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ICE-Pannen-Serie: Tumulte am Bahnsteig

Auf der neuen Schnellfahrstrecke zwischen Berlin und München fiel auch am Dienstagmorgen eine Verbindung aus. Tumultartige Szenen haben sich am Montagnachmittag am Bahnhof Coburg abgespielt, als ein Ersatz-Zug für den angekündigten ICE hielt.



Coburg/Berlin -Der ICE, der um 7.38 Uhr im Berliner Hauptbahnhof starten sollte, fuhr nicht. Grund war eine technische Störung am Zug, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn erklärte. Der ICE habe schon aus Hamburg nicht losfahren können.

11.12.2017 - ICE-Störung in Coburg - Foto: Norbert Klüglein

ICE-Störung in Coburg
ICE-Störung in Coburg
ICE-Störung in Coburg
ICE-Störung in Coburg

Die gleiche Verbindung war bereits am Montag ausgefallen, weil der Zug als Folge einer Verspätung am Vortag nicht abfahrbereit am Bahnhof gestanden war. Auf der neuen Verbindung von Berlin nach München brauchen die Züge fahrplanmäßig nun vier bis viereinhalb Stunden statt bisher sechs. Auf der Strecke fahren seit Sonntag regulär Züge - allerdings wurde bereits die feierliche Eröffnung am Freitag von einer ersten Panne überschattet.

In Coburg war am Montag der Nachmittags-ICE nach Berlin erneut ausgefallen. Der Ersatz-Zug, den die Bahn schickte, war so überfüllt, dass Fahrgäste in Coburg aussteigen mussten - rein kam keiner mehr. Am Bahnhof in Coburg kam es daraufhin zu tumultartigen Szenen. Entgegen der ersten Informationen war die Bundespolizei jedoch nicht im Einsatz.

Schon am Sonntag hatten dort viele vergeblich auf den ersten ICE in Richtung Hauptstadt gewartet. Unter anderem wollte eine Delegation der Stadt Coburg anlässlich der Eröffnung der Schnellfahrstrecke Nürnberg/Erfurt nach Berlin fahren. Dann wurde der Zug jedoch kurzfristig an der Vestestadt vorbeigeleitet. Der Ersatzzug blieb aus ungeklärter Ursache in der Nähe von Halle auf offener Strecke stehen - an Bord war der Coburger Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach (CSU). Dieser hat nun angekündigt, sich bei Bahn-Vorstand Richard Lutz beschweren zu wollen und "den Druck auf die Bahn zu erhöhen".

Was hinter den aktuellen Problemen bei den Zügen steckt, darüber schweigt sich das Unternehmen derzeit aus. Nur so viel: Bei den Zwischenfällen mit den Zügen soll es sich um technische Störungen handeln, deren Ursachen "gemeinsam mit den Herstellern ermittelt und schnellstmöglich behoben werden", so ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage unserer Zeitung. Kritik kommt derweil vom Fahrgastverband Pro Bahn. Der bayerische Landesverband wirft der Politik ebenso wie der Bahn AG vor, die Erwartungen rund um die Eröffnung der ICE-Neubaustrecke im Vorfeld zu sehr geschürt zu haben. "Dieser Hype war übertrieben", so Winfried Karg, Vorsitzender des bayerischen Landesverbandes, gegenüber unserer Zeitung.

Pro Bahn rechnet damit, dass ein problemloser Ablauf auf der Strecke erst Mitte Januar 2018 möglich ist. Der Bau der ICE-Schnellfahrstrecke hat in den vergangenen 25 Jahren zehn Milliarden Euro gekostet und ist die größte Investition des Unternehmens.

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Steffi Wolf

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Veröffentlicht am:
12. 12. 2017
08:41 Uhr

Aktualisiert am:
12. 12. 2017
09:55 Uhr

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