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Lichtenberg: Leben und Musik kehren ins Haus Marteau zurück

Die Meisterkurse in der Lichtenberger Villa haben wieder begonnen. Im November sollen auch die Bauarbeiten am Konzertsaal abgeschlossen sein.



Mariana Röhmer, die an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt studiert, freute sich über die erste Unterrichtseinheit mit Professor Bernd Glemser. Mit im Bild (hinten von links) Dr. Ulrich Wirz, Verwaltungs- und Organisationsleiter des Hauses beim Bezirk Oberfranken, der Lichtenberger Bürgermeister Kristan von Waldenfels und Gastgeber des Haus Marteau, Andreas Förster. Foto: Hüttner
Mariana Röhmer, die an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt studiert, freute sich über die erste Unterrichtseinheit mit Professor Bernd Glemser. Mit im Bild (hinten von links) Dr. Ulrich Wirz, Verwaltungs- und Organisationsleiter des Hauses beim Bezirk Oberfranken, der Lichtenberger Bürgermeister Kristan von Waldenfels und Gastgeber des Haus Marteau, Andreas Förster. Foto: Hüttner  

Lichtenberg - In der Internationalen Musikbegegnungsstätte Haus Marteau am Ortsrand von Lichtenberg, einst Sommerhaus des Starviolinisten Henri Marteau, herrscht wieder Betrieb. Am gestrigen Donnerstag fand der erste Meisterkurs in den Übungsräumen statt. Professor Bernd Glemser unterrichtete vier begabte junge Leute am Klavier.

Gut zu wissen

Während des ersten Meisterkurses waren auch Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks (BR) mit Regisseurin Annette Hopfenmüller zu Gast. Es wird ein Film über das Höllental gedreht, in dem es auch um die Musikbegegnungsstätte des

Bezirks Oberfranken geht. Der

Film wird im kommenden Jahr ausgestrahlt.

 

Wie berichtet, erhält das Haus Marteau einen Konzertsaal und drei neue Übungsräume. Wegen der Umbauarbeiten wurden seit Sommer 2017 die Kurse und Konzerte nach Bad Steben ausgelagert. Ende März dieses Jahres sollte der Betrieb dann wieder in Lichtenberg starten. Doch dann kam der Lockdown. Nun ist die Zeit außer Haus vorbei, der Umzug zurück ins Stammhaus abgeschlossen. "Jetzt kehren wieder Leben und vor allem Musik ins Haus Marteau ein", sagte Professor Ulrich Wirz, Verwaltungs- und Organisationsleiter des Hauses beim Bezirk Oberfranken beim Neustart in den Räumen.

 

In Bad Steben seien die Künstler im Pfarrsaal der katholischen Kirchengemeinde, im Martin-Luther-Haus der evangelischen Kirchengemeinde und in der Kurverwaltung freundlich aufgenommen worden. "Die Abschlusskonzerte fanden im Pfarrsaal oder im Kurhaussaal statt", berichtete Ulrich Wirz.

Die Bedingungen in Bad Steben seien gut gewesen, man sei den Gastgebern dankbar. "Alle haben zusammengeholfen", betont Wirz. Es habe sogar Synergieeffekte gegeben, da den Kurgästen ein zusätzliches kulturelles Angebot zur Verfügung stand. Und doch ist man froh, wieder im Stammhaus zu sein: "Heute ist nun sozusagen das erste Heimspiel wieder im Haus Marteau."

Mit dabei beim Neustart war auch der Lichtenberger Bürgermeister Kristan von Waldenfels, der die Gäste begrüßte und ihnen seine Hochachtung aussprach, wissend um die Herausforderung, den ganzen Tag konzentriert zu üben.

Aktuell laufe der letzte Kurs "vom alten Programm", der neue werde am 24. August starten. Das wird der Meisterkurs für Klavierduos mit Professor Christoph Sischka sein. Die Teilnehmer müssen sich an die Hygienevorschriften und Abstandsregeln halten, deshalb ist ihre Zahl auf maximal zehn begrenzt. Auch die Abschlusskonzerte werden nur mit einer begrenzten Anzahl an Zuhörern stattfinden können.

"Die jungen Künstler haben sich darüber gefreut, dass die Kurse starten können und haben für die Einschränkungen viel Verständnis", sagt Wirz. Die "Auszeit" sei für die künstlerische Entwicklung der jungen Leute "dramatisch" gewesen. "Wir lernen alle dazu und improvisieren", sagt Wirz schmunzelnd.

Professor Wirz versichert, dass man mit den aktuellen Gegebenheiten in der Villa Marteau gut zurechtkomme. Jeder Kursteilnehmer bekommt einen festen Übungsraum, den er den ganzen Tag nutzt. Abends werden entsprechende Hygienemaßnahmen ergriffen.

Nach dem Umbau im Haus Marteau gibt es einige Veränderungen: Es wurden drei neue Übungsräume im Untergeschoss geschaffen. Dafür ist das Untergeschoss komplett entkernt und 60 Zentimeter vertieft worden, sodass nun deutlich höhere Räume zur Verfügung stehen. Ein Fahrstuhl wurde eingebaut, der Untergeschoss, Konzertsaal und Erdgeschoss miteinander verbindet und damit Barrierefreiheit bietet. Vier neue Instrumente wurden angeschafft. Damit finden die jungen Pianisten optimale Übungs- und Unterrichtsbedingungen vor.

Die Gastgeber im Haus Marteau, Sabine und Andreas Förster, hießen die jungen Gäste ebenfalls willkommen. "Unser Haus ist von 8.30 bis 20.30 Uhr für Sie zum Üben geöffnet", sagte Andreas Förster. "Fühlen Sie sich hier wohl, lernen und nehmen Sie für ihre musikalisches Weiterkommen viel mit."

Im November sollen auch die Bauarbeiten am Konzertsaal abgeschlossen sein. Es ist also möglich, dass die Kurse noch in diesem Jahr im neuen Saal starten - mit reduzierter Beteiligung und in bestimmten Formaten.

Autor

Sandra Hüttner
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
23. 07. 2020
17:58 Uhr

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95192 Lichtenberg
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Sandra Hüttner

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Veröffentlicht am:
23. 07. 2020
17:58 Uhr



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