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Länderspiegel

Hunderttausende auf der Gartenschau

Halbzeit in Bayreuth: Die Organisatoren ziehen eine höchst positive Bilanz. Denn die Gartenschau ist eine Veranstaltung der Superlative.



Die Besucherzahlen der Landesgartenschau haben bislang alle Erwartungen übertroffen. Foto: Stephan Herbert Fuchs
Die Besucherzahlen der Landesgartenschau haben bislang alle Erwartungen übertroffen. Foto: Stephan Herbert Fuchs  

Bayreuth - 550 000 Besucher, 20 500 Dauerkarten und fast 1900 Reisebusse: das war eine Zwischenbilanz für die Landesgartenschau in Bayreuth ganz nach dem Geschmack der Veranstalter. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe hatte zur Halbzeit noch jede Menge weitere Zahlen im Gepäck: fünf Tonnen verkaufte Bratwürste, sechs Hektoliter Bier, je 10 000 Eisportionen und Kuchenstücke und über 500 komplette Torten.

Und das alles trotz manchmal nicht unbedingt günstiger Bedingungen. Regen und Sturm sorgten in den ersten Wochen dafür, dass die Landesgartenschau früher als geplant dichtmachen musste. Teilweise war das Unwetter so heftig, dass die Besucher aufgefordert wurden, das Gelände schnellstmöglich zu verlassen. Einen Sturm gab es auch in den sozialen Medien. Hier beschwerten sich viele über die unzulänglichen gastronomischen Angebote.

Doch allen Widrigkeiten zum Trotz schwärmte Brigitte Merk-Erbe von "Zahlen, die wir so nicht erwartet hatten". Nach dreieinhalb Monaten hieß es seitens der Oberbürgermeisterin auch: "Wir sind auf dem besten Weg, alle Erwartungen zu übertreffen."

Ein großer Teil der Besucher war bisher aus Sachsen und Thüringen nach Bayreuth gekommen. Hier mache sich die Medienkooperation nicht nur mit dem Bayerischen Rundfunk, sondern auch mit dem Mitteldeutschen Rundfunk bezahlt. Aber auch aus dem Ausland kamen immer wieder Besucher auf das Gartenschaugelände: aus Österreich und der Schweiz, aus Polen und Tschechien, vereinzelte Gäste sind nach den Worten der Oberbürgermeisterin sogar schon aus China und aus den USA gesichtet worden.

"Die Bayreuther und die Menschen aus der Region lieben ihre Gartenschau", hieß es. Tatsächlich seien in der Stadt erhebliche Frequenzsteigerungen festgestellt worden. Soll heißen: Hotellerie und Gastronomie sind bestens ausgelastet, Außenstationen wie der Ökologisch-Botanische Garten der Universität Bayreuth oder das 40 Kilometer entfernte Kräuterdorf Nagel verzeichnen deutlich mehr Besucher als je zuvor. "Vom Imagegewinn kaum zu reden", sagte Brigitte Merk-Erbe. "Die Gartenschau ist im Herzen der Menschen angekommen."

Ins Schwärmen geriet bei der Halbzeitbilanz auch der Amtschef des Landwirtschaftsministeriums, Hubert Bittlmayer. Bayreuth liege nach der ersten Halbzeit eindeutig in Führung und habe sich mittlerweile bayernweit einen herausragenden Ruf erarbeitet. Ulrich Schäfer vom Landesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau sprach von einem Open-Air-Fest der Superlative, das auch für die rund 550 Mitgliedsbetriebe in Freistaat ein wichtiges Zeichen setze. Schäfer richtete bereits den Blick nach vorne und warb für die nächste kleine Landesgartenschau 2017 in Pfaffenhofen an der Ilm und für die nächste große Landesgartenschau 2018 in Würzburg.

Hauptattraktion der Landesgartenschau in Bayreuth ist die "Wilhelminenaue", ein eigens angelegter künstlicher See mit Insel und Seebühne. Das neu geschaffene Gewässer ist rund zwei Hektar groß und bis zu 2,80 Meter tief. Am Ufer befinden sich Schilffelder und ein 670 Meter langer Rundweg. Weitere Besonderheiten der Landesgartenschau sind eine 400 Quadratmeter große Kletternetzlandschaft und ein Wasserspielplatz, Beachvolleyballfelder, ein Kultur-, ein Garten-, ein Sport- und ein Gourmetkabinett, eine Dirt-Bike-Anlage und vieles mehr.

Die Schau hat rund 10,5 Millionen Euro gekostet. Gefördert wird diese Investition unter anderem mit jeweils rund 2,9 Millionen Euro durch das bayerische Umweltministerium und durch europäische Fördergelder. 175 000 Euro steuert das bayerische Landwirtschaftsministerium bei. Die Durchführung wird noch einmal mit 9,2 Millionen Euro zu Buche schlagen, wobei der Großteil davon durch Einnahmen gedeckt sein soll. Gesellschafter der Landesgartenschau sind die Wohnungsbau- und Wohnungsfürsorgegesellschaft der Stadt Bayreuth (Gewog) mit 60 Prozent und die Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen mbH mit 40 Prozent.

Die Landesgartenschau dauert noch bis zum 9. Oktober 2016. Tageskarten kosten für Erwachsene sechzehn Euro, ermäßigt zwölf Euro, Kinder und Jugendliche zahlen drei Euro. Die Kassen haben täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

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Von Stephan Herbert Fuchs
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Veröffentlicht am:
02. 08. 2016
00:00 Uhr

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02. 08. 2016
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