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Tierschützer entsetzt: Anwohner hortet 32 Katzen

Auf engstem Raum hält ein Mann in Lichtenberg 32 Katzen. Das Veterinäramt kann dem Besitzer keine Vorwürfe machen. Die Tierschützer sprechen dagegen von traumatisierten Tieren.



Eddy
Eddy   Foto: Tierheim Erlalohe

- Katzen aus Lichtenberg - Foto:

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Katzen

Lichtenberg/Hof - Das Tierheim Erlalohe ist mal wieder voll mit Katzen: Aus einer Wohnung in Lichtenberg wurden 32 Tiere befreit. 26 davon kamen im Tierheim Erlalohe unter, sechs weitere nahm das Tierheim Pfaffengrün auf. Christa Langer, eine Mitarbeiterin des Tierheims Erlalohe, vermutet, dass die Tiere unter katastrophalen Zuständen hausen mussten: "Alle Katzen stanken ganz schlimm, waren nicht kastriert und zeigten sich apathisch." Über Jahre hinweg soll der Mann aus Lichtenberg die Katzen auf knapp 60 Quadratmetern gehalten haben. "So viele Katzen auf so engem Raum - das ist unverantwortlich", attestiert die Tierschützerin. 

Wie Christa Langer weiter erzählt, leiden die befreiten Katzen unter Durchfall und Erbrechen. Sie haben Flöhe und Würmer. "Wahrscheinlich haben die Tiere kein gutes Futter bekommen", vermutet die Tierschützerin. Unterernährt sei jedoch keine der Katzen, alle seien übrigens bereits zehn Jahre oder älter. Warum der Mann aus Lichtenberg so viele Katzen gehalten hat, kann sich die Tierheim-Mitarbeiterin nicht erklären.

Auch eine weitere Frage beschäftigt die Tierschützer: "Wo sind die ganzen Katzenkinder?" Da alle Tiere unkastriert waren, müssten auch zahlreiche Babys entstanden sein. "Bei einer Katze haben wir festgestellt, dass sie erst vor Kurzem Jungen gehabt haben muss", erzählt Christa Langer. Katzenkinder wurden in der Wohnung des Lichtenbergers jedoch nicht gefunden. 

Fest steht, dass der Mann selbst das Veterinäramt kontaktiert hat, weil er sich mit der Situation überfordert fühlte. Das bestätigt auch Stefanie Schulze von der Pressestelle des Landratsamtes Hof. Allerdings betont sie: "Das Veterinäramt hat keinen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz festgestellt." Deswegen erwarten den Halter auch keine Konsequenzen. Warum die Tierschützer dagegen von traumatisierten Katzen sprechen, kann sich das Veterinäramt nicht erklären. Auch die Frage, wo die Katzenkinder verblieben sind, bleibt unbeantwortet. 

Alle Katzen bleiben erstmal im Tierheim Erlalohe und Pfaffengrün: "Die müssen erst Vertrauen fassen und lernen, auf ein Katzenklo zu gehen", sagt Christa Langer. Später sollen die Katzen jedoch an geeignete Tierhalter vermittelt werden: "Die Tiere sollen erfahren, wie schön es sein kann, bei Menschen zu leben, die sie gut versorgen können."

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Alina Juravel

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Veröffentlicht am:
13. 11. 2019
17:08 Uhr

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Alina Juravel

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13. 11. 2019
17:08 Uhr



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