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Länderspiegel

Ein Tag für den Schmusetiger

"Nur Hunde haben Besitzer - Katzen haben Personal", heißt es. Und dennoch ist die Katze hierzulande das beliebteste Haustier. Sie steht an diesem Donnerstag ganz im Fokus.



Kulmbach
Was gibt es Unbeschwerteres als Katzenwelpen?   Foto: Gabriele Fölsche

An diesem Donnerstag wird der Internationale Tag der Katze begangen, der vom Verein "Fund for Animal Welfare" ausgerufen wurde. Das Anliegen der Aktion ist es, das Bewusstsein für die Bedürfnisse der Katze zu schärfen. Die Mahnung artgerechter Tierhaltung und die Bekämpfung von Vernachlässigung und Misshandlung stehen zudem im Mittelpunkt. Die Kulmbacher Tierheimleiterin Susanne Schilling kann zum einen von vielen guten Haltern und darüber hinaus von außergewöhnlichen Vermittlungen von Katzen berichten: "Damit meine ich diejenigen Menschen, die bewusst ein altes oder krankes Tier aufnehmen. Das sind Glücksfälle", sagt sie. Andererseits gebe es aber auch Tierleid und sogenanntes Animal Hoarding. "In den letzten 20 Jahren, haben wir schon einige Bestände geräumt. Dort wurden viele Tiere auf engsten Raum gehalten. Die Katzen waren massiv verfloht, verkotet und abgemagert. Also krank", sagt sie. Und trotz zahlreicher Informationen über artgerechte Tierhaltung, gibt es solche Vorfälle noch immer, bedauert Schilling. Der Verein setzt sich bereits seit Jahren für die Kastration ein: "Wir haben wesentlich weniger Katzenwelpen, das ist nachweisbar", sagt Schilling. "Unser Verein kastriert auf eigene Kosten wildlebende Katzen. Das kostet viel Geld. Doch somit werden Inzucht und Krankheiten vermindert." Derzeit beherbergt das Kulmbacher Tierheim rund 40 Katzen, darunter auch Welpen. "Wer sich für eine Katze entscheidet, muss wissen, dass die Tiere eigenständig sind. Ihren eigenen Willen haben. Zudem das man mit der Anschaffung Verantwortung über Jahre hinweg übernimmt", erklärt Schilling.

07.08.2019 - Internationaler Tag der Katze - Foto: Gabriele Fölsche

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Katzenwelpen unter einem halben Jahr werden vom Tierheim nur zu zweit vermittelt: "Es geht darum, dass die Tiere einen adäquaten Spiel- und Sozialpartner haben." Susanne Schilling weiß auch, das manch einer eine Katze aufnimmt, die draußen geboren wurde und diese zur reinen Wohnungskatze machen möchte: "Das geht in der Regel schief. Waren die Tiere nur wenige Wochen in Freiheit, werden sie diese massiv einfordern", informiert sie.

Weiterhin hoch im Kurs stehen bei den Haltern Rassekatzen: "In Netzwerken werden von Hinterhofzüchtern Maine-Coon-Katzen oder Perser angeboten und ohne Papiere für viel Geld verkauft. Meist wissen die Leute gar nicht, was für eine Mischung ihnen untergejubelt wird. Hierbei geht es mir darum, das man mit diesem Kauf Tier-Vermehrer unterstützt, ebenso wie das Leid für die Mutterkatzen, die immer wieder gedeckt werden."

Schilling empfiehlt einen seriösen Züchter, der in einem Verband organisiert ist und anständige Papiere vorweisen kann.

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Gabriele Fölsche
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Veröffentlicht am:
08. 08. 2019
00:00 Uhr

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Autor

Gabriele Fölsche

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Veröffentlicht am:
08. 08. 2019
00:00 Uhr



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