Topthemen: Hof-GalerieWaldschratDie Bilder vom WochenendeFall Peggy KnoblochSelber Wölfe

Länderspiegel

Alarm im Festspielhaus

Der fünfte Franken-"Tatort" führt die Ermittler nach Bayreuth und zeigt berühmte Schauplätze. Der Hofer Schauspieler Andreas Leopoldt Schadt schwärmt von der Stadt.



Mord? Kriminalhauptkommissar Felix Voss (Fabian Hinrichs) ist in höchster Alarmbereitschaft. Die Zuschauer im berühmten Bayreuther Festspielhaus dürfen nicht in Gefahr geraten. Der Sprecher der Festspiele, Peter Emmerich, unterbricht die Vorstellung. Fotos: BR/Claussen+Putz Filmproduktion GmbH/Heiden
Mord? Kriminalhauptkommissar Felix Voss (Fabian Hinrichs) ist in höchster Alarmbereitschaft. Die Zuschauer im berühmten Bayreuther Festspielhaus dürfen nicht in Gefahr geraten. Der Sprecher der Festspiele, Peter Emmerich, unterbricht die Vorstellung. Fotos: BR/Claussen+Putz Filmproduktion GmbH/Heiden   » zu den Bildern

Bayreuth/Hof - Endlich, der fünfte Franken-"Tatort" "Ein Tag wie jeder andere" kommt am 24. Februar ins Fernsehen. Für Bayreuther ist dies gewiss kein Tag wie jeder andere. Schließlich wurde der Krimi erstmals in ihrer Stadt gedreht. Und dafür wählte das "Tatort"-Filmteam um Regisseur Sebastian Marka und Drehbuchautor Erol Yesilkaya markante Schauplätze.

Im Kunstkaufhaus

Die TV-Ausstrahlung wird Andreas Leopold Schadt in Hof mitverfolgen, und zwar - wie auch schon in den Jahren zuvor - im Kunstkaufhaus. "Gemeinsam den ,Tatort‘ auf Großbildleinwand zu schauen, ist hier bereits Tradition", sagt der Schauspieler. Für 24. Februar lädt das Kunstkaufhaus zum Filmabend ein. Der Eintritt ist frei. Auch bei der Premierenfeier in Bayreuth wird Schadt anwesend sein.

Die Dreharbeiten fanden im vergangenen Jahr vom 22. März bis zum 25. April unter anderem an der Universität, im Bayreuther Landgericht, im Klinikum Bayreuth und im und vor dem Festspielhaus statt.

Allein fünf Tage verbrachte die Filmcrew am Grünen Hügel. Der Sprecher der Festspiele, Peter Emmerich, kann sich noch gut an diese Tage erinnern. Denn Emmerich kommt selbst in einer Filmszene vor. Und das nicht als Statist, sondern als Festspielsprecher. "Wie die Jungfrau zum Kind" sei er zu dem Einsatz gekommen, erzählt Emmerich. Denn er sei bereits im Gehen gewesen, als ihn der Regisseur Sebastian Marka zu dem kleinen Auftritt überredete. "Einer der Darsteller, ein Polizist, sollte auf die Bühne gehen und die Vorstellung unterbrechen. Aber so läuft das hier ja nicht", sagt der Sprecher der Festspiele. "Ich habe dann eine kleine Ansprache gehalten und habe das getan, was ich sonst auch tue."

Das Drehbuch hatte Emmerich zuvor bereits gelesen. Stündlich wird ein Mensch ermordet. Zu den Festspielen kommt der Mörder ebenfalls, "aber ich will nicht verraten, was alles passiert". Die Filmleute drehten im Foyer, im Königsbau, im Zuschauerraum, beim Orchestergraben und auf dem Balkon. "Das war schon eine tolle Sache", sagt Emmerich. "Wann wird denn hier schon einmal ein Spielfilm gedreht?" Dokumentarfilme ja, aber Krimis?

Vorher seien viele Absprachen und Begehungen nötig gewesen. Die Stiftung habe die Dreharbeiten schließlich genehmigt. "Der ,Tatort‘ ist ein populäres Format. Das ist doch das Beste, was uns passieren kann, und der Film profitiert von einer authentischen Lokalität", freut sich Emmerich. Er ist "Tatort"-Anhänger und schaut am Sonntagabend gerne ungestört die Krimi-Reihe. Die Premierenfeier für geladene Gäste in Bayreuth am 31. Januar im Cineplex lässt sich der Sprecher der Festspiele nicht entgehen. "Ein Tag wie jeder andere" sei ein "handfester Krimi", nicht experimentell, mystisch oder artifiziell, sondern eine "reelle Krimigeschichte".

Regisseur Sebastian Marka sagt, die Dreharbeiten im Bayreuther Festspielhaus seien für das ganze Team aufregend, aber auch besonders fordernd gewesen. "Auf der Festspielbühne musste meist unsere Inszenierung der ,Walküre‘ gleichzeitig mit der Thrillerhandlung im Zuschauersaal ablaufen. Es liefen quasi zwei Filme parallel ab."

Die fiktive Opernproduktion ist auf der Bühne zu sehen. "Die Akustik im Bayreuther Festspielhaus ist weltberühmt und stellt den Sound jedes modernen Surround-Kinos in den Schatten. Alles fokussiert auf nur einen Punkt: das Geschehen auf der Bühne. So entsteht ein außergewöhnlicher Erzählsog, dem man sich nicht entziehen kann." Für Sebastian Marka steht fest: "Es war kein Drehtag wie jeder andere, und ich bin froh und dankbar für diese Erfahrung."

