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Naila

Operieren mit brillanten Bildern

Die 3 D-Technik hält in den OP-Sälen in Naila und Münchberg Einzug. Sie ist eine große Unterstützung bei Eingriffen im Bauchraum.



Offizielle Übergabe des "3D-Turms" in der Nailaer Klinik: Landrat Dr. Oliver Bär agiert als Operateur am Übungs-Torso und ist begeistert. Unser Bild zeigt (von links) OP-Leiterin Gudrun Fritsch, stellvertretenden Vorstand Markus Hochmuth, Oberarzt Dr. Christian Schramm, die stellvertretende Pflegedienstleiterin Birgit König und Landrat Bär. Foto: SH
Offizielle Übergabe des "3D-Turms" in der Nailaer Klinik: Landrat Dr. Oliver Bär agiert als Operateur am Übungs-Torso und ist begeistert. Unser Bild zeigt (von links) OP-Leiterin Gudrun Fritsch, stellvertretenden Vorstand Markus Hochmuth, Oberarzt Dr. Christian Schramm, die stellvertretende Pflegedienstleiterin Birgit König und Landrat Bär. Foto: SH  

Naila/Münchberg - Was im 3D-Event-Kino schon lange Standard ist und bei Klein und Groß für Begeisterung sorgt, hält jetzt auch Einzug in die OP-Säle der Kliniken Hochfranken, vorerst in Naila, aber in Kürze auch in Münchberg: das dreidimensionale Sehen bei sogenannten Schlüsselloch-Eingriffen. Am Ende des Endoskops befinden sich zwei exakt aufeinander ausgerichtete Bildsensoren. Endoskop und Kamera-Kontrolleinheit liefern ein wirklichkeitsgetreues endoskopisches HD-3D-Bild. Eine Technik, die bei Eingriffen im Bauchraum mit Darm, Magen, Galle, Blinddarm und bei Leistenbrüchen möglich ist.

Oberarzt Dr. Christian Schramm schwärmt von besserer Tiefenschärfe und schärferen Konturen, wie sie bei der bisher üblichen zweidimensionalen Endoskopie nicht darstellbar waren. Den Unterschied verdeutlicht ein Blick auf die zwei Monitoren mit 2 HD und 3 HD. Auf dem Operationstisch liegt ein Übungs-Torso, rundum alles mit grünen OP-Tüchern abgedeckt. Oberarzt Dr. Schramm schmunzelt, denn gleich wird Landrat Dr. Oliver Bär als "Operateur" agieren, nur weiß dieser noch nichts davon. Der Landkreischef ist zur offiziellen Übergabe eingeladen.

Er bekennt, einen Operationssaal mit nichts Erfreulichem zu verbinden, und erzählt von seiner eigenen Mandel-OP als Kind. Doch wenig später ist er begeistert, agiert mit Schere und Greifer und verfolgt auf dem großen Monitor die eigenen Aktionen im Bauch des Übungs-Torsos.

Nachdem das Operationsbesteck im Körperinneren am richtigen Platz ist, erscheint ein gut ausgeleuchtetes farbiges Bild auf einem großen Monitor direkt über dem OP-Tisch. Allerdings wirkt es auf den ersten Blick unscharf und seltsam überlagert. Erst durch das Aufsetzen einer Spezialbrille sind Strukturen und Instrumente in räumlicher Darstellung bestens zu sehen. "Durch die farbigen, hochauflösenden Bilder könnten die Organe so wahrgenommen werden wie bei einer offenen Operation", erklärt Schramm. Sie erschienen sogar noch deutlich größer als in der Realität.

Bei der Demonstration am Übungsobjekt sind keine Organe zu sehen, sondern eine rote Paprika, Kaubonbon und Gummibärchen. Von dieser neuen Technik - ihre Anschaffung hat eine Summe im sechsstelligen Bereich gekostet, sagt stellvertretender Vorstand Markus Hochmuth - profitieren Operateur und Patient gleichermaßen. "Ein minimalinvasiver Eingriff bedeutet in der Regel eine schnellere Erholung und geringere Schmerzen für den Patienten wie auch eine größere Sicherheit beim Operieren", erklärt Dr. Schramm. Der 3D-Endoskopie-Turm ist transportabel und kann je nach Notwendigkeit in einen der beiden Operationssäle geschoben werden.

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Sandra Hüttner
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Veröffentlicht am:
02. 09. 2018
19:22 Uhr

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Sandra Hüttner

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Veröffentlicht am:
02. 09. 2018
19:22 Uhr



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