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Lichtenberger Rathaus erstrahlt in sattem Rot

Die Sanierung ist beendet, auch die Fassade ist jetzt wieder schön. Wappen und Uhr wurden ebenfalls erneuert. Der Bürgermeister dankt der Nachbarsfamilie.



Lichtenberg - Das Lichtenberger Rathaus - das Aushängeschild der Stadt, wie Bürgermeister Holger Knüppel sagt - erstrahlt in neuer Farbe, in einem dunklen Rot-Ton. Die Sockel sind grau, und die Verzierungen heben sich in mattem Weiß ab. Holger Knüppel gefällt das "neue" Rathaus sehr gut.

2015 hatte der Stadtrat die dringenden Sanierungsarbeiten beschlossen. Bereits im Herbst desselben Jahres kamen die alten Öltanks raus, eine Gasheizung wurde eingebaut. Im Jahr darauf waren Fußböden, Fenster und Wände in den Amtsräumen an der Reihe sowie das Treppenhaus. Wie auch bei der Erneuerung der Außenfassade kamen ausschließlich Firmen aus der Region bei der Sanierung zum Zug. Abgeschlossen ist auch die barrierefreie Umgestaltung des Rathaus-Hintereingangs. "Diesen Umbau konnten wird aus Gründen des Denkmalschutzes nicht auf der Vorderseite vornehmen", erinnert Bürgermeister Knüppel.

Pflanzungen runden das Gesamtbild des barrierefreien Eingangs ab. Am Beginn der Rampe, drei mal sechs Meter groß, befindet sich ein Behindertenparkplatz. Der Flur im Erdgeschoss wurde aufgewertet, die Toiletten modernisiert; nun gibt es auch ein barrierefreies WC.

"Vor allem die Außenfassade der Rückseite war marode. Auf großen Flächen bröckelte schon der Putz ab", berichtet Knüppel. Nach über 20 Jahren sei eine Fassadensanierung fällig gewesen. "Ich bin kein Freund von halben Sachen", sagt Knüppel. Deshalb habe er von Anfang an eine Rundum-Sanierun g ins Auge gefasst, was auch der Stadtrat befürwortete, zumal auch die vordere Front bereits Schäden an Putz und Farbe aufwies.

Den Zuschlag erhielt das niedrigste Gebot in Höhe von rund 13 000 Euro, der Malerbetrieb Wolfrum. Zwei Wochen lang war das Rathaus eingerüstet, denn bevor es ans Malern ging, mussten der lose Putz abgeklopft und Risse beseitigt werden.

Zudem war die Farbe der Wappen verblichen. Hier brachte zweiter Bürgermeister Matthias Quehl die Idee ein, die Wappen zu foliieren. Die Schilder aus Metall wurden abgenommen, die Wappen fotografiert und die Bilder dann in Originalgröße mit Folie versehen. Nun seien die Wappen beständiger gegen Witterungseinflüsse, erklärt der Bürgermeister. Alle acht - sechs an der Vorderfront, zwei an der Seite - hätten einen Bezug zu Lichtenberg, zum Beispiel zu den einst in Lichtenberg vertretenen Adelsgeschlechtern mit dem Orlamünder Löwen und dem Einhorn. Auch die Rathausuhr mit Ziffernblatt und Zeigern erhielt eine neue Farbe.

Dank sagt der Rathauschef der Nachbarsfamilie Wachter, durch deren Einverständnis die an die Rückseite angrenzende Hauswand ebenfalls in der Farbe des Rathauses gestrichen werden konnte. Die Wand befindet sich beim barrierefreien Zugang; durch die neue Rampe gehe oder fahre man direkt darauf zu, sagt Knüppel: "Nun kann ein stimmiges Gesamtbild erzielt werden."

Autor

Sandra Hüttner
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Veröffentlicht am:
04. 09. 2018
00:00 Uhr

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95192 Lichtenberg
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Sandra Hüttner

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Veröffentlicht am:
04. 09. 2018
00:00 Uhr



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