Vor der Kamera in Bayreuth stand auch der Hofer Schauspieler Andreas Leopold Schadt. Von Anfang an gehört er zum Ermittler-Team des Franken-"Tatorts". Er spielt den Kommissar Sebastian Fleischer, der ebenfalls in Hof geboren und aufgewachsen ist.

Die Dreharbeiten in Bayreuth seien toll gewesen, "auch wenn es für mich als Hofer ja immer so ’ne Sache mit Bayreuth ist", sagt der Schauspieler augenzwinkernd und spielt damit auf die Rivalität zwischen den beiden Städten an. Gleichzeitig räumt Schadt aber ein: "Ich habe die Zeit hier - sowohl am Set als auch in der Freizeit - sehr genossen und Bayreuth noch mal neu kennengelernt." Die Festspielstadt, so der Hofer Schauspieler, sei sehr schön. Den neuen Franken-"Tatort" findet der Fernsehkommissar besonders spannend, "weil die Handlung so verzwickt ist". Bis zum Schluss ergäben sich immer wieder neue Wendepunkte, das Team müsse viele Probleme bewältigen. "Es bleibt bis zur letzten Minute spannend", verspricht der Hofer.

Autor

Ute Eschenbacher, Alina Juravel
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
18. 01. 2019
18:34 Uhr

Aktualisiert am:
21. 01. 2019
19:31 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Alarme Dokumentarfilme Dreharbeiten FP Franken-Tatort Filmszenen Franken-Tatort Kriminalromane und Thriller Regisseure Tatorte Universität Bayreuth
Bayreuth
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Regisseur Sebastian Marka (links) beim Dreh im Bayreuther Landgericht. Daneben die Darstellerinnen Dagmar Manzel und Eli Wasserscheid. Foto: BR Fernsehen

18.02.2019

Vollgas, die ganze Zeit

Bayreuth-Kenner Sebastian Marka führte Regie beim Franken-Tatort "Ein Tag wie jeder andere". Ausgestrahlt wird der Film am nächsten Sonntag. » mehr

Franken-Tatort

23.03.2018

Franken-Tatort: Jede Stunde ein Toter

Kabelwagen, Schauspieler, Kunstblut und ein Chefarzt vor der Kamera: Drehstart für den fünften Franken-„Tatort“ am Klinikum in Bayreuth. Ein Krankenhaus im Ausnahmezustand, eben nicht „Ein Tag wie jeder andere“, wie die ... » mehr

Ermitteln gemeinsam die Umstände eines grausamen Mordfalles (von links): Kommissar Fleischer (Andreas Leopold Schadt), Kommissarin Goldwasser (Eli Wasserscheid), Hauptkommissarin Ringelhahn (Dagmar Manzel) und Hauptkommissar Voss (Fabian Hinrichs). Foto: Charles Nouledo

12.10.2017

Die Lizenz zum Fränkeln

Die letzte Klappe für den neuen Franken-"Tatort" ist gefallen. Das Film-Team philosophiert nach Drehschluss über Mundart und Integration bei Wurst, Wein und Bier. » mehr

Interview: mit Schauspieler Andreas Leopold Schadt

12.10.2017

"Dieser 'Tatort' wird unter die Haut gehen"

Auch in der neuen Folge ist Andreas Leopold Schadt Oberfrankens prominentes Gesicht im Franken-"Tatort". Das Ende der Dreharbeiten betrachtet der Schauspieler mit Wehmut. » mehr

Seit 1889 ist die Ur-Maßeinheiten sicher in einem Stahlschrank verwahrt.

18.01.2019

Abschied vom Ur-Kilogramm

Jetzt heißt es, Atome zählen fürs echte Gewicht: Denn das Kilo ist tot, die Kugel lebt. Ein Gespräch mit Professor Joachim Ullrich über die neue ultimative Maßeinheit. » mehr

Das Ermittler-Team des Franken-Tatorts bekam bei der Premiere von den Fernsehzuschauern durchwegs positive Kritik. Das Foto zeigt sitzend die Hauptdarsteller Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs, sowie dahinter die fränkischen Mitarbeiter Andreas Leopold Schadt, Eli Wasserscheid und Matthias Egersdörfer. 	Foto: BR/Olaf Tiedje

28.06.2016

Schadt: "Ich fiebere schon auf den Sommer"

Der nächste Franken-Tatort thematisiert fremdenfeindliche Übergriffe in Deutschland vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingssituation. Die Dreharbeiten starten im August. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Bild%20(9).JPG Selb

Lost Places: das "Edion" bei Selb | 18.03.2019 Selb
» 9 Bilder ansehen

Black Base mit DJ Kurbi

Black Base mit DJ Kurbi | 17.03.2019 Hof
» 54 Bilder ansehen

Selber Wölfe - Hannover Indians

Playoff: Selber Wölfe - Hannover Indians | 17.03.2019 Selb
» 50 Bilder ansehen

Autor

Ute Eschenbacher, Alina Juravel

Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
18. 01. 2019
18:34 Uhr

Aktualisiert am:
21. 01. 2019
19:31 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".