberfranken gewechselt. Zudem sechs Leute, die einen befristeten Vertrag hatten. Die rund 20 weiteren betroffenen Kollegen hätten sich selber eine neue Arbeit gesucht oder seien in die Transfergesellschaft gewechselt. Für die Mitarbeiter habe es ein sehr umfangreiches Paket gegeben.

Der Geschäftsführer gibt zu, dass sein Unternehmen durch den Abschied von einigen Kollegen Erfahrung verloren habe. "Aber es gibt auch in Naila Mitarbeiter, die einen großen Erfahrungsschatz mitbringen." Martin Meier

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Veröffentlicht am:
23. 06. 2020
20:24 Uhr

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23. 06. 2020
20:24 Uhr



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