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Naila

Umweltschutz zahlt sich aus

Naila arbeitet mit Bauern zusammen, um das Trinkwasser zu schützen. Das kostet Geld, lohne sich aber unterm Strich.



Naila - Hitzerekorde und Wassermangel treiben die Menschen um, und Nitrat im Grundwasser ist seit Jahren ein ernstes Thema. Die Stadt Naila sieht sich in einer günstigen Position. Während die Europäische Union von Deutschland eine weitere Verschärfung der Düngeverordnung fordere, arbeite Naila seit Langem mit den Landwirten zusammen. Ziel der Kooperation sei es, Bürgern Wasser von guter Qualität zu bieten und auch für die Zukunft zu sichern, wie aus einer Mitteilung der Stadt Naila hervorgeht.

Die Nitratgehalte der einzelnen Tiefbrunnen lagen in den vergangenen 25 Jahren im Mittel zwischen null und 18 Milligramm pro Liter. Dieser Wert liege weit unter dem gültigen Grenzwert der Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm. Beeinträchtigungen der Wasserqualität durch andere Rückstände von Düngemitteln oder Wirkstoffen von Pflanzenschutzmittel sind nach Angaben der Stadt nicht zu finden.

Damit die Wasserqualität erhalten bleibt, habe Naila frühzeitig gehandelt: Vor fast 20 Jahren habe man mit den Landwirten eine freiwillige Kooperation vereinbart, die Flächen in den Wasserschutzgebieten der Tiefbrunnen 3 bis 5 bewirtschaften. 2007 seien die Landwirte des Wasserschutzgebietes Culmitz gefolgt.

Wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht, habe man in mehreren Versammlungen unter Federführung des Bayreuther Fachbüros Geo-Team mit Landwirten Bewirtschaftungsregeln und finanzielle Anreizsysteme für eine grundwasserschonende Landbewirtschaftung erarbeitet.

Um die Umsetzung zu gewährleisten, berate das Geo-Team regelmäßig Betriebe, setze jährliche Versammlungen an, untersuche Böden und kontrolliere Schutzgebiete. Darüber hinaus berechne die Firma die Prämien für die Landwirte.

Seit 2018 bekommen laut Stadt die Landwirten kostenfrei Saatgut für Zwischenfrüchte, für die Umwandlung von Acker- in Grünland sowie für mehrjährige Blühflächen. Zwischenfrüchte, vor allem mehrjährige Pflanzen, nähmen nicht nur Nährstoffe auf, sodass diese nicht ins Grundwasser ausgewaschen werden, sondern schützten den Boden auch vor Erosion. Auf diese Weise würden auch nicht landwirtschaftliche Flächen, Straßen und Kanalsysteme vor der Ablagerung von Schlamm geschützt - zumal Erosionsschutz wegen der zunehmenden Starkregen immer wichtiger werde.

Zudem lohne sich das Engagement der Stadt auch finanziell: Eine technische Aufbereitung von belastetem Trinkwasser würde finanziell stärker zu Buche schlagen.

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Veröffentlicht am:
01. 08. 2019
18:50 Uhr

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01. 08. 2019
18:50 Uhr



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