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Selbitz will barrierefreie Wohnungen

Im Selbitzer Stadtrat stellen die Investoren eine geplante Wohnanlage an der Josef-Witt-Straße vor. Menschen aller Alters- gruppen sollen hier leben.



In der Josef-Witt-Straße, auf dem Areal der ehemaligen Witt-Fabrik, soll die neue Einrichtung entstehen. Die Parkplätze blieben erhalten, versichert Bürgermeister Stefan Busch.	Foto: H.D. Nauck
In der Josef-Witt-Straße, auf dem Areal der ehemaligen Witt-Fabrik, soll die neue Einrichtung entstehen. Die Parkplätze blieben erhalten, versichert Bürgermeister Stefan Busch. Foto: H.D. Nauck   » zu den Bildern

Selbitz - Wenn die Planungen wie vorgesehen vorankommen, dann beginnen im Frühjahr 2020 in Selbitz die Bauarbeiten für ein zukunftsträchtiges Projekt: In der Josef-Witt-Straße sollen auf einer Fläche von insgesamt 5000 Quadratmetern 30 bis 35 barrierefreie Wohnungen entstehen. Thomas Lein, Geschäftsführer des Bauunternehmens Lein Bau GmbH in Selbitz, stellte das Projekt zusammen mit Friedrich Kaufmann, Chef des Bauträgers AHA Haus aus Himmelkron, in der jüngsten Stadtratssitzung vor.

"Damit gehen wir einen wichtigen Schritt für die positive Entwicklung unserer Stadt", bewertete Bürgermeister Stefan Busch das Vorhaben. In Veranstaltungen sollen Kaufinteressierte bald informiert werden, um schnellstmöglich mit dem Bau des ersten Gebäudes zu beginnen.

"Die Planungen sind über den städtischen Buschfunk schon bei einigen Bürgern bekannt geworden. Ich hatte schon die ersten telefonischen Anfragen", freute sich der Bürgermeister über die positive Resonanz der Selbitzer Bürger.

Thomas Lein bezeichnete die freie Fläche im Zentrum der Stadt als prädestiniert für ein Projekt im betreuten Wohnen, da bereits Ärzte und Gesundheitsdienstleister auf diesem Areal vorhanden seien. "Außerdem ist ein örtlicher Pflegedienst mitten in den Planungen für den Bau eines größeren Gebäudes auf einem Grundstück mit etwa 1000 Quadratmetern in der Josef-Witt-Straße. Wir wollen hier jedoch kein Getto für ältere Menschen schaffen, die Wohnungen sind genauso gut für junge Menschen geeignet."

Bei seiner Präsentation der drei dreigeschossigen Gebäude präsentierte Lein Wohnungen in verschiedenen Größen. Barrierefreie Wohnungen für verschiedene Zielgruppen in mehreren Varianten sind geplant, in Größen von 65 Quadratmetern, 75 und 95. Im Erdgeschoss gehören kleine Gärten dazu.

Friedrich Kaufmann betonte, dass sein Unternehmen auch auf individuelle Wünsche der Wohnungskäufer eingehe. "Wenn jemand im zweiten Obergeschoss gerne in einem großzügigen Penthouse wohnen will, ist das auch kein Problem." Kaufmann betonte auf Nachfrage der Frankenpost, es sei wichtig, in einem vernünftigen Preis-Leistungs-Verhältnis zu bauen. Die Investition für das gesamte Projekt inklusive dem eigenständigen Neubau für den Pflegedienst liegen im Bereich von etwa 6,5 Millionen Euro. Die Preise für Wohnungskäufer sollte bei etwa 2500 Euro pro Quadratmeter liegen.

Thomas Lein schilderte die nächsten Schritte. Der Bauträger will nun das Grundstück von der Stadt erwerben, um dann den Eingabeplan zur Genehmigung aufzustellen. Die generationsübergreifende Wohnform liege im Trend der Zeit. Das bewiesen gleichartige Projekte in anderen Kommunen. Alle Einheiten erfüllten den Standard des behindertengerechten Wohnens. Das Areal sei ein zukunftsträchtiges Wohngebiet, auch aufgrund der kurzen Wege zu Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten oder öffentlichen Einrichtungen. Lein betonte dass es nicht das Ziel des Investors sei, in Konkurrenz zu Pflegeeinrichtungen wie das Alten- und Pflegeheim am Wildenberg zu treten.

"Je schneller wir die ersten Einheiten verkauft haben, desto schneller beginnen wir mit dem Bau des ersten Gebäudes", erklärte Lein auf die Frage von CSU-Rätin Christa Fickenscher nach dem Zeitplan. "Ich gehe davon aus, dass wir in den ersten Monaten 2020 mit dem Bau starten können."

Carsten Kirschner, CSU, wollte wissen, ob einzelne Wohneinheiten auch vermietet werden sollen. Lein erwiderte, dass sicherlich auch private Investoren zwecks Vermietung am Kauf der Wohnungen interessiert seien.

Ina Hundhammer-Schrögel von der ÜWG interessierte sich für die energetische Versorgung der Gebäude. Friedrich Kaufmann sicherte zu, dass ausschließlich zukunftsträchtige Systeme infrage kämen. "Wir denken da über den Einsatz von Erdwärme-Lösungen nach, das ist auch für entsprechende Fördermittel von Bedeutung." Fußbodenheizungen seien vorgesehen.

Zweiter Bürgermeister Helmut Färber, SPD, betonte, dass das Projekt aufgrund privater Investoren die Stadtkasse nicht belaste.

Bürgermeister Stefan Busch fasste zusammen: "Mit dem Bau eines Mehrgenerationen-Wohnkonzeptes gehen wir den richtigen Weg in die Zukunft von Selbitz." Die Mitglieder des Stadtrates sprachen sich einstimmig dafür aus, das Vorhaben des Investors aus Himmelkron zu unterstützen.

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Lothar Faltenbacher

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Veröffentlicht am:
05. 07. 2019
19:06 Uhr

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