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Neue Ideen für Freizeitzentrum in Lichtenberg

Die Pläne für die Anlage sollen in das Konzept der Frankenwaldbrücke eingebunden werden. Zum Ortstermin am Freitag sind auch Bürger eingeladen.



Viel Potenzial bietet der Badebereich des Lichtenberger Freizeitzentrums. Die ersten Arbeiten für einen Kiosk am Badesee haben bereits begonnen. Und: Beim Campingplatz sollen neue Parkplätze entstehen. Fotos: Hüttner
Viel Potenzial bietet der Badebereich des Lichtenberger Freizeitzentrums. Die ersten Arbeiten für einen Kiosk am Badesee haben bereits begonnen. Und: Beim Campingplatz sollen neue Parkplätze entstehen. Fotos: Hüttner   » zu den Bildern

Lichtenberg - Um das Freizeitzentrum zu sanieren, müsste die Stadt Lichtenberg zwischen 12 und 14 Millionen Euro hinblättern. Eine Summe, die selbst bei einem hohen Fördersatz für die Stadt nicht zu finanzieren wäre. Vor diesem Hintergrund sollen die Sanierungspläne des Lichtenberger Freizeitzentrums nun mit in das Konzept für das Landkreisprojekt "Frankenwaldbrücke" eingebunden werden. Aber, und darauf legt Bürgermeister Holger Knüppel besonderen Wert: "Um nicht in Zugzwang mit den Landkreisplanungen rund um die Frankenwaldbrücke zu kommen, werden die Planungen rund um das Freizeitzentrum abgekoppelt." In Sachen Freizeitzentrum sind aber auch die Bürger gefragt. Ihre Ideen können sie am Freitag bei einer Begehung kundtun.

Ideen der Bürger gefragt

Am Freitag, 31. August, lädt die Stadt Lichtenberg auch alle Bürger von 15 bis 17.30 Uhr zur Begehung des Freizeitzentrums ein. Die Begehung, die im Zusammenhang mit dem Brückenprojekt steht, führen Landrat Dr. Oliver Bär und Bürgermeister Holger Knüppel sowie Vertreter der Fachabteilungen des Landratsamtes. Treffpunkt ist am Parkplatz am Frankenwaldsee.

 

Im Rahmen des Landkreisprojektes "Frankenwaldbrücke" gab es unter anderem einen Workshop mit Bürgerbeteiligung unter fachlicher Anleitung des Lichtenberger Architekten Bernd Hüttner gemeinsam mit den Fachplanern Rupert Schelle und Siri Frech. Demnach sollen für die Brückenbesucher Parkplätze entstehen. Bereits hier sei deutlich geworden, das Freizeitzentrum ins Gesamtkonzept einzubinden. Es gab auch bereits einen Rundgang mit Vertretern der Fachabteilungen vom Landratsamt sowie von Arbeitsgruppen. "Eines steht fest, dass in den 70er-Jahren errichtete Gebäude ist energetisch ein Fiasko und bei den Arbeitsgruppen mit Bürgerbeteiligung gab es auch keine wirklich nachhaltige Nutzungsidee", erinnerte Bürgermeister Holger Knüppel. "Die errechneten Pauschalwerte für die Sanierungskosten durch Fachleute haben die Entscheidung für einen Rückbau wesentlich einfacher gemacht", sagte Knüppel. Und: "Wir haben auch über einen Teilabriss und Erhalt der integrierten Turnhalle diskutiert, aber der TSV hat keinen Bedarf für eine Nutzung angemeldet, da die Fußballer im Zusammenschluss mit dem 1. FC Höllental und der Jugendfördergemeinschaft Höllental trainieren und den Sparten Kickboxen und Gymnastik die eigene Halle am Waldenfelsplatz ausreicht." Knüppel betonte, dass angesichts der ausgearbeiteten Grunddaten der Stadtrat einen Rückbau anstrebe, die Detailplanung aber erst nach und nach erfolgen soll und auch losgekoppelt vom Landkreisprojekt. "Wir wollen hier die Planungshoheit nicht aus der Hand geben, da der Badesee in unmittelbarer Nähe ist und ich persönlich eine Renaturierung für sinnvoll erachte und zwar mit Rückbau der Betonufer."

 

Knüppel berichtete, dass erst die Voraussetzungen für Handlungsfreiheit geschaffen werden mussten und erinnerte an alte Nutzungsrechte eines Investors beim Freizeitzentrum, die Jahrzehnte zurückreichen. "Wir konnten nicht planen ohne Handlungsfreiheit." Ferner berichtete er, dass eine Bayreuther Kanzlei gut anderthalb Jahre damit beschäftigt gewesen sei, die rechtlichen Gegebenheiten zu klären. "Es war sehr kompliziert, doch jetzt hat die Stadt das Grundstück zurückgekauft und die Nutzungsrechte abgelöst. Jetzt kann geplant werden."

Laut Stadtratsbeschluss soll der Campingplatz neu geplant und saniert werden. "Da gehört meines Erachtens nach auch das Areal vom Freizeitzentrum dazu", erklärte Knüppel und auch, dass eine Grundausstattung von Umkleideräumen und Duschen sowohl von den Badegästen wie auch Campingplatzgästen gemeinsam genutzt werden soll. "In den Duschen werden dann in Zukunft Automaten hängen, wie bei anderen Campingplätzen auch", sagte Knüppel. Im Sanitärgebäude des Campingplatzes gelte es zudem, die Heizung zu sanieren und eine barrierefreie Toilette zu integrieren. Für die Erstellung des geplanten Kiosks in einer Blockhütte, rechts vom Sanitärgebäude, und dem Zugang zum Badesee, sei bereits der Humus abgetragen worden. Die Bodenplatte wird laut Knüppel der nächste Schritt sein. "Der Kiosk soll verpachtet werden und dafür gibt es bereits erste Bewerber", sagte Knüppel. Wie er betonte, soll der Kioskbetreiber auch die Aufgaben eines Camping-Platzwartes übernehmen.

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Sandra Hüttner
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Veröffentlicht am:
29. 08. 2018
19:56 Uhr

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Sandra Hüttner

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29. 08. 2018
19:56 Uhr



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