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Naila

Sternwanderung zum Jubiläum

Der Frankenwaldverein Issigau-Reitzenstein ist 120 Jahre alt. Die Ortsgruppe will groß feiern - und kann auf viele große Ereignisse zurückblicken.



Das aktuelle Team der Frankenwaldverein-Ortsgruppe Issigau-Reitzenstein, das mit der Planung und Organisation des Festtages beschäftigt ist: (sitzend, von links) Ehrenobmann Helmar Steger, Marianne Gemeinhardt, Hannelore und Wilfried Vogler und dahinter (von links) Obmann Wolfgang Wagner, Alfred Hüfner, Günter Vogel, Gisela Hüfner, Sonja Wagner und Dieter Gemeinhardt. Foto: Hüttner
Das aktuelle Team der Frankenwaldverein-Ortsgruppe Issigau-Reitzenstein, das mit der Planung und Organisation des Festtages beschäftigt ist: (sitzend, von links) Ehrenobmann Helmar Steger, Marianne Gemeinhardt, Hannelore und Wilfried Vogler und dahinter (von links) Obmann Wolfgang Wagner, Alfred Hüfner, Günter Vogel, Gisela Hüfner, Sonja Wagner und Dieter Gemeinhardt. Foto: Hüttner  

Issigau-Reitzenstein - Ihr 120-jähriges Bestehen feiert die Frankenwaldvereins-Ortsgruppe Issigau-Reitzenstein; aus diesem Anlass ist sie Ausrichter der Herbststernwanderung des Hauptvereins am Sonntag, 16. September. Zudem lädt sie an diesem Tag zur Jubiläumsfeier ein.

Das Programm

Am Sonntag, 16. September, feiert die Ortsgruppe ihr Jubiläum mit der Herbststernwanderung des Hauptvereins. Das Programm:

Bis 9.30 Uhr Eintreffen der

Wandergruppen am Feuerwehrgerätehaus.

10 Uhr Festgottesdienst im Feuerwehrgerätehaus, zelebriert von Pfarrer Herbert Klug und gestaltet vom Posaunenchor und vom Ichthys-Chor.

Anschließend Wanderkundgebung mit Begrüßung durch Obmann Wolfgang Wagner und mit Festansprache des Hauptvorsitzenden Dieter Frank, mit Grußworten und gemütlichem Beisammensein. Um 12.30 Uhr gemeinsames Mittagessen, um 13 Uhr Festansprache zum 120. Jubiläum der Ortsgruppe, um 14 Uhr Ehrungen verdienter Mitglieder.

Während der gesamten

Veranstaltung spielt die Gruppe Quetschen-Rock.


Die Vereinsgründung wird auf 1898 datiert. Für die Jahre bis 1949 liegen keine Unterlagen vor. Ursprünglich war die Gründung erst im Jahr 1925 angenommen worden, was aber Recherchen des damaligen zweiten Hauptvorsitzenden Hans Hill im Jahr 1998 widerlegten. Er hatte in einem Zeitungsbericht des Hofer Anzeigers entdeckt, dass die Issigauer bereits bei der Gründung des Frankenwaldvereins Naila mit dabei waren.

Am 23. Mai 1950 fand die Wiedergründung der Ortsgruppe im Gasthaus "Zur Mühle" mit 20 Mitgliedern statt. Heinrich Puff wurde Obmann. Wichtiger Mann war Max Wurzbacher, der 1951 den ersten Hirschen als Wahrzeichen und Symbol des Höllentals schuf. Zwei weitere Hirsche folgten 1960 und 1983. Zudem schuf Wurzbacher viele schöne Wegweiser und die Holzskulptur des Teufels im Nailaer Ortsteil Hölle. Julian Bittermann aus Bindlach erschuf 2002 den aktuellen vierten Hirschen. Er thront auf der bekannten Felsnase 80 Meter über der Selbitz.

Im Jahr 1952 übernahm Christian Weber die Geschicke des Vereins. 1958 wurde die erste Wandertafel am Dorfplatz aufgestellt, geschaffen vom Kunstmaler Lang aus Seibelsdorf. Es folgten Wechsel im Amt des Obmanns mit Willi Balitzki, Lothar Schmidt und Helmut Kad, bevor Helmar Steger 21 Jahre lang agierte. Seit 2016 hat Wolfgang Wagner das Zepter in der Hand; Helmar Steger trägt seitdem den Titel "Ehrenobmann".

Die Jugendgruppe wurde mit 15 Mädchen und Jungen 1953 gegründet. Neben Heimatabenden und Ausflügen waren die Einweihung des Rennsteigdenkmals mit Bundesminister Dr. Jürgen Warnke im Jahr 1986 und die Einweihung der neuen Wandertafel zur Sonnwendfeier 1988 wichtige Termine. Die Kosten in Höhe von immerhin 11 000 Mark übernahm die Ortsgruppe. Ebenfalls 1988 fand das Richtfest am neuen Wiedeturm statt, dessen Einweihung im Jahr darauf folgte.

1993 fand der Deutsche Wandertag in Naila statt, an dem die Ortsgruppe teilnahm. Ein besonderes Ereignis war die Gründung der Kindervolkstanzgruppe 1994, die in den folgenden Jahren bei vielen Auftritten begeisterte wie 2004 bei der Eröffnung des Frankenweges an der Selbitzbrücke in Untereichenstein. 1998 feierte man 100. Jubiläum mit der traditionellen Sonnwendfeier, die es leider nicht mehr gibt. Als Highlight des Jahres gilt aber die Verleihung der Eichendorff-Plakette durch den damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog; im großen Kurhaussaal in Bad Steben überreichte Regierungspräsident Hans Angerer die Auszeichnung.

2010 kamen gut 100 Heimat- und Wanderfreunde zum Heimatabend in der Mehrzweckhalle. Nicht zu vergessen ist das "normale Tagesgeschäft" mit Markierung der Wanderwege, Pflege von Aussichtsplätzen und Bänken sowie Mäharbeiten und Pflege des Areals rund um den Wiedeturm. Selbstverständlich gehören auch Wanderungen zum Repertoire. 2003 begannen die Vorarbeiten für den Qualitätsfernwanderweg Frankenweg, der 2004 seiner Bestimmung übergeben wurde. Drei Jahre später begann die Umstrukturierung der Wanderwege im Frankenwald, bevor im Jahr 2013 das Projekt "Qualitätsregion Wanderbares Deutschland" in Gang kam, das mit Erfolg 2015 abgeschlossen wurde. Schon im Jahr zuvor erfolgte die Einweihung des ersten Deutschen Wanderdrehkreuzes in Untereichenstein mit einem Festakt und durch den damaligen Hauptvorsitzenden Robert Strobel.

Autor

Sandra Hüttner
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Veröffentlicht am:
01. 09. 2018
00:00 Uhr

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Sandra Hüttner

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01. 09. 2018
00:00 Uhr



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