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Bayreuth: Maisel sagt Weissbierfest und Fun Run ab

Die Bayreuther Brauerei Maisel sagt wegen der Corona-Krise das 33. Maisel's Weissbierfest ab. Es hätte vom 14. bis 17. Mai 2020 stattgefunden.



Die Corona-Krise trifft alle. Nach der Absage vieler Großveranstaltungen wurde jetzt beschlossen, das 33. Weißbierfest ausfallen zu lassen. Das gab es noch nie.

Das beliebte Bayreuther Fest dauert normalerweise vier Tage lang. Ein großes kostenloses Musikprogramm lockt in der Regel Zehntausende von Besuchern auf das Gelände der Brauerei. Aber die Corona-Krise verändert alles.

„Gerade erleben wir turbulente Zeiten, in denen sich jeder um seine Liebsten und die Familie sorgt. Zeiten, in denen für uns als Brauerei das Wohl unserer Mitarbeiter, Partner, Besucher und Kunden an oberster Stelle steht“, teilte die Gebrüder Maisel KG am Mittwoch schriftlich mit. „Aufgrund der Corona-Krise werden wir das 33. Maisel's Weissbierfest leider ausfallen lassen, das vom 14. bis 17. Mai 2020 auf unserem Brauereigelände in Bayreuth stattgefunden hätte.“ Und weiter heißt es: „Wir bedauern die Absage sehr und bitten um Verständnis bei den Besuchern, den Bands und unseren Partnern.“

Wie in den 32 Jahren zuvor, hätten die Brauerei auch in diesem Jahr wieder hochkarätige und international bekannte Musicacts zum Maisel's Weissbierfest nach Bayreuth geholt. Jeff Maisel bedauert die Situation außerordentlich: „Für uns ist nach dem Fest immer vor dem Fest. Auch für dieses Jahr hatten wir unsere Vorbereitungen schon abgeschlossen.“  Aber die Corona-Krise sei sehr ernst zu nehmen. „Es ist jetzt Solidarität und Zuhausebleiben angesagt“, sagt Maisel im Gespräch mit dem Kurier. „In Zeiten, in denen die Gesellschaft in so einem großen Aufruhr ist, sind solche Feiern fehl am Platz.“

Wenn das Weißbierfest gefeiert wird, kämen üblicherweise 10- bis 14 000 Besucher täglich auf den Brauereihof. „Ich bin sehr traurig, dass wir unseren Top-Künstlern für dieses Jahr absagen mussten“, bedauert Maisel, der die Namen der Musiker nicht preisgibt. „Aber wir werden versuchen, sie 2021 zu präsentieren.“

Die Absage des Brauereihoffestes sei vorab mit den Künstlern besprochen worden, die sehr gerne nach Bayreuth gekommen wären. „Nun hoffen wir auf das Verständnis aller Besucher sowie Freunde und Partner unserer Brauerei und sehen dem Maisel's Weissbierfest 2021 vom 6. bis 9. Mai 2021 voller Zuversicht entgegen.“

Neben dem Großereignis Maisel’s Weißbierfest ist auch der Fun Run für viele Läufer ein fester Sporttermin im Jahreskalender. Bereits im Dezember vergangenen Jahres waren alle Plätze ausgebucht. „Ich weiß, dass viele darauf hintrainieren, und ich bin selbst Läufer und weiß, dass man zeigen will, was man draufhat“, sagt Maisel und ermutigt alle, nun auf die Herbstläufe hin zu trainieren. Ein Sportereignis mit 3500 Teilnehmer könne derzeit nicht stattfinden. „Abstand halten fällt uns allen extrem schwer, aber es ist wichtig, dass wir das jetzt alle machen.“

Ursprünglich war der Maisel’s Fun Run für Sonntag, 17. Mai, geplant. „Wir bitten die angemeldeten Läufer um ein wenig Geduld und melden uns zuverlässig in den nächsten Tagen bezüglich der Rückabwicklung der bereits bezahlten Startgebühren“, versichert die Brauerei weiter in ihrer Stellungnahme. „Wir freuen uns schon sehr auf den nächsten Maisels's Fun Run am 9. Mai 2021.“ Die Anmeldung für den Lauf im nächsten Jahr soll am 11. November beginnen.

Jeff Maisel geht davon aus, dass die Corona-Krise auch finanzielle und wirtschaftliche Folgen für das Unternehmen haben wird. „Wir haben uns zwar gut entwickelt, aber ich nehme an, die Krise wird uns noch das ganze Jahr über beschäftigen.“ Im Gastro-Bereich sei alles von Volllast auf null heruntergefahren worden. „Keiner weiß, wie es da weitergeht. Dass wir in diesem Jahr einen normalen Biergartenbetrieb haben werden, davon gehe ich erst einmal nicht aus.“

Ihm sei bewusst, wie sehr die Krise Mitarbeiter und Familien belaste. Daher sei bereits ein Krisen-Team eingesetzt worden, um die Geschäfte zu sichern. Beim Export und in der Gastronomie erwartet die Brauerei heftige Einbrüche. „Wir fühlen uns aber gut vorbereitet und stehen immer noch stabil da“, unterstreicht Maisel. „Wenn wir alle zusammenhalten und nach vorne schauen, dann stehen wir das durch.“

 

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Ute Eschenbacher
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Veröffentlicht am:
25. 03. 2020
12:27 Uhr

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Ute Eschenbacher

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Veröffentlicht am:
25. 03. 2020
12:27 Uhr



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