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Grausiger Fund: Kinder entdecken geköpfte Riesen-Python

Beim Spielen finden Kinder auf einer Wiese im Coburger Land eine fast vier Meter lange Python. Der Schlange war der Kopf abgetrennt worden.



Der Kopf des Tieres war mit einem Messer oder einer Axt abgetrennt worden.   Foto: Tierheim Coburg

Triebsdorf/Coburg - Große Schlangen beschäftigen nicht zum ersten Mal die Coburger Polizei. Im April 2010 entdeckte ein Mann auf dem Radweg zwischen Haarbrücken und Rödental eine tote Boa Constrictor, die knapp drei Meter maß. Im März 2017 meldete ein Neustadter bei der Polizei, dass er seine Boa Constrictor vermisst. Er vermutete, dass die zwei Meter lange Schlange durch die Toilette entkommen war. Entwarnung dann ein paar Tage später: Die Boa hatte sich nur im Bad versteckt.

Und jetzt das: Kinder fanden am Freitag eine tote Netzpython auf einer Wiese im Ahorner Ortsteil Triebsdorf. Der Schlange, fast vier Meter lang und etwa 30 Kilo schwer, fehlt der Kopf. "So einen Fall hatten wir noch nicht", sagt Stefan Probst, Pressesprecher der Coburger Polizei. Offensichtlich wurde die Riesenschlange gezielt entsorgt. Der Kopf des Tieres wurde mit einem Schnitt abgetrennt - zum Beispiel einem Messer oder einer Axt. Es ist also unwahrscheinlich, dass die Schlange von Wildtieren enthauptet wurde. 

Beamte deponierten die Riesenschlange an der Wildtiersammelstelle des Landratsamtes Coburg, wo normalerweise überfahrene Rehe, Hasen und andere Tiere abgegeben werden. Von dort sollte die Python ins Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nach Oberschleißheim gebracht werden. Dort wird unter anderem untersucht, woran sie verendet ist oder ob sie getötet wurde. Pythons stehen auf der Washingtoner Artenschutzliste. Wer sie tötet, begeht eine Straftat.

Riesenschlangen wie die Netzpython unterliegen einer Meldepflicht. Im Landkreis Coburg sind zwar in der aktuellen Datenbank 58 Schlangen registriert, darunter aber keine Netzpython, wie Dieter Pillmann, Geschäftsleitender Beamter am Landratsamt, am Montag erklärte. Aber es gebe vermutlich eine Dunkelziffer. Laut Pillmann gilt die Registrierung in erster Linie der Kontrolle, ob die Tiere artgerecht gehalten werden. In der Stadt Coburg sind keine Tiere gelistet, die sicherheitsrechtlich relevant sind, wie David Schmitt, Pressesprecher der Stadt auf Anfrage erklärte.

Pythons leben vor allem in Afrika, Süd- und Südostasien und Australien. Es gibt Arten, die werden nur 90 Zentimeter lang, andere bringen es auf über sechs Meter. Pythons sind ungiftig, sie töten ihre Beute durch Umschlingen. Sie ernähren sich von Vögeln und Säugetieren. Kleinere Pythons erbeuten etwa Ratten, während Beutetiere größerer Pythons die Größe eines Hundes oder einer Ziege haben können. Aber es wurden auch schon Menschen verschlungen.

In Zeiten des Internets ist es relativ einfach, an eine Python zu kommen. Aktuell gibt es zum Beispiel Angebote aus dem Raum Bayreuth, das Exemplar zu 30 Euro.

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Veröffentlicht am:
19. 08. 2018
20:23 Uhr

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19. 08. 2018
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