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Bezirk investiert 143 Millionen in Klinikum

Der Neubau der Einrichtung in Kutzenberg ist beschlossen. Nun liegt es an anderer Stelle, wann genau mit den Arbeiten begonnen werden kann.



Der Neubau des Bezirksklinikums Obermain in Kutzenberg soll nach den Plänen des Architekten aus drei sogenannten "Fingern" bestehen. Insgesamt soll der Neubau bis zu 143 Millionen Euro kosten. Illustration: Beeg Lemke Architekten
Der Neubau des Bezirksklinikums Obermain in Kutzenberg soll nach den Plänen des Architekten aus drei sogenannten "Fingern" bestehen. Insgesamt soll der Neubau bis zu 143 Millionen Euro kosten. Illustration: Beeg Lemke Architekten  

Kutzenberg - Es ist die größte Baumaßnahme in der Geschichte des Bezirks Oberfranken: der Neubau des Bezirksklinikums Obermain in Kutzenberg. Nun hat der Verwaltungsrat der Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken (Gebo) die Planungen zu diesem Jahrhundertprojekt freigegeben, wie die Regierung mitteilt. Vorgesehen sind demnach Investitionen in Höhe von rund 143 Millionen Euro, verteilt auf zwei Bauabschnitte.

Das Bezirksklinikum

Das Bezirksklinikum Obermain in Kutzenberg verfügt über 278 stationäre Betten in den Bereichen Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (178 Betten), Atmungsorgane, Allergologie und Schlafmedizin (66 Betten) und Rheumatologie (34 Betten) sowie über 14 teilstationäre Behandlungsplätze. Das Krankenhaus wurde 1914 errichtet. Seither wurde mehrfach angebaut.

 

Es war eine Punktlandung, die Architekt Udo Lemke dem Gebo-Verwaltungsrat präsentierte. Noch in diesem Jahr müssen die Planungen bei der Regierung von Oberfranken eingereicht werden, um das Ziel, im nächsten Krankenhausbauprogramm berücksichtigt zu werden, zu erreichen, schreibt die Regierung weiter.

 

"Wir stehen zu unserem Klinikstandort in Kutzenberg. Die Investitionen in einen Klinikneubau sind dringend notwendig, die Bausubstanz und die Wirtschaftlichkeit unseres Bezirksklinikums Obermain lassen uns hier keine andere Wahl", betonte Bezirkstagspräsident Henry Schramm. Gemeinsam mit Gebo-Vorstand Katja Bittner erinnerte er bei der jüngsten Sitzung des Verwaltungsrats an die weiten Wege, die auf dem weitläufigen Gelände zurückgelegt werden müssen, und an die in die Jahre gekommenen Gebäude. "Wir wollen unserem gesetzlichen Versorgungsauftrag nachkommen und dafür geeignete Klinikräume anbieten. Menschen mit psychischen Erkrankungen müssen teils länger in stationärer Behandlung bleiben. Gerade hier gilt es, ein ansprechendes Umfeld zu bieten", unterstrich Schramm.

Auf gut 143 Millionen Euro ist die Gesamtbaumaßnahme nach aktuellem Planungsstand taxiert, verteilt auf zwei Bauabschnitte. Der Verwaltungsrat gab die Planungen für den ersten Bauabschnitt einstimmig frei. Dort sollen zunächst die psychiatrischen Stationen untergebracht werden. In einem zweiten Schritt werden die somatischen Bereiche ergänzt.

Udo Lemke, der seit gut zwei Jahren an den Planungen für das Projekt arbeitet, erläuterte die aktuellen Entwürfe. Auf drei verschiedene "Finger" (zwei für die Psychiatrie im ersten Bauabschnitt, einen für die Somatik inklusive Medizinischem Versorgungszentrum MVZ im zweiten Bauabschnitt) sollen die Stationen verteilt werden. Jeder dieser "Finger" umfasst vier sichtbare Stockwerke und ein Kellergeschoss. Diese werden auf der nordöstlichen Seite des Krankenhausareals in den Hang hinein gebaut. Somit sei gewährleistet, dass alle bettenführenden
Stationen mit Tageslicht versorgt werden.

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt beziffert der Architekt auf rund 92 Millionen Euro. "Die Planungen sind mit der Regierung von Oberfranken und dem bayerischen Gesundheitsministerium abgestimmt", betonte Bezirkstagspräsident Schramm. Nach ersten Schätzungen werden der Bezirk Oberfranken und seine Gesundheitseinrichtungen für den ersten Bauabschnitt wohl einen Eigenanteil von rund 25 Millionen Euro aufbringen müssen, verteilt auf mehrere Haushaltsjahre. Dabei seien gewisse Baukostensteigerungen in den kommenden Jahren bereits eingepreist. Dies entspräche einer Förderquote von rund 76 Prozent. "Für Gebo und Bezirk sind 25 Millionen natürlich eine enorme Belastung, aber wir stehen zu unserer Verantwortung gegenüber unseren Patienten und Mitarbeitern", verdeutlichte Schramm die Relevanz der größten Baumaßnahme in der Geschichte des Bezirks Oberfranken.

"Wir hoffen mit der rechtzeitigen Abgabe der Planungsunterlagen den Weg zu einer Aufnahme in das kommende Krankenhausbauprogramm geebnet zu haben", wünschte sich Schramm eine zeitnahe Behandlung des Antrags durch den Krankenhausplanungsausschuss.

 

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Veröffentlicht am:
19. 12. 2018
20:00 Uhr

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