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Live-Musik mit 500 Freunden in Leupoldsgrün

Beim fünften Dorf-Konzert in Leupoldsgrün feiern die Gäste bis spät in die Nacht. Margot und Gunter Kießling bereichern in ihrem Dreiseithof das kulturelle Leben der Region.



"Vierxang" im Dreiseithof: Das Anwesen von Margot und Gunter Kießling ist der perfekte Ort für einen lauen Sommerabend mit Musik.
"Vierxang" im Dreiseithof: Das Anwesen von Margot und Gunter Kießling ist der perfekte Ort für einen lauen Sommerabend mit Musik.   Foto: Faltenbacher » zu den Bildern

Leupoldsgrün - Margot und Gunter Kießling aus Selbitz gehören zu den Menschen, die beispielhaft das Ehrenamt leben. Seit Jahrzehnten ist das Ehepaar eine der Stützen des Tennisclubs Selbitz. Mit Leidenschaft organisieren die Kießlings aber auch gesellschaftliche Veranstaltungen - seit Jahren sind die Kabarett-Abende oder die Jazz-Frühschoppen des TC Selbitz ein beliebter Treffpunkt für Freunde anspruchsvoller kultureller Veranstaltungen. Die Kießlings gehören zum Kreis der TCSler, der sich um die Organisation kümmert.

Vor drei Jahren hat das aktive Ehepaar einen weiteren Schritt unternommen: Es initiierte die Leupoldsgrüner Dorf-Konzerte. Nun feierten sie bereits zum vierten Mal in Gunter Kießlings Heimatdorf. "Unsere Idee fand großen Zuspruch, zu jedem unserer Freiluftkonzerte sind Hunderte von Besuchern gekommen", blickt Margot Kießling zurück.

Die gebürtige Leupoldsgrünerin sitzt mit ihrem Mann auf der Terrasse ihres Elternhauses in der Hofer Straße und zeigt einladend auf die große Fläche des ehemaligen Bauernhauses. "Wir haben vor einigen Jahren das Anwesen übernommen und in unzähligen Stunden renoviert", blickt Margot Kießling zurück.

Das Ehepaar wohnt weiterhin in Selbitz und hat das altehrwürdige Anwesen in Leupoldsgrün zum Rückzugsort für das Wochenende umgebaut. "Seitdem haben wir an vielen Abenden mit Freunden gefeiert und musiziert", sagt Gunter Kießling und schlägt die Brücke zu seiner musikalischen Prägung. In den 70er-Jahren war er Gitarrist der Gruppe "The Gents" und bespielte mit seinen Bandkollegen die Tanzsäle der Region. Seine Frau hatte dann Anfang 2016 die Idee, die Leupoldsgrüner Dorf-Konzerte im Kießlings-Hof zu veranstalten. "Als Vorbild habe ich die Innenhofkonzerte in Hof gesehen, das ist eine tolle Einrichtung", findet sie. Seitdem gibt es in Leupoldsgrün jährlich zwei Open-Air-Feste mit einheimischen Musikern; in den Herbstmonaten geht es bei Literatur-Abenden mit ortsansässigen Autoren etwas ruhiger zu im Dreiseithof in der Hofer Straße.

Am Samstag ging es beim fünften Dorf-Konzert - dem zweiten in diesem Jahr - rund. Der ehemalige Bauernhof war liebevoll dekoriert. Nachdem im Mai "Wee Bush" mit fetziger Rockmusik aus vier Jahrzehnten den etwa 500 Musikfans einheizte, waren nun vier Musikformationen zu Gast. "Musik mit Freunden für Freunde ist unser Motto, und das ist am Samstag wieder optimal aufgegangen", blickt Gunter Kießling zurück. "Wir wollen neben einem stimmigen kulturellen Event auch etwas für die Pflege von Geselligkeit und Kultur in unserer Heimat tun", begründen die beiden Veranstalter ihr Engagement.

Dass sie den Erlös der Musikfeste, bisher etwa 5000 Euro, für gemeinnützige Projekte spenden, erwähnen sie nicht groß. "Es geht uns nicht ums Geld", wiegeln sie ab, "so lange wir nicht draufzahlen, ist alles in Ordnung".

Dass die Konzerte seit 2016 stattfinden können, hat ihrer Meinung nach mehrere Gründe: die optimalen Unterstützung des Mitveranstalters, der Gemeinde Leupoldsgrün, an Kameraden des TC Selbitz und Hilfe von Freunden, die sogar aus Stuttgart angereist sind. "Es sind in bei jedem Konzert mindestens 20 Helfer dabei, die uns kostenlos unterstützen. Nur deshalb können wir bei freiem Eintritt hochwertige Musikanten engagieren."

So war auch das fünfte Dorf-Konzert ein großer musikalischer Abend, etwa 500 Besucher waren gekommen, um den "Leipoldsgriener Vierxang" mit Texten in Mundart und anspruchsvollen A-cappella-Einlagen zu hören. Viel Applaus gab es für die humorvoll-ironisch interpretierten Stücke von Albert Rambacher. Musikalisch charmant verteilte er Seitenhiebe auf die eine oder andere kommunalpolitische Posse. Mit irischen und schottischen Folk-Songs überzeugten Rainer Vogler und Werner Franz als Duo "Larkshill" (Lerchenhügel), und zusammen mit Kerstin Braun von den Top-Girls aus Münchberg gab der Gastgeber an der Gitarre einen Rückblick auf die Popmusik der 70er-Jahre.

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Lothar Faltenbacher

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Veröffentlicht am:
25. 08. 2019
18:00 Uhr

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Lothar Faltenbacher

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25. 08. 2019
18:00 Uhr



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