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Länderspiegel

Mordfall Lübcke: Tatverdächtiger soll aus Lichtenfels stammen

Wurde der Kasseler Regierungspräsident auf seiner Terrasse von einem Rechtsextremisten erschossen? Diesem ungeheuerlichen Verdacht geht nun der Generalbundesanwalt nach. Der Tatverdächtige soll aus Lichtenfels stammen.



Walter Lübcke
Walter Lübcke wurde mit einem Kopfschuss auf der Terrasse seines Wohnhauses getötet.   Foto: Swen Pförtner

Im Fall des erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke führt eine heiße Spur nach Oberfranken. Nach Informationen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ (SZ) kommt der Tatverdächtige aus Lichtenfels in Oberfranken. Gegen ihn wird wegen eines Tötungsdeliktes mit politischem Hintergrund ermittelt. Spezialeinheiten hatten den 45-Jährigen am frühen Samstagmorgen in Kassel gefasst, er sitzt seit Sonntag unter Mordverdacht in Untersuchungshaft. 


Ob der Rechercheverbund recht hat und es sich tatsächlich um das Lichtenfels in Bayern handelt, haben die Behörden am Montag nicht bestätigt. Fakt ist, dass es in Nordhessen ein 4000-Einwohner-Städtchen gleichen Namens gibt. Die Bundesanwaltschaft, die die Ermittlungen inzwischen an sich gezogen hat, wollte sich gestern auf Anfrage dieser Zeitung nicht zum Geburtsort des Verdächtigen äußern.


Der Mann soll in der Vergangenheit zahlreiche Verbindungen in die rechte Szene gepflegt haben. So sei er laut SZ im Umfeld der NPD sowie der Autonomen Nationalisten tätig gewesen. Letztere gelten unter Fachleuten als mögliche zukünftige Terroristen. Zudem ist der Verdächtige einschlägig vorbestraft.  Das Sündenregister weist Landfriedensbruch, Körperverletzung und Waffenbesitz aus. Nach Angabe der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ verurteilte ihn das Landgericht Wiesbaden 1995 nach einer Attacke auf ein Flüchtlingsheim wegen versuchten Totschlags zu sechs Jahren Jugendstrafe. Bei einem Überfall von Rechtsradikalen auf eine Kundgebung des Gewerkschaftsbundes vor zehn Jahren war er nach Überzeugung des Verfassungsschutzes ebenso beteiligt wie bei Übergriffen der rechten Szene auf Ausländer. Bei der Auswertung seines Handys entdeckten die Ermittler nun zahlreiche hetzerische Kommentare in sozialen Netzwerken. Im Jahr 2018 soll er unter dem Alias „Game Over“ unter anderem geschrieben haben: „Entweder diese Regierung dankt in Kürze ab oder es wird Tote geben.“ Der 65-jährige Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses bei Kassel mit einem Kopfschuss getötet worden. 
Der langjährige Regierungspräsident war in der Vergangenheit aus rechten Kreisen mehrfach wegen seiner Haltung zu Flüchtlingen bedroht worden

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
17. 06. 2019
15:43 Uhr

Aktualisiert am:
17. 06. 2019
21:39 Uhr

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17. 06. 2019
15:43 Uhr

Aktualisiert am:
17. 06. 2019
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