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Länderspiegel

Alles noch mal gut gegangen

Sabine fegt zwar über die Region, doch die Schäden halten sich in Grenzen. Auch, weil die Menschen Vorsorge getroffen haben. Viele blieben zu Hause.



An der katholischen Kirche St. Augustin hatte das Sturmtief Sabine zwei Bäume entwurzelt. Die Coburger Feuerwehr rückte aus. Foto: Christoph Scheppe
An der katholischen Kirche St. Augustin hatte das Sturmtief Sabine zwei Bäume entwurzelt. Die Coburger Feuerwehr rückte aus. Foto: Christoph Scheppe   » zu den Bildern

Coburg - Ein paar entwurzelte Bäume, ein Trampolin, das vom Wind mitgerissen wurde und eine Dixi-Toilette, die sich selbstständig machte: Das Sturmtief Sabine traf in der Nacht auf Montag auch in der Region ein. Bis in den frühen Nachmittag peitschten zeitweise Böen durch die Straßen. Doch während in anderen Regionen der Sturm Häuser abdeckte und den öffentlichen Nahverkehr mitunter komplett zum Stillstand brachte, bliebt die Region von den schlimmsten Ankündigungen verschont.

"Stürmisch, aber trotzdem weitgehend ruhig", fast Stefan Probst, der Sprecher der Polizeiinspektion Coburg die Nacht in Stadt und Landkreis Coburg zusammen. In der Dienststelle seien vor allem Meldungen über Verkehrsbehinderungen und geringe Sachschäden eingegangen. "Am Vorderen Floßanger in Coburg wurde eine Dixi-Toilette auf der dortigen Baustelle umgeweht", so Stefan Probst. An der neuen Angerturnhalle landete ein Bauzaun auf der Fahrbahn. "Und im Stadtgebiet wurde zwei Mal Alarm wegen angeblicher Einbrüche ausgelöst. Beides jedoch Fehlalarmierungen wahrscheinlich durch den Wind", mutmaßt der Sprecher.

Im Landkreis musste die Verbindungsstraße zwischen Weidach und Wiesenfeld, die "Wildbahn" wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. In Untersiemau wehte es ein Trampolin auf die Ortsdurchfahrt. "Alles in allem kam es aber zu weniger Verkehrsbehinderungen als erwartet."

Dass größere Unfälle und Schäden ausblieben, führt Stefan Probst auf die Umsichtigkeit der Bürger zurück. "Behörden und Wetterdienste haben gestern Abend bestens informiert und entsprechende Warnhinweise ausgegeben", sagte er. Viele hätten daher gerade in den Morgenstunden das Auto stehen lassen. "Die Straßen waren leer wie in den Ferien."

Aufatmen nach der Sturmnacht auch im Coburger Grünflächenamt: "Im Stadtgebiet sind wir bisher sehr glimpflich davongekommen", sagt Stephan Just, zuständig für Forst und Baumpflege am Montagmorgen. Im Hofgarten seien außer ein paar herabgefallener kleiner Äste keine Schäden zu beklagen. Im Laufe des Vormittags muss aber doch noch ein Bereich des Parks abgesperrt werden. "Am Hexenhausweg hat es einen Baum entwurzelt. Der hängt jetzt in den anderen Bäumen. Aber wir haben das im Griff", erklärt Just auf NP -Anfrage. Das Grünflächenamt will noch am Montag versuchen, den Baum zu entfernen. "Klappt das nicht, muss er spätestens am Dienstag weg", betont er. Bis dahin sei der Weg zum Hexenhaus abgesperrt.

Auch Stefan Just hat mit Schlimmeren gerechnet. "Das was angekündigt war und was anderorts passiert ist, ist mal wieder weitestgehend an uns vorbei gegangen, sagt er erleichtert. Wer nach dem stürmischen Montag im Hofgarten oder in den Wäldern der Region unterwegs ist, sollte trotzdem "auf den Wegen bleiben, bewusst laufen und den Blick auch mal nach oben richten", rät er.

Erleichterung auch bei der Feuerwehr Coburg im Dammweg. Bis zum Nachmittag verzeichnete man dort sechs Einsätze wegen umgeknickter Bäume. Am Montagmittag wurden die Feuerwehrler zur katholischen Kirche St. Augustin in die Obere Klinge gerufen. "Der Sturm hat hier zwei Bäume entwurzelt und umgekippt", so die Feuerwehr.

Aus Sorge, dass Bäume auf die Gleise fallen könnten, hatte auch die agilis Verkehrsgesellschaft ihren Betrieb eingestellt beziehungsweise die Züge mit gedrosselter Geschwindigkeit fahren lassen. Betroffen davon war die Strecke Coburg - Bad Rodach.

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Steffi Wolf

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Veröffentlicht am:
10. 02. 2020
17:54 Uhr

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Steffi Wolf

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