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Natur pur für Freunde des Wanderns

Der erste Trekkingplatz Oberfrankens ist eröffnet. Im Frankenwald sollen künftig mehrere dieser besonderen Campingplätze natur- und sportbegeisterte Gäste anlocken.



Er ist der erste seiner Art in Oberfranken: der Trekkingplatz Frankenwald Kobach. Nun wurde er eröffnet.	Foto: Fiedler
Er ist der erste seiner Art in Oberfranken: der Trekkingplatz Frankenwald Kobach. Nun wurde er eröffnet. Foto: Fiedler  

Ludwigsstadt/Tettau - Für Peter Hagemann, den Leiter des Forstbetriebs Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten, ist Trekking ein "Naturerlebnis pur". Mit der Einrichtung mehrerer Trekkingplätze soll im Frankenwald ein neues Kapitel der touristischen Nutzung aufgeschlagen werden. Diese Art der nachhaltigen und naturschonenden Walderfahrung erfreue sich besonders bei der jungen Generation immer größerer Beliebtheit und werde deshalb auch von den Bayerischen Staatsforsten unterstützt: zum Beispiel mit dem "Trekkingplatz Frankenwald Kobach", dem ersten seiner Art in Oberfranken. Er wurde dieser Tage im Forstrevier Tettau eröffnet. Auch im Landkreis Hof beschäftigt man sich bereits mit dieser Idee - so war unter anderem auch der Stadtrat von Schwarzenbach am Wald recht angetan von dieser Idee.

Mit Zelt unterwegs

Trekking kommt vom englischen "trek", was "anstrengender Marsch" bedeutet und meint nicht nur einfach wandern. Vielmehr sind Trekkingtouren mehrtägige Wanderungen, bei denen die Wanderer ihr Zelt im Freien aufschlagen, teils abseits von Straßen oder Wegen. Da das Zelten in freier Wildbahn, etwa mitten im Wald, in Deutschland nicht erlaubt ist, bieten die Trekkingplätze, die nun im Frankenwald entstehen, eine gute Anlaufstelle für die Weitwanderer. Trekking geht aber nicht nur zu Fuß, sondern auch als Wanderreiten, mit dem Fahrrad, dem Kanu, auf Ski oder in Schneeschuhen. Wandern - es heißt auf Englisch "hiking" - hingegen bezeichnet

Tagestouren auf Wanderwegen.

 

Die Idee für Trekkingplätze ist laut Forstbetriebsleiter Peter Hagemann auf die Auszeichnung des Frankenwaldes als "Waldgebiet 2017" zurückzuführen. Um den Plan, mehrere dieser Plätze im Frankenwald einzurichten, umsetzen zu können, suchten sich die Forstbetriebe Nordhalben und Rothenkirchen starke Partner in der Region. In enger Abstimmung mit dem Frankenwald-Touristikzentrum und mehreren Ortsgruppen des Frankenwaldvereins wurde ein Konzept erstellt, das speziell an die Möglichkeiten und Notwendigkeiten des Frankenwaldes angepasst sei. Mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kulmbach habe man beispielsweise einen Partner für die Förderung als "besondere Gemeinwohlleistung im Staatswald" gefunden. Hagemann dankte dem Landkreis Kronach und dem Naturpark Frankenwald für die notwendigen Genehmigungen und die Unterstützung. Besonderen Dank zollte er den "Triebfedern vor Ort": Revierleiter Christian Goldammer und dem Frankenwaldverein mit Alfred Schaden und Bernd Heinz sowie Timo Ehrhardt, ohne den es dieses "Leuchtturmprojekt" nicht gegeben hätte. Der Ludwigsstadter Bürgermeister habe als Vertragspartner der Bayerischen Staatsforsten die Rolle des Platzbetreibers und damit auch die Verantwortung übernommen.

 

Den Trekkingplatz am Kobach zeichne eine hohe Qualität aus, sagte Timo Ehrhardt, der alle Beteiligten zu dem gelungenen Areal beglückwünschte. "Die hohe Qualität des Trekkingplatzes passt zu den Staatsforsten", lobte er. Besonders hob der Bürgermeister auch die Feuerstelle hervor, die es erlaube, auf legale Weise ein Feuer im Wald zu entfachen. Für den stellvertretenden Landrat Gerhard Wunder war es wichtig, diesen "touristischen Eckpfeiler" einzuschlagen und so mehr Touristen in den Frankenwald zu locken. Er freue sich schon auf die Eröffnung des nächsten Trekkingplatzes im Rodachtal.

Ludwig Lerchenfeld, Vorsitzender des Vereins "Unser Frankenwald", wünschte allen, die den Trekkingplatz nutzen, ein besonders Naturerlebnis. "Das sollte man machen", so Lerchenfeld. Forstdirektor Michael Schmidt vom AELF hob hervor, dass der Freistaat jährlich fünf Millionen Euro in Erholungsleistungen investiere, um den Staatswald für die Menschen erlebbar zu machen. "Das ist eine schöne Sache und sie entspricht dem Zeitgeist", so Schmidt. Gerade in den hektischen Zeiten der Globalisierung spreche den Menschen das Naturerlebnis an.

Markus Franz vom Tourismus Service Center Frankenwald zeigte sich sicher, dass Trekkingplätze keine Konkurrenz für die heimische Hotellerie seien, sondern eine wichtige und zeitgemäße Ergänzung des touristischen Angebotes. Es würden dadurch mehr Gäste in den Frankenwald gelockt.

Autor

Peter Fiedler
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Veröffentlicht am:
13. 05. 2019
19:38 Uhr

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Peter Fiedler

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Veröffentlicht am:
13. 05. 2019
19:38 Uhr



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