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Naila

Stadtrat sagt Ja zu Traukeller

Künftig kann man in einem Lichtenberger Burgkeller heiraten. Von April an soll dies möglich sein - sofern die Elektrik funktioniert.



Zum Burgfest wird auch in den Burgkellern zünftig und ausgelassen gefeiert. Der Stadtrat beschloss, einen der Burgkeller als Trauzimmer zu widmen. Am 28. April 2018 wird die erste Trauung dort stattfinden. Foto: Hüttner
Zum Burgfest wird auch in den Burgkellern zünftig und ausgelassen gefeiert. Der Stadtrat beschloss, einen der Burgkeller als Trauzimmer zu widmen. Am 28. April 2018 wird die erste Trauung dort stattfinden. Foto: Hüttner  

Lichtenberg - Die Stadt Lichtenberg bietet ein zusätzliches Trauzimmer an. Neben dem Sitzungssaal im Rathaus dürfen Standesbeamte nun auch in einem der Burgkeller Paare trauen. Zu einem besonderen Tag wünschen sich die meisten auch ein besonderes Ambiente. Ein unvergessliches Erlebnis will daher nun auch Lichtenberg bieten.

Bereits im Frühjahr beschloss der Lichtenberger Stadtrat einstimmig die Widmung eines der Burgkeller zum Trauzimmer. "Es ist der Keller direkt unter dem Aussichtshügel auf dem Burgberg, der beim alljährlichen Burgfest vom Fischereiverein genutzt wird" erklärt Bürgermeister Holger Knüppel. Er will am 28. April das erste Paar im umfunktionierten Burgkeller trauen.

Die Stadt hatte konkret im Jahr 2016 die Umsetzung in Angriff genommen und meldet jetzt Vollzug, zumindest in der Theorie. Das Stadtoberhaupt berichtet von mehreren Anfragen, jetzt biete sich endlich auch die Möglichkeit. Im Rahmen ihrer Organisationshoheit kann die Kommune durch Beschluss des Stadtrates weitere Räume außerhalb des Rathauses als Trauzimmer nutzen. Das erfolgte in Lichtenberg in Absprache mit dem Standesamt Naila, da der Standesamtsbezirk Lichtenberg mit der Stadt Lichtenberg und der Gemeinde Issigau seit 1. Oktober 2015 zum Standesamt Naila gehört. Eheschließungen sind aber nach wie vor in Lichtenberg und Issigau möglich. Die Unterlagen bearbeitet das Standesamt in Naila vor. Als Standesbeamte fungieren die Bürgermeister Holger Knüppel für Lichtenberg und Dieter Gemeinhardt für Issigau. "Wenn wir beide verhindert sind, dann kommt ein Standesbeamter der Stadt Naila nach Lichtenberg oder Issigau", erklärte Knüppel, der auch von einem Ortstermin mit den Standesbeamten berichtet. "Der Keller ist für gut befunden und als genehmigungsfähig eingestuft worden", freut sich Bürgermeister Holger Knüppel. "Wie die Ausstattung erfolgen soll, das ist uns überlassen."

Viel wird es aber nicht werden. "Wir stellen einen rustikalen Tisch von den Burgfreunden sowie Stühle oder Bänke für die Trauungen auf, um alles andere muss sich das Paar kümmern", erklärt Bürgermeister Holger Knüppel und erklärte, dass dies auch bei Trauungen im Rathaussaal so sei. "Möchte das Paar Tisch-deko, Blumen, bestimmte Kerzen oder Überzüge für die Stühle, dies ist alles kein Problem - wenn man sich selbst kümmert", sagte der Bürgermeister der Stadt.

Bis zur ersten Trauung im Burgkeller müsse noch die Elektrik überprüft und instand gesetzt werden. "In einem Keller ist es naturgemäß feucht, und die Sicherung fliegt öfter raus. Das haben wir auch während des Burgfestes immer wieder erfahren." Aber das soll bei einer Trauung nicht passieren. Knüppel: "Man stelle sich nur mal vor, ich lese dann mit Stirnlampe und alles andere versinkt im Dunkel." Übrigens habe der Traukeller einen Notausgang, über den man direkt ins Freie gelangt.

Knüppel findet das neue Trauungszimmer im Burgkeller passend zu Lichtenberg. "Für Mittelalter-Fans oder einfach für Paare, die ihr Jawort in einem rustikalen Ambiente geben möchten, ist das eine tolle Möglichkeit", fasst der Bürgermeister zusammen. Jetzt gelte es noch, die praktischen Voraussetzungen bis zur ersten Trauung im April zu schaffen. Dem sieht das Stadtoberhaupt gelassen entgegen. "Es wird sich eine Elektro-Firma finden, Tisch und Stühle werden ohnehin aufgestellt und im Anschluss wieder trocken gelagert."

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Sandra Hüttner
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Veröffentlicht am:
05. 12. 2017
19:39 Uhr

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Sandra Hüttner

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Veröffentlicht am:
05. 12. 2017
19:39 Uhr



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